MyMz
Anzeige

Gesundheit

Corona: Neumarkt bildet eine Task-Force

Eine Koordinierungsgruppe des Landratsamtes und Experten am Klinikum beraten gemeinsam notwendige Maßnahmen.

In Neumarkt gibt es einen separaten Eingang am Klinikum für Patienten, die unter dem Verdacht stehen, an COVID 19 erkrankt zu sein. Themenfoto: Foto: Benjamin Liss
In Neumarkt gibt es einen separaten Eingang am Klinikum für Patienten, die unter dem Verdacht stehen, an COVID 19 erkrankt zu sein. Themenfoto: Foto: Benjamin Liss

Neumarkt.Gesundheitsamt, Landratsamt und das Klinikum Neumarkt stimmen sich in der Corona-Krise eng ab. Dazu wurde eine Task Force im Klinikum gebildet. Dadurch soll ein bestmöglicher Schutz für die Landkreisbevölkerung erzielt werden. Deshalb finden regelmäßig und zusätzlich bei aktuellem Bedarf Treffen der Koordinierungsgruppe „Coronavirus“ im Landratsamt und der Task Force im Klinikum statt.

Teilnehmer der Koordinierungsgruppe sind Landrat Willibald Gailler, die Leitung des Gesundheitsamtes Neumarkt, die zuständigen Abteilungen des Landratsamtes sowie fachlich beratend Thomas Faltermeier als Krankenhaushygieniker des Klinikums Neumarkt. Inhaltlich werden die aktuellen Lage, deren Bewertung und die Ableitung von erforderlichen Maßnahmen in Koordination mit allen Mitgliedern besprochen.

Arzt entscheidet über Test

Derzeit zählt der Landkreis Neumarkt zwölf Infektionsfälle. Das Gesundheitsamt Neumarkt sei in ständigem Kontakt mit den Betroffenen, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts. Eine wesentliche Aufgabe des Gesundheitsamtes sei die unverzügliche Ermittlung der Kontaktpersonen, deren Risikobewertung und die Einleitung der erforderlichen Maßnahmen zur Vermeidung einer Weiterverbreitung. Testungen auf Coronavirus seien in der Regel nur bei Fällen gemäß Verlaufsschema des Robert-Koch-Institutes (RKI) sinnvoll. Daher bedarf die Entscheidung zur Notwendigkeit einer Testung zwingend ärztlicher Expertise. Massen- bzw. Reihentestungen sind nicht dazu geeignet den Schutz der Bevölkerung weiter zu verbessern.

Pandemie

Neumarkt in Zeiten großer Ungewissheit

Cafés und Gasthäuser bleiben leer, Betreiber fürchten um ihre Existenz. Auch Eltern fordert die Corona-Krise heraus.

Das Notfallzentrum am Klinikum verfügt über einen separaten Eingang für Coronaverdachtsfälle. In einem von der Regelversorgung abtrennbaren Bereich stehen sechs Isolationszimmer, vier davon mit spezieller Schleuse zur Verfügung. Die Kapazität der Intensivstation beträgt 22 Beatmungsplätze im Einbettzimmer, vier davon mit Schleusenfunktion. Spezielle Teams für die Reinigung und Desinfektion der Bereiche sind geschult.

Klinikum Neumarkt

  • Aufgabe:

    mehrmals wöchentliche Besprechungen; aktuelle Lage bewerten und erforderliche Maßnahmen ableiten

Eine intensive Abstimmung mit dem Gesundheitsamt bezüglich der Entwicklung, Ausbreitung und möglicher Infektionsketten von Coronafällen ermöglicht die zeitnahe Reaktion auf das Geschehen im Landkreis und die Festlegung gemeinsamer weiterer Schritte.

Besuchsverbot im Klinikum

Um schwer erkrankte Personen und deren dringend notwendige medizinische Versorgung im Krankenhaus und auch in Arztpraxen nicht zu gefährden bitten das Klinikum und das Gesundheitsamt: Im Erkrankungsfall und zur Klärung von Fragen, die eigene Gesundheitssituation betreffend, sollen Bürger zuerst mit ihrem behandelnden Arzt oder in dringenden Fällen außerhalb der Sprechzeiten mit dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst Tel. 116 117 telefonieren.

Auch das Klinikum Neumarkt wird sich auf die Vorgaben der Bundesregierung einstellen, geplante Wahl-Eingriffe werden deshalb abgesagt. Das Klinikum Neumarkt erlässt darüber hinaus ein Besuchsverbot. Nur in begründeten Einzelfällen könne nach telefonischer Rücksprache davon abgewichen werden.

Weitere Informationen aus dem Landkreis Neumarkt lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht