MyMz
Anzeige

Politik

CSU-Arbeitskreis unter neuer Führung

Daniel Rohde ist neuer Vorsitzender des Arbeitskreises Polizei und Innere Sicherheit. Gewalt gegen Beamte war das Thema.

Der CSU-Arbeitskreis Polizei und Innere Sicherheit im Kreisverband Neumarkt. Foto: Mikulasch
Der CSU-Arbeitskreis Polizei und Innere Sicherheit im Kreisverband Neumarkt. Foto: Mikulasch

Neumarkt.NeumarktDer CSU Arbeitskreis Polizei und Innere Sicherheit im Kreisverband Neumarkt wird unter neuer Führung wieder aktiv. Neuer Vorsitzender ist Daniel Rohde, Polizeibeamter und CSU-Bürgermeisterkandidat von Breitenbrunn. Das teilte der Arbeitskreis in einer Pressemitteilung mit. Als Stellvertreter wurden Thomas Schwandner und Robert Hoidn gewählt. Als Schriftführer fungiert der ehemalige Vorsitzende Christian Frötschl. Beisitzer sind Herbert Eichenseer, Matthias Mertl und Michael Herrmann.

Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, war ein Thema der Veranstaltung „Gewalt gegen Polizeibeamte“. Dazu war Staatssekretär Gerhard Eck vor Ort, damit der Arbeitskreis Hintergründe zu dem Phänomen und geplante Maßnahmen der Bayrischen Staatsregierung zur Reduzierung der Taten aus erster Hand erfahren konnte. Frötschl freute sich, dass auch Bundestagsabgeordneter Alois Karl, Landrat Willibald Gailler, Polizeivizepräsident Thomas Schöninger vom Polizeipräsidium Oberpfalz, Polizeidirektor Michael Danninger von der Polizeiinspektion Neumarkt und Polizeidirektor Thomas Lachner von der PI Amberg der Einladung gefolgt sind. Ebenso willkommen hieß er die CSU-Kreisvorsitzende Susanne Hierl, Bezirks- und Kreisrätin Heidi Rackl, Bürgermeister Alois Scherer (Fraktionsvorsitzender der CSU im Kreistag), CSU-Kreisgeschäftsführer Werner Mikulasch, Neumarkts CSU-Stadtverbandsvorsitzenden Marco Gmelch, die Vorsitzende der Frauen Union Heide Frank, Vertreter der Sicherheitswacht Regensburg und Vertreter des Arbeitskreis-, Außen- und Sicherheitspolitik.

Seit Jahren steigen die Zahlen von Gewalt gegen Polizeibeamte an. Für das Jahr 2018 wurden, laut Rohde, 7689 Fälle verzeichnet. Hierbei seien insgesamt 17 367 Kollegen betroffen gewesen, was bei einer Gesamtzahl an Polizeibeamten in Bayern (41 400 Stand Anfang 2019) bedeute, dass nahezu jeder zweite Beamte von Gewalt betroffen war. Durch diese Gewalt seien 2566 Beamte und Beamtinnen verletzt worden. Noch erschreckender ist eine andere Zahl: Laut Rohde gab es sogar elf versuchte Tötungsdelikte.

Aber auch die zunehmende Gewalt gegen Rettungskräfte, Feuerwehr und Notärzte wurde thematisiert. Unter diesen Gesichtspunkten kam eine rege Diskussion auf. Staatssekretär Gerhard Eck bestätigte, die vorgelegten Zahlen. Laut Statistik werden 90 Prozent der Fälle durch alkoholisierte und unter Drogeneinfluss stehende Menschen verursacht.

Aber auch der fehlende Respekt gegenüber Polizeibeamten und ehrenamtlichen Helfern dürfte einer der Gründe für die steigende Gewalt sein. Rohde wies auf ein bereits bestehendes Aktionsbündnis „LASS retten“ aus Niederbayern hin, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat, auf die Gewalt gegen Rettungskräfte hinzuweisen und dies öffentlich zu diskutieren, um so ein Umdenken zu bewirken. Fazit: Es gibt viel zu tun und es muss ständig daran gearbeitet werden, eine Veränderung für die ehrenamtlichen Helfer und Polizeibeamten zu bewirken.

Kurz & knapp: Aktionsbündnis


  • Organisation: Im März veranstaltete das Aktionsbündnis „LASS retten“ seine öffentliche Auftaktveranstaltung in Straubing. Die Gesellschaft soll für das Thema Übergriffe gegenüber Einsatzkräften sensibilisiert werden.
  • Der Gründer: Initiator des Bündnisses und Vorstand der Gewerkschaft der Polizei Niederbayern ist Andreas Holzhausen.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht