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politik

Das Thema Scherer blieb tabu

In der Gemeinderatssitzung in Deining wurde kein Wort über das Ausscheiden des Bürgermeisters zum 30. April 2020 gesprochen.
Von Andreas Friedl

In Unterbuchfeld wurden in der Ortsdurchfahrt Leerrohre für das Glasfaserkabel verlegt.  Foto: Andreas Friedl
In Unterbuchfeld wurden in der Ortsdurchfahrt Leerrohre für das Glasfaserkabel verlegt. Foto: Andreas Friedl

Deining.Ohne dass in der öffentlichen Sitzung ein Wort über den Rückzug von Bürgermeister Alois Scherer zum Ende der Legislaturperiode, am 30. April des kommenden Jahres, gesprochen wurde – ob von ihm selbst oder auf Nachfrage durch einen der Gemeinderäte –, ging am Dienstagabend die Gemeinderatssitzung über die Bühne.

Erster Tagesordnungspunkt auf der doch kurzen Agenda war eine Information mit anschließender Abstimmung über die Ausnutzung der Volksfestbuslinien aus der Gemeinde Deining nach Neumarkt. So nahmen nach Auskunft von Bürgermeister Scherer insgesamt 738 Personen bei 42 Fahrten dieses Angebot an. „Bei einem Fahrpreis von 2,50 Euro für die Einfahrt Fahrt bezuschusst die Gemeinde die Volksfestlinie mit circa 2150 Euro“, sagte Scherer seinen Räten. Daneben wurden im Rahmen des Kinderferienprogramms bei drei Hin- und Rückfahrten etwa 135 Kinder kostenlos befördert. Einstimmig war dann der Gemeinderat der Meinung, dass diese Maßnahmen auch im kommenden Jahr durchgeführt werden sollten.

Detailliert zeigte der Rathauschef die vom Landschaftpflegeverband im Jahr 2019 bereits durchgeführten oder noch anstehenden Landschaftspflegemaßnahmen im Bereich der Gemeinde auf. So wurden oder werden im Bereich der Orte Unterbuchfeld, Waltersberg und Mittersthal auf privaten oder gemeindeeigenen Flächen verschiedene Maßnahmen, ob zum Beispiel eine sogenannte „Pflegemahd“ oder Rückschnitt von Stockaustrieben durchgeführt. Im Rahmen dieser Projekte möchte der Verein für Gartenbau und Landespflege Leutenbach zehn Obstbäume auf eine Streuobstwiese anpflanzen. Der finanzielle Beitrag, den die Gemeinde zu allen Maßnahmen leiste, betrage dabei 4612 Euro. Einig waren sich alle Gemeinderäte, dass dieses Projekt auch 2020 weitergeführt werden soll.

Ausführlich erklärte Scherer dem Gemeinderat ein weiteres Vorhaben im Gemeindebereich Velburg, konkret im „Zieger“, das direkt an das Gemeindegebiet Deining angrenzt. Hier sollen zwei bestehende Windenergieanlagen (WEA) die eine Gesamthöhe von 179 Meter haben, zurückgebaut und durch zwei neue WEA ersetzt werden, die 20 Meter höher als die abzubauenden seien, so Scherer. Da hier aber die sogenannte „10-H-Abstandsregelung“ beim Deininger Ortsteil Waltershof nicht ganz eingehalten werden könne, kam aus den Reihen der Sozialdemokraten der Vorschlag, dass man die Bürger aus Waltershof zumindest darüber informieren sollte. Bei einer Gegenstimme gab hier der Gemeinderat „Grünes Licht“ für das Vorhaben, das im Rahmen des Beteiligungsverfahrens von der Gemeinde Deining abgehandelt werden musste.

Im Zuge der Straßensanierung der Staatsstraße 2220 in Unterbuchfeld wurden vorsorglich Leerrohre für die Glasfaserkabelversorgung in den Untergrund mit eingebaut. Weiter mussten Wasserleitungsschieber und Kanalschächte der Straße angepasst werden. Diese drei Maßnahmen machen nun das Projekt um 30 000 Euro teurer. Der Gemeinderat stimmte zu.

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