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Kirche

Das ist Parsbergs neuer Pfarrer

Hans-Joachim Gonser wird neuer Pfarrer der ev.-luth. Gemeinde in Parsberg. Er hat einen bewegten Lebenslauf hinter sich.
Von Günter Treiber

Hans-Joachim Gonser wird neuer Pfarrer in der evangelisch-lutherischen Diaspora. Foto: Günter Treiber
Hans-Joachim Gonser wird neuer Pfarrer in der evangelisch-lutherischen Diaspora. Foto: Günter Treiber

Parsberg.Turnschuhe, abgetragene Jeans, offener Hemdkragen und eine Wuschelfrisur – das ist Hans-Joachim Gonser, neuer Pfarrer für die evangelisch-lutherische Diaspora Gemeinde Parsberg-Velburg-Seubersdorf-Hohenfels. Einer wie du und ich.

Wenn man sich mit dem „Neuen“, der hofft, mit Schulanfang starten zu können, unterhält, dann geschieht das auf Augenhöhe. Die Pfarrgemeinde bekommt mit Pfarrer Gonser einen Mann, der viel Erfahrung aus vielen Lebensbereichen mitbringt. Betrachtet man alleine seinen Lebenslauf aus Kinder- und Jugendtagen, beginnt schon das Staunen.

Auf die Frage des Tagblattes nach dem Geburtsort und wo er aufgewachsen sei, kommt die Antwort mit einem Lächeln: „Geboren in Rottweil am Neckar, aufgewachsen in Albstadt, Stuttgart, München, Bern (Schweiz), Hamburg und München.“ Sein Abitur hat er schließlich in Uetersen abgelegt, bevor er, wehrpflichtig, für 15 Monate zur Bundeswehr als Sanitäter in Itzehoe musste.

Pädagogik oder Theologie?

Während eines sogenannten Freiwilligen Sozialen Jahres hat sich Hans-Joachim Gonser überlegt, als Sohn einer Ärztin ein Studium als Sozialpädagoge anzugehen, denn einen Pfarrer wollte er absolut nicht machen. Aber, wie das Leben so spielt, sagte ihm eine Religionspädagogin mitten in seine Überlegungen darüber hinein, wie er seine weitere Ausbildung wohl gestalten sollte: „Studier du Theologie, du meinst es ehrlich“.

Zur Person

  • Alter:

    Hans-Joachim Gonser ist 51 Jahre alt.

  • Aufgewachsen in:

    Er wuchs an vielen verschiedenen Orten auf: Albstadt, Stuttgart, München, Bern, Hamburg und Nürnberg.

  • Abitur in:

    Uetersen

  • Studium in:

    Tübingen, Neuendettelsau und Dubuque (Iowa/USA).

  • Beruf:

    Vikar in Erlangen, Militärseelsorger in Straubing, Bogen; Standortpfarrer in Regen und Bogen.

  • Pfarrer:

    Seit März 2018 ist er Pfarrer in Augsburg. (pgt)

„Da hab’ ich mich halt gefügt“, sagt er heute, wieder mit einem Schmunzeln. Es folgte ein Theologiestudium in Tübingen, Neuendettelsau und Dubuque in Iowa (USA). Seine Stationen danach ergeben wieder eine ganze Reihe von Einsatzorten. Seine Vikar-Stelle bekam Pfarrer Gonser in Erlangen. Es folgten lange Jahre als Militärpfarrer bei der Bundeswehr in Straubing, Speichersdorf und Bogen sowie als Standortpfarrer in Regensburg und Bogen und im Nebenamt als Pfarrer in Neunburg vorm Wald, bis er 2018 als Aushilfe in Augsburg landete.

„Dieser Beruf ist wunderschön, aber manchmal furchtbar, weil manchmal das Leben nicht schön ist“, sagt Gonser. Der heute 51-Jährige war nach den langen Jahren als Militärpfarrer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und so kam ihm die Ausschreibung der vakanten Pfarrstelle gerade recht. Sie entsprach genau seinen Wünschen, denn, wie er recherchiert habe, sei Parsberg die einzige Pfarrei in Bayern, die trotz zahlreicher Kirchenaustritte im Wachsen begriffen sei. „Das klingt nach Lob für die Stadt Parsberg“, so das Tagblatt. „Ja, so ist es auch, denn Parsberg ist auf allen Ebenen stark im Wachsen begriffen.“

Wunsch nach Veränderung

Er hat bereits Ideen, wie er sein Amt in Parsberg angehen möchte. So habe er nach seiner Vorstellung bei Dekanin Christiane Murner und dem Parsberger Kirchenvorstand festgestellt, dass hier ein großer Wunsch nach Veränderungen bestehe. „Ich möchte zunächst feststellen, was wer und wie geändert haben möchte.“ Dann könne man gemeinsam eruieren, was man machen kann, was der Gemeinde guttut. „Wir müssen wegkommen von alten Konzepten“, stellt Pfarrer Gonser weiter heraus, „wir müssen Neues säen und Gott lässt es dann wachsen.“

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