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Kommunalwahl

Daniel Rohde kandidiert in Breitenbrunn

Die CSU-Ortsverbände nominieren Daniel Rohde einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten in Breitenbrunn.
Von Markus Rath

Daniel Rohde geht für die CSU als Bürgermeisterkandidat für Breitenbrunn in die anstehende Kommunalwahl. Foto: Markus Rath
Daniel Rohde geht für die CSU als Bürgermeisterkandidat für Breitenbrunn in die anstehende Kommunalwahl. Foto: Markus Rath

Breitenbrunn.Mit einem einstimmigen Votum haben die CSU-Ortsverbände Kemnathen und Breitenbrunn Daniel Rohde zum Herausforderer von Bürgermeister Johann Lanzhammer (Freie Wähler) gekürt. Einer der ersten Gratulanten waren neben der CSU-Kreisvorsitzenden Susanne Hierl die beiden früheren Bürgermeister Josef Köstler und Josef Kellermann. Damit geht der 37-jährige Familienvater mit Rückenwind in den Wahlkampf. Zum Kandidaten vorgeschlagen hatte Rohde der Ortsvorsitzende von Breitenbrunn, Benedikt Habermann.

„Es braucht Mut und Ehrgeiz, um gegen den Amtsinhaber anzutreten“, lobte dieser den zu diesem Zeitpunkt noch designierten Kandidaten. In Breitenbrunn laufe vieles nicht wirklich schlecht, „aber wir können es besser machen. Deswegen müssen wir bei der Kommunalwahl versuchen, die Mehrheit im Marktrat zu erreichen und das Bürgermeisteramt zu erobern.“ Rohde habe sich in den vergangenen Jahren im Marktrat enorm engagiert und werde das auch weiterhin tun. Deshalb hoffte Habermann auch, dass alle Parteivertreter diesen Vorschlag unterstützen, „denn schaffen können wir das nur gemeinsam.“

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Großer Vertrauensbeweis

Bevor die Parteifreunde ihm diesen Vertrauensbeweis erteilten, trat Rohde dann selbst ans Rednerpult um sich und seine Ziele für Breitenbrunn vorzustellen. Es sei wichtig, sich aktiv in die Gemeinschaft einzubringen, um so etwas bewegen und verändern zu können. Deshalb wolle er nach sechs Jahren im Marktrat als Bürgermeisterkandidat an „vorderster Front die Geschicke und die Entwicklung der Gemeinde gestalten.“

Dazu will Rohde aktiv auf die Bürger und die Vereinsvertreter in Breitenbrunn zu gehen, um das Gespräch zu suchen und sich vorzustellen. Er wolle Wünsche und Anliegen erfahren, um auch in Zukunft ein aktives Vereinsleben zu gewährleisten. Rohde: „Ich halte es für besonders wichtig, dass wir die Vereine unterstützen und fördern, da diese durch ihre verschiedenen Aktivitäten eine nicht verzichtbare, wichtige Stütze unseres aktiven Marktes sind.“ In einem Appell forderte der CSU-Kandidat alle Bürger auf, mitzumachen, „weil nur gemeinsam etwas bewegt und verändert werden kann.“ Als Beispiel nannte er die Landwirte, die für die Gemeinde wichtige Partner seien, wenn es darum gehe, Flächen für Bauplätze und Gewerbegebiete auszuweisen. Beides sei für Breitenbrunn notwendig. Außerdem würde er sehr gerne eine große Anzahl Frauen auf der Kandidatenliste seiner Partei sehen.

Kreistagswahl

  • Listenplätze:

    Besprochen wurde die Auswahl der Kreistagskandidaten. Breitenbrunn erhält zwei Listenplätze. Diese waren bisher von den früheren Bürgermeistern Josef Köstler und Josef Kellermann besetzt worden.

  • Kandidaten:

    Kellermann machte deutlich, dass er noch einmal für den Kreistag antreten will. Da Köstler sich zurückzieht, soll Daniel Rohde den zweiten Platz erhalten.

Wie aktives Mitmachen aussehen kann, hat Rohde im vergangenen Jahr vorgelebt. Weil es an der Grundschule zu wenig Lehrer mit einer Befähigung für den Schwimmunterricht gibt, hat er selbst seinen Rettungsschwimmer in Silber, die notwendige Mindestvoraussetzung, erneuert, und so zusammen mit dem Lehrerkollegium von April bis Oktober den Unterricht für alle vier Klassen ermöglicht. „Die Freude und die strahlenden Gesichter der Kinder haben mir gezeigt, dass es richtig war, sich hierfür zu engagieren“, sagte er. Vor dem Hintergrund, dass immer weniger Kinder richtig Schwimmen können, wenn sie in die Schule kommen, hofft Rohde, dass dies auch im kommenden Schuljahr möglich sein wird.

Berchinger Wurzeln

Rohde ist seit 13 Jahren verheiratet, mit seiner Frau Kathrin hat er zwei Kinder im Alter von sieben und zwölf Jahren. Seine beruflichen Wurzeln liegen in der Nachbargemeinde Berching, wo er bei der Zimmerei Rupp eine Ausbildung absolviert hat. Nach dem Abschluss folgte der Besuch der Berufsoberschule und mit dem Einstieg in den Polizeidienst eine Neuorientierung. Nach der erfolgreichen Ausbildung in Eichstätt folgten Stationen bei der Bereitschaftspolizei in Nürnberg, den Inspektionen in Hilpoltstein und Neumarkt, ehe er zur Autobahnpolizei Parsberg kam, wo er seit 2013 seinen Dienst verrichtet.

Seine politisches Interesse entdeckte Rohde schon 2005 als er in die CSU eintrat und den Ortsverband Wattenberg führte, bis er 2009 nach Kemnathen wechselte.

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