mz_logo

Region Neumarkt
Dienstag, 25. September 2018 14° 1

Spass

Degerndorf: Ein Sautrogrennen mit Tücken

Mehrere Tröge liefen schon kurz nach dem Start auf Grund. Doch für Mari und Raffi war die Sandbank kein Problem.
Von Christiane Vatter-Wittl

Die zahlreichen Zuschauer hatten beim Sautrogrennen viel zu lachen. Foto: Vatter-Wittl
Die zahlreichen Zuschauer hatten beim Sautrogrennen viel zu lachen. Foto: Vatter-Wittl

Degerndorf. Was in Bad Kötzting der Pfingstritt oder in Regensburg die Dult, das ist in Degerndorf das Pfingstfest mit dem legendären Sautrogrennen: nämlich ein Besuchermagnet. Hunderte Schaulustige pilgerten am Pfingstsonntag in das Örtchen an der Schwarzen Laber, um sich schadenfroh vor Lachen den Bauch zu halten.

Das ist durchaus erlaubt und zwingend notwendig. Unerschrocken stürzen sich die Teilnehmer des Sautrogrennens in die Fluten der Laber. Das Wetter spielte gut mit. Doch führte die Laber nicht allzu viel Wasser und der Bewuchs von Wasserpflanzen war umso größer. So stellte die Brücke in diesem Jahr weniger ein Hindernis dar, da man leicht darunter hindurch kam. Verhängnisvoller war da eine Sandbank kurz nach dem Start, auf der mehrere Sautröge auf Grund liefen und festhingen.

Aber zurück zum Anfang. 13 Paarungen hatten sich zum traditionellen Sautrogrennen angemeldet, so dass man mit vier Vorläufen starten konnte. Bereits vor dem zu Wasser lassen, wurden die Sautröge von den Fans und Experten inspiziert. Ob die Badewanne, die als Titanic getarnt war, ein schnelleres Gefährt sein würde, als der mit viel Plastik ummantelte echte Sautrog? Sorgt der am Bug montierte Saukopf letzten Endes für die entscheidenden Zentimeter Vorsprung im Ziel? Auch die Kostüme der Teilnehmer wurden begutachtet. Tauchte doch plötzlich Spiderman neben Bierkinis und Lederhosen auf.

Nach der Auslosung, die jedes Jahr nach dem Zufallsprinzip stattfindet, traten im ersten Vorlauf die Titanic, die Lokalmatadore Gebrüder Taqui gegen die Nesselbauern und die Jungs Mari und Raffi an. Nach einem fulminanten Fehlstart der Gebrüder Taqui wurde noch einmal zurückgerudert. Schließlich lieferten sich alle vier Teams ein enges Kopf an Kopf Rennen, zumindest auf den ersten zehn Metern. Dann lief die Titanic auf Grund und konnte den Vorsprung der anderen lange nicht aufholen. Sie wurde sogar von den Teams des zweiten Vorlaufs überholt, denn aufgeben kommt nicht in Frage, schließlich ist es eine Frage der Ehre, ans Ziel zu kommen.

Die Wasserwacht Parsberg setzte sich gegen die unbesiegbare SV Lupburg und die KLJB Lupburg durch. Zwar holte die SVL einen Vorsprung heraus, musste sich aber gegen die Wasserwacht mit ihrem bewährten Trog Marianne II geschlagen geben. Im dritten Vorlauf traten die Wasserbüffel aus Rasch, die sich ein Jahr vorbereitet hatten, gegen die Mädels „ExoderKirwaSee“ und die Somali Piraten an. Die Piraten waren sogar mit Wasserpistolen bewaffnet, um die Zuschauer abzukühlen. Doch die Mädels aus See legten einen tollen Start und eine rasante Geschwindigkeit hin. Sie hatten die bessere Technik. Die Piraten soffen gleich am Start ab und blieben an der Sandbank hängen, so dass sie sich schnell geschlagen geben mussten. Nach der Brücke kenterten die Piraten, hielten aber tapfer bis ins Ziel durch.

Im letzten Vorlauf traten der Freibiertrog gegen die Bieraten und FCB-Der Untergang an. Der FCB-Trog fuhr so, wie die Bayerns tags zuvor gespielt hatten. Doch auch die Bieraten und der Freibiertrog hatten massive Probleme. Das Finale bestritten schließlich die Teams FCB-Der Untergang (sie holten den vierten Platz), die Wasserwacht Parsberg (sie wurden dritter), die Mädels von „ExoderKirwaSee“ (sie wurden zweiter) und die Jungs Mari und Raffi, die verdient gewannen. Auch wenn man bei der Auswertung ein Fotofinish brauchte, so eng war der Zieleinlauf. Alles in allem wieder eine riesen Gaudi und ein tolles Pfingstfest.

Weitere Nachrichten aus Neumarkt und der Region lesen Sie hier.

Schafkopfturnier

  • Beim Pfingstfest

    wird traditionell ein Schafkopfrennen ausgetragen. 23 Partien wurden gespielt.

  • Michael Eglmeier

    aus Klapfenberg sicherte sich mit 132 Punkten den ersten Platz und somit eine Reise nach Berlin, die die CSU sponserte. Heinz Kreger belegte den zweiten und Josef Moser den dritten Platz.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht