MyMz
Anzeige

Politik

CSU stellt Liste ohne Albert Löhner auf

Viele Quereinsteiger kandidieren für den Neumarkter Stadtrat. Es fehlen Helmut Jawurek, Heinz Sperber und Johann Pröpster.
Von Eva Gaupp

Diese 40 Bewerber möchten für die CSU in den Neumarkter Stadtrat einziehen. Foto: Gaupp Foto: Eva Gaupp
Diese 40 Bewerber möchten für die CSU in den Neumarkter Stadtrat einziehen. Foto: Gaupp Foto: Eva Gaupp

Neumarkt.Die Neumarkter CSU hat am Donnerstagabend ihre Kandidaten für die Stadtratswahl am 15. März 2020 nominiert. Es sind sehr viele neuen Namen dabei – neu in der Kommunalpolitik, jedoch bekannt in Neumarkt. Aber vor allem stehen vier sehr bekannte Personen nicht mehr auf der Liste: zu allererst Albert Löhner, Jahrzehnte lang Landrat, zuletzt Bürgermeister in Neumarkt. Auch Helmut Jawurek, ehemalige MdB und Vorsitzender des Stadtverbands, tritt nicht mehr an, es hören außerdem Dr. Heinz Sperber und Dr. Johann Pröpster auf.

Der Vorsitzende des CSU-Stadtverbands, Marco Gmelch, hatte die Liste der Kandidaten mit einem Team zusammengestellt.  Foto: Eva Gaupp
Der Vorsitzende des CSU-Stadtverbands, Marco Gmelch, hatte die Liste der Kandidaten mit einem Team zusammengestellt. Foto: Eva Gaupp

Bei ihnen bedankte sich der Stadtverbandsvorsitzende Marco Gmelch. „Es tut weh, wenn vier Stadträte aus verschiedenen Gründen nicht mehr kandidieren.“ Der 31-Jährige machte aber auch deutlich, dass es gelte, einen Generationenwechsel herbeizuführen. Nach 2005 habe sich die CSU wieder konsolidiert „Und bei der Stadtratswahl vor sechs Jahren haben wir gemerkt, dass wir fit für die Zukunft sind.“ Ziel sei es, sympathisch rüberzukommen, „Inhalte sehen die Bürger auf den zweiten Blick“, sagte Gmelch.

Füracker will einen „Donnerhall“

Finanz- und Heimatminister Albert Füracker appellierte an die 81 Delegierten im Hotel Park Inn by Radisson, sie sollten Geschlossenheit zeigen, und er wünschte den Kandidaten, dass sich der Zusammenhalt und die gute Stimmung auch auf die Bevölkerung übertragen möge. Nach vielen Jahren befinde sich die Partei wieder in einer Verfassung, dass sie mit Zuversicht in die Zukunft gehen könne. Von dieser Nominierung müsse eine Aufbruchstimmung ausgehen. „Der Startschuss darf ruhig ein Donnerhall sein.“

Die 40 Kandidaten der CSU

  • Plätze 1-20:

    1 Markus Ochsenkühn (Handwerksmeister), 2 Marco Gmelch (Projektleiter), 3 Lissy Walter (Bankkauffrau), 4 Elfriede Meier (Krankenschwester), 5 Ferdinand Ernst (Immobilienmakler), 6 Werner Thumann (Diplom-Forstwirt), 7 Martin Willjung (Automobilkaufmann), 8 Richard Graf (Selbstständig), 9 Birgit Gärtner (Erzieherin), 10 Peter Ehrensberger (Rechtsanwalt), 11 Prof. Dr. Bettina Rau (Chefärztin), 12 Reinhard Brock (Mesner), 13 Stilla Braun (Einrichtungsleiterin i.R.), 14 Albert Hierl (Schulleiter BSZ), 15 Robert Renker (Bauingenieur), 16 Lukas Prüfling (Geschäftsführer), 17 Christian Schimek (Bilanzbuchhalter), 18 Thomas Kosmehl (selbstst. Kaufmann), 19 Oliver Schlereth (Unternehmer), 20 Luis Urban (Schreiner)

  • Plätze 21-40:

    Roland Pröpster (Bankkaufm.), 22 Anna Bärnreuther (Unternehmerin), 23 Michael Romstöck (Softwareing.), 24 Gerlinde Wanke (Leiterin Steuerabt.), 25 Mandingo Ataholo (Biologe), 26 Markus Rätzer (Immobilienmakler), 27 Hans Hiereth (Metzgermeister/Gastwirt), 28 Roland Kuß (Feuerwehrmann), 29 Hildegard Naumann (Sparkassenangest.), 30 Josef Götz (Bauhof), 31 Stephan Meier (Werksleiter), 32 Günther Wurm (Regionalgeschäftsf.), 33 Dr. Fabian Schröder (Facharzt Kieferorthopädie), 34 Florian Basel (Lehrer), 35 Gerald Bast (Techn. Angest.), 36 Kirill Spitz (Student), 37 Maximilian Gnus (Industriekaufm.), 38 Alexander Bögerl (Kfm. f. Spedition i.A.), 39 Dr. Wolfgang Bärtl (Facharzt Orthopädie), 40 Heidi Rackl (Bezirksrätin)

Auch der amtierende und bereits wieder nominierte Landrat Willibald Gailler und die Kreisvorsitzende Susanne Hierl sprachen Grußworte. Es sei heute nicht mehr selbstverständlich, dass sich Menschen für sechs Jahre ehrenamtlich auf etwas verpflichteten, sagte Letztere. Und sie sprach Marco Gmelch und seinem Team ein Lob für die viele Arbeit aus, die in dieser Liste stecke.

Bei der Nominierung der Neumarkter Stadtratskandidaten sprach die Kreisvorsitzende Susanne Hierl ein Grußwort.
Bei der Nominierung der Neumarkter Stadtratskandidaten sprach die Kreisvorsitzende Susanne Hierl ein Grußwort.

160 Gespräche hätten sie in den vergangenen Wochen und Monaten geführt, sagte Gmelch. Mit potenziellen Kandidaten, aber auch innerhalb der Ortsverbände. Entsprechend groß war die Zustimmung für die 40 Bewerber, über die im Ganzen abgestimmt wurde. Bei 77 von 80 abgegebenen Stimmen fiel das Votum mit 96,25 Prozent eindeutig aus. Als Ersatzkandidaten wurden die beiden Mitglieder der Jungen Union, Moritz Neumüller und Christina Wittmann, gewählt.

Alle Schichten vertreten

Die CSU zeigte sich an diesem Abend vor allem stolz darauf, dass sie Vertreter aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen für sich gewinnen konnte: Da ist die Chefärztin der Chirurgie am Klinikum, Prof. Dr. Bettina Rau, oder der Schulleiter des Beruflichen Schulzentrums, Albert Hierl.

Kommentar

Ein klarer Neuanfang

Erst der Verlust des Oberbürgermeister-Amts, dann der erfolglose Wahlkampf von Werner Thumann, anschließend der Coup von Albert Löhner, der Thumann mit...

Die stellvertretende Landrätin und Bezirksrätin Heidi Rackl nimmt den prominenten Platz 40 ein. Thomas Kosmehl ist bekannt als Vorsitzender des SV Pölling, Hans Hiereth ist Gastwirt in Woffenbach, Lukas Prüfling Geschäftsführer der Petry AG. Neben erfahrenen Stadträten wie Markus Ochsenkühn als Listenführer, Ferdinand Ernst, Lissy Walter, Elfriede Meier und Werner Thumann, sind auch ganz junge Bewerber dabei wie Anna Bärnreuther, Kirill Spitz sowie Alexander Bögerl. Marco Gmelch selbst kandidiert auf dem 2. Platz.

Sie interessieren sich für weitere aktuelle Nachrichten zum Thema Kommunalwahlen 2020? Lesen Sie dazu unser MZ-Spezial.

Weitere Nachrichten aus Neumarkt lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht