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Kindergarten

Container in Freystadt sind beschlossen

Die Mietkosten für die Kita-Übergangslösung liegt bei einer halben Million Euro. Es hagelte heftige Kritik.
Von Heike Regnet

In Freystadt fehlen im September 50 Betreuungsplätze. Foto: Regnet
In Freystadt fehlen im September 50 Betreuungsplätze. Foto: Regnet

Neumarkt. Freystadt. Der geplante Kindergarten im Container hatte nicht nur bei der Stadtratsitzung im April, sondern auch in den Wochen danach für große Diskussionen gesorgt. Die Zeit drängt, denn im September werden 50 Betreuungsplätze benötigt, denn alle Plätze in den vier bestehenden Kindergärten sind belegt.

Am Dienstag stellte Bürgermeister Alexander Dorr nun die möglichen Alternativen vor. Untersucht wurden die vorgeschlagenen Räume in der alten Schule Forchheim, in der Grundschule und im Pfarrheim Möning sowie im VHS-Gebäude Freystadt. „Alles keine reellen Optionen“, so das Fazit des Bürgermeisters. Doch inzwischen habe sich eine neue Idee aufgetan. So könnte das leerstehende Bürogebäude der ehemaligen Firma Michelin in Rettelloh angemietet werden. Allerdings gebe es noch viele Unwägbarkeiten wie Brandschutz und Umbauten.

Die Mietkosten für zwei Jahre Kita im Container liegen bei 555 560 Euro plus Erschließungskosten von 10 000 Euro, für das Bürogebäude bei 171 360 Euro, hinzu kommen Um- und Rückbaukosten von geschätzt 350 000 Euro. „Dies ist aber nur eine vage Schätzung“, betonte Dorr. Außenanlagen (188 000 Euro), Möblierung (88 000 Euro) und Nebenkosten (110 000 Euro) liegen bei beiden Lösungsvorschlägen gleich. Sollte sich der Bau der neuen Kindergartens verzögern, liegen die Mietkosten pro weiterem Monat bei den Containern bei 15 000 Euro, beim Bürogebäude bei 7100 Euro.

Pfarrer Tobias Schäfer war ebenfalls zur Sitzung geladen, da die evangelische Kirchengemeinde die Trägerschaft der Kita übernehmen würde. Er erinnerte an den Beschluss im Februar zur Container-Übergangslösung, mit der die Kirchengemeinde einverstanden sei. Die Alternative halte er für waghalsig, die Diskussionen für müßig. Alle Räte waren sich einig, dass eine Lösung gefunden werden müsse, auch wenn diese nach Meinung vieler nur eine „Not- und sicher keine Traumlösung“ sein werde. Heftig war die Kritik, dass viel zu spät gehandelt wurde und der Stadtrat nun unter Druck gesetzt werde. Alle stimmten der Containerlösung zu.

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