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MZ-Serie

Christa Riel in der „Ansichtssache“

Im neuen Teil unserer Video-Porträtreihe erzählt Christa Riel, wie sie über Tradition denkt. Sie ist eine von zwei Hochzeitsladerinnen in Bayern.
Von Andrea Fiedler, MZ

Sie singt, moderiert, löst Probleme: Am Hochzeitstag behält Christa Riel für das Brautpaar den Überblick. Foto: dgmedia

Neumarkt.Christa Riel ist Profi, wenn es um bayerische Traditionen beim Heiraten geht. In unserer Video-Porträtreihe „Ansichtssache“ erzählt sie, wie wichtig Brauchtum für sie ist. „Es gibt in Bayern 175 Hochzeitslader – und zwei Frauen“, sagt sie. Die Neumarkterin ist eine davon, darauf ist sie stolz. Schwiegermütter, Trauzeugen oder das Brautpaar selbst rufen bei ihr an. Riel organisiert für sie, wer die Blumen in der Kirche streut oder hütet während der Trauung den Nachwuchs. Die 35-Jährige schreibt schon Wochen vorher Lieder und Gedichte für das Paar. Sie organisiert, plant, behält den Überblick: „Mir ist wichtig, dass eine Hochzeit amüsant und tiefsinnig ist“, erklärt sie.

Seit der Kindheit gehört das Singen zu Riels Leben. Sie verfasst Gedichte, spielt Theater und schrieb sogar vor ein paar Jahren ihren Schauspielkollegen eine bayerische Komödie auf den Leib. Als sie vor drei Jahren einen Fernsehbeitrag über die Tradition des Hochzeitsladens sieht, ist sie begeistert. Was die machen, könne sie auch, habe sie damals gedacht. Vor der Videokamera erzählt Christa Riel von dem Abend, an dem sie sich in die Zunft gesungen hat. Als Aufnahmeprüfung sang sie extra freche Gstanzln: „Die Einladung war ja nur für Männer“, sagt Riel und lacht. Einem ihrer Kollegen passte der Auftritt damals zwar nicht, er wehrte sich gegen ihre Aufnahme. Verhindern konnte er sie aber nicht.

So funktioniert die „Ansichtssache“

Jeder kann eine Geschichte erzählen. In unserer neuen Video-Porträtreihe haben Leute aus der Region und ganz Bayern die Gelegenheit dazu. „Ansichtssache“ heißt das multimediale Format auf www.mittelbayerische.de/ansichtssache, in dem Menschen verraten, wie sie die Welt sehen. Vom Fotografen bis zum Travestiekünstler, vom Musiker bis zum Platzwart. Sie alle haben Ecken und Kanten und blicken auf ihre Weise auf das Leben.

Jedes Videoporträt, das im Internet veröffentlicht wird, enthält weiterführende Informationen. Sie erscheinen – während der Film läuft – unter dem Videokästchen. Es sind Links zu Artikeln über die Person oder zu Themen, die im Beitrag vorkommen. Außerdem gibt es an passenden Stellen im Film, in Echtzeit sozusagen, mehr Wissenswertes zum Menschen. Wer noch mehr über ein Thema erfahren will, entdeckt Verknüpfungen zu anderen Internetseiten oder Erklärungen aus Wikipedia. Die Beiträge zur neuen Porträtreihe verweisen außerdem auf die sozialen Netzwerke – auf Facebook und Twitter. Und über Google News gibt es zu Schlüsselwörtern die neuesten Nachrichten auf einen Blick.

Bei jedem Klick auf eine weiterführende Echtzeit-Information stoppt das Video. Es bleibt Zeit, die Fakten aufzunehmen. Jeder User startet den Film erst dann wieder, wenn er dazu bereit ist.

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