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Region Neumarkt
Freitag, 21. September 2018 26° 3

Fest

China gastierte an der Altmühl

Dietfurt feierte beim bayerisch-chinesischen Sommer mit vielen Gästen aus Nanjing. So wurde die Freundschaft vertieft.
Von Johann Grad

Vor viel Publikum zeigte das „Herz an Herz“ Ensemble-Nanjing seine Show. Diese Mädchen präsentierten den eleganten Tanz der Blumen. Fotos: Grad
Vor viel Publikum zeigte das „Herz an Herz“ Ensemble-Nanjing seine Show. Diese Mädchen präsentierten den eleganten Tanz der Blumen. Fotos: Grad

Dietfurt.Sonne und weiß-blauer Himmel über Dietfurt waren schon einmal gute Voraussetzungen für den neunten bayrisch-chinesischen Sommer. Gut gelaunt zogen zur Blasmusik der Zamgwürfelten Kaiser Fu Gao Di samt großem bunten Hofstaat, Chinesen aus Nanjing, lokale Prominenz und weitere Gäste zum Stadtplatz. Nach einem dreifachen „Kille Wau“ hieß Kaiser Fu Gao Di alle in Dietfurt, dem bayerischen Reich der Mitte, herzlichst willkommen und wünschte noch viele Tausend Jahre Freundschaft zwischen China und Dietfurt.

Nach Musik und Gardetanz begrüßte Bürgermeisterin Carolin Braun chinesische und bayrisch-chinesische Ehrengäste. Gekommen waren aus München der Vize-Generalkonsul Chen Yongiun und aus Nanjing Zhu Haito, Leiter der Delegation, und Ma Hong, die Künstlerische Leitung.

Eine Delegation aus Peking

Anwesend waren eine Delegation der Fremdsprachen-Universität Peking und Angehörige vom Konfuzius Institut München. Braun hieß weiter Vertreter der Firma Nishan Yuanmenge aus Peking willkommen, die im Innenhof des Cafés von Bay/Chi und Mode Götz einen Kulturmarkt anboten. Sie wies auf die Vertreter der LaoShan Union hin, die wiederum ihr Symposion in Dietfurt abhielten.

Weiter freute sich Braun über die Abordnung der „Bönnsche Chinese“ aus Bonn, MdL Reinhold Strobl, Landrat Willibald Gailler, Helga Huber, CSU-Kandidatin für die Landtagswahl, alle Stadträte und Ehrenbürger Max Bauer. Lena DuHong und Marlene Werner-Gmelch informierten zum QiGong-Forum. Dann war es soweit: Tisch, zwei Bierfässer, gefüllt mit „Schattenhofer Hirsch“, Hahn und Schlägel, alles war vorbereitet. Lena DuHong und Vizekonsul Chen Yongjun im rot-weiß kariertem Hemd, nahmen Schlägel und Hahn in die Hand, Bürgermeisterin Braun und Landrat Gailler hielten die Fässer, ein paar Schläge, viel Bier spritzte und mit vereinten Kräften gelang doch noch das „O’zapfn“. Nach der offiziellen Eröffnung saßen Chinesen und Bayern beisammen, unterhielten sich per Dolmetscher und genossen das Bier.

Im Innenhof vom Bay/Chi konnte man das Kunsthandwerk bestaunen und Spiele ausprobieren, die seit Jahrtausenden in China Freude bereiten. Ein Künstler malte geschickt Motive auf kleine Fläschchen und herrlicher Silberschmuck verlockte zum Kaufen. Manche versuchten sich am Ringewerfen um schön gekleidete Puppen oder beim Schießen mit Pfeil und Bogen.

Am frühen Abend zeigte das Nanjing „Herz an Herz“ Ensemble eine Bühnenshow unter Motto „Kultur ist eine Brücke und verbindet China und Deutschland“. Sechs Tänzerinnen in feinen Kostümen und mit kleinen Schirmen tanzten das Lied „Jasmin“ mit viel Anmut. In deutscher und chinesischer Sprache interpretierte mit kräftiger Stimme Bariton Shi Jin Cheng das Lied „Kleine Kinder, kleine Sorgen“, das vom früheren Kinderstar Heintje bekannt ist.

Virtuos spielte Shen Yue Ru auf der zweiseitigen Erhu kraftvolle Musik zum Thema „Pferderennen“. Wie ein Wirbelwind, dann wieder sanfter und ruhiger und nochmals schnell, stellte Tänzerin Chen Yu ein „Fröhliches Lied aus dem Grünland“ vor. Bei hellen, fast schrillen Klängen und mit für unsere Ohren ungewöhnlichem Gesang trug Sopranistin Zhou Cheng das Lied „Betrunkene Konkubine“ aus der Pekingoper vor.

Zauberer vermehrte Geld

Das Publikum zog Zauberer Deng Yun Chun mit seinen Tricks in den Bann, besonders die Kinder. Er zeigte eine „wunderbare Geldvermehrung“, Kunststücke mit Seil und mit Reifen, und warf mit Spielkarten um sich, die immer größer und sogar zu Sonnenschirmen wurden. Klar, dass die Kinder die Bühne stürmten und sich Karten schnappten. Mia durfte einen Zaubertrick probieren, dann verteilte Deng Glöckchen und andere kleine Sachen an die Kinder.

Mädchen tanzten in farbigen Kostümen einen „Blumentanz“. Mit kraftvoller Stimme, aber auch Gefühl trug Sopranistin Qian Zhi Jun das Solo „Un bel di vegremo“ aus Puccinis Oper „Madame Butterfly“ vor. Zum Abschluss sangen Sopranistin, Tenor und Bariton „Lasst uns das Glas erheben, meine Freunde“. Kräftigen Beifall gab es für alle Beträge der Show. Dann ging das Feiern weiter mit der Band Michael Jackts Net und auf der anderen Bühne mit den Dietfurter Kersch Guys.

Ein fröhliches Fest in bayrisch China

Ehrengäste: Zum bayrisch-chinesischen Sommer waren zahlreiche Ehrengäste gekommen. Dazu gehörten (v.l.) Kaiser Fu Gao Di, Bürgermeisterin Carolin Braun, Vizekonsul Chen Yongjun, Volksfestkönigin Corinna Mödl und Landrat Willibald Gailler.

Puppen werfen: Im Innenhof von Bay/Chi und Mode Götz hatte eine Firma aus Peking jahrtausendealte Spiele aufgebaut. Hier musste man versuchen, mit zehn kleinen Sandsäcken möglichst viele Puppen zu treffen. Wer vier traf, erhielt als ersten Preis einen Schirm.

Bühnenshow: Musik, Tanz, Gesang und Zaubershow präsentierte das „Herz an Herz“ Ensemble aus Nanjing. Unter den Beiträgen war chinesisches und europäisches Kulturgut. Sopranistin, Tenor und Bariton sangen auf die Freundschaft.

Tischtennis-Bälle halten: Bei diesem Spiel musste man versuchen, mit Essstäbchen aus einem Körbchen zehn kleine Bälle in einen anderen Korb zu legen. Man hatte eine Minute Zeit. Wer Übung im Essen mit Stäbchen hatte, schaffte die Aufgabe leicht. (ugr)

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