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Region Neumarkt
Sonntag, 27. Mai 2018 28° 3

Zukunft

Das größte Projekt: Die Umfahrung

Bürgermeister Alexander Anetsberger spricht mit dem Tagblatt über die Projekte, die in diesem Jahr in Beilngries anstehen.
von Johann Grad

Bürgermeister Alexander Anetsberger blickte auf die Projekte des Jahres 2018. Foto: Grad

Beilngries.Manche Themen muss man im Auge behalten. Mehrere große Projekte werden begonnen oder weitergeführt, einiges kann abgeschlossen werden: Auch in diesem Jahr gibt es viel zu tun für Bürgermeister Alexander Anetsberger, den Stadtrat und die Verwaltung. Dies wurde in einem Gespräch mit dem Tagblatt klar.

Das größte Projekt sei die Ortsumfahrung, mit der im ersten Quartal begonnen werde, wenn es das Wetter zulässt. Der Bau der Straße sei vergeben und Anfang Februar wird dies bei der Brücke gemacht. Der erste Bauabschnitt koste rund 10 Millionen Euro inklusive einer Million Euro für Grundstückskosten und Planungsarbeiten. Die Straße koste 5,7 Millionen Euro, die Brücke mache bestimmt auch einen großen Posten aus, so Anetsberger. Dazu kämen noch die Lärmschutzwand und Kosten für den Naturschutz und wegen eventueller Bodendenkmäler. Die Arbeiten würden zwei Jahre dauern.

Nicht mehr erst in die Innenstadt

Die Umfahrung entlaste die Innenstadt und vor allem die Sandstraße, weil das Schulzentrum „von hinten“ angefahren werden könne, was auch für Betriebe gilt. Leute, die in diesem Stadtbereich wohnen und in Richtung Eichstätt oder Ingolstadt fahren, müssten nicht mehr erst in die Innenstadt.

Der Franziskuskindergarten soll bis Herbst fertig sein, das alte Gebäude wird entfernt. Foto: Grad

Der Neubau des Kindergartens St. Franziskus sei ein notwendiges Projekt, weil es immer mehr Kinder gebe. Er entstehe in Holzbauweise, so Anetsberger. Im Frühjahr solle mit dem Bau begonnen werden und der Kindergarten solle zu Beginn des Kindergartenjahrs 2018 fertig sein. Geplant seien dort sechs Kindergartengruppen und eine Gruppe für Kleinkinder. Die Kosten würden auf 5,1 Millionen Euro geschätzt – aber es gebe einen Zuschuss vom Staat. Gebaut werde auf Grund der Kirche, das Gebäude gehöre der Stadt, Träger sei wieder die Kirche.

Wie werden Kinder betreut?

Das bestehende Kindergartengebäude werde entfernt. Ob für die Zukunft die Plätze ausreichen, müsse genau beobachtet werden. Das gelte auch für die Grundschule, bei der baulich momentan nichts gemacht werden müsse. Dabei gehe es um die Frage der Betreuung nach dem Unterricht. Rektorin Monika Bäumler favorisiere eine gebundene Ganztagsbetreuung ab der ersten Klasse, während Bürgermeister Anetsberger und Eltern eher für eine offene Ganztagsbetreuung sind, weil sie für Kinder und Eltern flexibler ist. Derzeit seien 90 Kinder in der Mittagsbetreuung. In der Mittelschule werde die Sanierung fortgesetzt und soll 2019 fertig sein.

Ändern werde sich das Bauen in der Stadt. In der nächsten Stadtratssitzung gehe es um die Aufstellung eines einfachen Bebauungsplans, der einen großen Bereich der Stadt betreffe, so Anetsberger. Gleichzeitig trete eine Veränderungssperre in Kraft. Das heißt: Objekte ab fünf Wohnungen können nicht mehr genehmigt werden. Bisher seien Bauprojekte danach beurteilt worden, ob sie sich in die Umgebung einfügen. Nun gebe es eindeutige Regeln. Dieses Bauleitverfahren sei öffentlich, Fachbehörden und Bürger könnten Einwände vorbringen. Anetsberger sagte, er rechne mit einer Verfahrensdauer von zwei Jahren. Dann könne die Veränderungssperre wieder aufgehoben werden.

Beim Entwicklungskonzept für die Dörfer wird mit der Umsetzung begonnen. Foto: Grad

In diesem Jahr werde außerdem mit der Umsetzung des Gemeindeentwicklungskonzepts begonnen. Für alle Ortsteile seien 117 Maßnahmen aufgestellt. Einfaches soll sofort erledigt werden, um den Bürgern zu zeigen, dass Ernst gemacht werde. Große Projekte wie einfache oder umfassende Dorferneuerungen dauerten allerdings zehn bis 15 Jahre.

Die Gassen der Altstadt erhalten ein gut begehbares Pflaster und werden barrierefrei. Foto: Grad

Mit der Sanierung der Altstadtgassen werde ein Programm des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) angegangen. Die Wege würden barrierefrei, die Attraktivität steige, vielleicht würden Hauseigentümer zusätzlichen Wohnraum schaffen. Das Kopfsteinpflaster werde entfernt und das besser begehbare Betongestaltungspflaster verbaut. Bereits untersucht worden seien mit einer Kamera die Abwasserleitungen, die an die 40 Jahre alt sind: Hier müsse man handeln. Ob Glasfaserkabel verlegt werden, sei noch nicht klar, auf jeden Fall aber Leerrohre.

Weiter gehe es mit dem Breitbandausbau, der Ende 2019 abgeschlossen sein werde. Kümmern müsse man sich um die Leistungsfähigkeit der Abwasseranlage, um Überflutungen in der Altstadt bei Starkregen zu vermeiden. Auch für genügend altstadtnahe Parkplätze müsse gesorgt werden.

Zwei Jubiläen sorgen für etwas Abwechslung. Seit 15 Jahren besteht die Partnerschaft mit Garda: Man werde dort feiern und zum Volksfest komme eine Abordnung aus der Patenstadt. Im Mai geht es mit drei Bussen nach Burgeis, ein Gegenbesuch sei geplant.

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