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Musik

Csárdás und andere feurige Stücke

Das Collegium Noriccum und die Sopranistin Anne Lünenbürger trugen Stücke aus dem Südosten vor.
Von Gerd Schlittenbauer

Sopranistin Anne Lünenbürger und das Salonorchester des Collegium Noricum entführten die Zuhörer in einen ungarischen Abend. Foto: Schlittenbauer
Sopranistin Anne Lünenbürger und das Salonorchester des Collegium Noricum entführten die Zuhörer in einen ungarischen Abend. Foto: Schlittenbauer

Neumarkt.Selbst Tage später erinnert sich der Zuhörer immer noch gern an ein Violinen-Zusammenspiel. Was das Salonorchester des Collegium Noricum am Sonntagabend an „Ungarischen Träumen“ in den Festsaal des Neumarkter Reitstadels zauberte, hinterließ einen nachhaltig-positiven Eindruck. Anne Lünenbürger intensivierte mit ihrer Sopranstimme die Träume aus dem Südosten Europas.

Von Juliska aus Budapest verfolgt

„Die Juliska aus Budapest“ verfolgte die Zuhörer nach dem Konzert in Form eines Ohrwurms bis in die Nacht hinein, nicht zuletzt, weil das Stück von Fred Raymond aus der Operette „Maske in Blau“ ein zweites Mal als Zugabe gebracht wurde und sich so nachhaltiger festsetzte.

Der Neumarkter Musikverein hatte ein abwechslungsreiches Repertoire organisiert. Anne Lünenbürger, die aus Landau/Pfalz stammt, war nicht nur Sopranistin, sondern auch Moderatorin.

Einige der Komponisten des ausgehenden 19. Jahrhunderts und aus der Zeit der Jahrhundertwende hätten eine Affinität zu Ungarn, zu den „bunten Geigern“ und zu Zigeunerliedern entwickelt – zu einer Zeit, „als Zigeuner noch kein Schimpfwort war“, sagte sie. So intonierte Anne Lünenbürger zusammen mit dem Salonorchester des Collegium Noricum gleich zu Beginn als ersten Höhepunkt drei Stücke aus Johannes Brahms Zigeunerliedern. „Die Zigeunerlieder stehen für Lebendigkeit“´, sagte die Moderatorin.

Italienisches Flair verbreitete das Salonorchester sodann mit Vittorio Montis „Csárdás“, um mit Franz Lehárs Operette „Zigeunerliebe“ gleich wieder nach Ungarn zurückzukehren.

Ein tragendes Element des Konzertes im Reitstadel bildete das Werk des ungarische Komponisten Emmerich Kálmán.

Eigentlich ist „Jaj Mamám Bruderherz“ als Terzett geschrieben, doch Anne Lünenbürger änderte das Stück aus der Operette „Die Csárdásfürstin“ so um, dass sie es als Solistin präsentieren konnte – zusammen mit dem Leiter des Salonorchesters, Kurt Karl, am Klavier.

Instrumentaler Höhepunkt

Was Maresie Schmid aus Berngau und Ulrike Schmidt an der Violine zusammen mit dem Orchester beim Potpourri aus Kálmáns lustiger „Gräfin Mariza“ boten, war der instrumentale Höhepunkt.

Und nachdem nochmal die „Csárdásfürstin“ zu Wort gekommen war, setzte Sopranistin Anne Lünenbürger mit der „Juliska“ ihren ganz besonderen gesanglichen Akzent. Und den nahmen die Zuhörer mit nach Hause.

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