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Fest

Darshofen feiert Jubiläum

Bischof Gregor Maria Hanke war beim Fest in Darshofen dabei. Seit 300 Jahren gibt es die Allerheiligen Kirche dort schon.
Von Günter Treiber

Pater Rainer Nagel (r.) und alle Darshofener fühlten sich geehrt, dass der Bischof nach Darshofen gekommen ist, um mit ihnen zu feiern. Foto: Günter Treiber
Pater Rainer Nagel (r.) und alle Darshofener fühlten sich geehrt, dass der Bischof nach Darshofen gekommen ist, um mit ihnen zu feiern. Foto: Günter Treiber

PARSBERG.Die fünf Darshofener Dorffest-Vereine Feuerwehr, OGV, Soldaten- und Kriegerkameradschaft, Burschenverein und das Dorfhausteam haben ein ansehnliches Festprogramm zusammen gestellt. So ging es von den feierlichen Anlässen der 300 Jahre Kirche am Nachmittag nahtlos in ein Dorffest überging. Hier eröffnete Bürgermeister Josef Bauer auch gleichzeitig den „Parsberger Herbst“.

Beim Gottesdienst, der dem Patrozinium Allerheiligen gewidmet war, sagte Bischof Gregor Maria Hanke, dass das Kirchenjubiläum eine Geschichte sei, die mit der Geschichte derer „von Parsberg“ in enger Verknüpfung stand. In Konzelebration mit Pater Rainer Nagel, dem ortsansässigen Pfarrer und Raimund Eglmeier, der aus Darshofen stammt, feierte Bischof Hanke mit der Thematik Glaube und Allerheiligen.

Zuvor richtete der Bischof ein Wort des Dankes an alle diejenigen, die sich jahraus jahrein um das schöne Gotteshaus verdient machen. Gedankt hat er auch denen, die das Gotteshaus nutzen und es mit Leben füllen. „Die Menschen hatten früher“, so der Bischof, „einen Sinn für die Gemeinschaft der Engel und der Gemeinschaft der Heiligen“.

Die Gemeinschaft der Heiligen

„Warum die früheren Darshofener gerade Allerheiligen als Patrozinium gewählt haben können eher Geschichtsforscher besser erklären als ich“, sagte der Bischof. Und dann setzt er mit einem Schuss Humor dazu: „Wahrscheinlich konnte man sich auf keinen besonders einigen, sondern nahm gleich alle.“

In der Gemeinschaft der Heiligen, also aller Heiligen, habe Gott die Heiligen als Wegbegleiter angeboten. Die kleine Gemeinschaft Darshofen habe also eine großen Schar als Wegbegleiter für ihr tägliches Leben, betonte Gregor Maria Hanke. Die Heiligen seien auch als Dolmetscher zu Gott zu gebrauchen.

Seit der Gründung des Gotteshauses seien viele Heilige in den Heiligenkalender der katholischen Kirche dazugekommen, erinnerte der Bischof, und sie alle seien heute Wegbegleiter.

Historie

  • 1480:

    Erstmals Pfarrer erwähnt

  • 1520:

    Bischof von Regensburg schenkt an Parsberger

  • 1592:

    Kirche wird neu gebaut

  • 1716:

    Kirche fällt ein

  • 1718:

    Neubau beginnt

  • 22. Oktober 1719:

    Kirche wurde geweiht

Mit Dankesworten beschloss Kirchenpfleger Josef Schmid den feierlichen Gottesdienst: „Wir freuen uns, dass Sie Herr Bischof mit uns dieses Jubiläum feiern.“

Als Christen in der Pfarrei lebe man den Glauben und sei stolz auf die Kirche.

Nahtlos ging es nach dem Kirchenzug zum Dorfhaus und dem anschließenden Eintrag ins Goldene Buch der Stadt. Danach startete die Feier auf dem Dorffest unter den Klängen der Musikformation „Zu4th“. Das Fest steht gleichzeitig als erster Eintrag im Flyer des Parsberger Herbst und wurde von Bürgermeister Josef Bauer eröffnet wurde. Dabei verwies er, an den Bischof gerichtet, dass man im Rahmen der Dorferneuerung schon noch an Kirche und Friedhof zu tun habe.

Großes Wissen bei Kindern

Die Erwachsenen interessierten sich am Nachmittag eher für die Kirchenführungen sowie für die Ausstellungen und das Heilige Grab, das ausnahmsweise im September aufgebaut wurde.

Gleichzeitig waren die Kinder fröhlich bei der Sache, wenn es bei der Kirchenrallye um viel Wissen rund um die Natur und die Kirche im Besonderen ging. Sie mussten Tierspuren erkennen und viele Fragen beantworten, um als Sieger nach Hause zu gehen.

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