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Rückzug

Deinings Bürgermeister Scherer tritt ab

Alois Scherer möchte bei der Kommunalwahl im März nicht mehr antreten. Jetzt wird über seine Nachfolge diskutiert.
Von Benjamin Weigl

2020 möchte Alois Scherer seinen Stuhl im Rathaus abgeben. Foto: Regnet
2020 möchte Alois Scherer seinen Stuhl im Rathaus abgeben. Foto: Regnet

Deining.Bürgermeister Alois Scherer (CSU) wird zur nächsten Kommunalwahl sein Amt niederlegen. Diese Entscheidung gab der Deininger Bürgermeister am Dienstagabend unmittelbar vor der Gemeinderatssitzung mit diesen Worten bekannt. „Ab dem 1. Mai 2020 wird es in Deining einen Bürgermeister geben, der nicht Alois Scherer heißt.“ Er sagte außerdem, dass es seiner Gemeinde gut tun werde, wenn sie sich nach einem Vierteljahrhundert neue Gedanken machen könne.

Wer letztendlich für die CSU als Scherers Nachfolger ins Rennen um den Rathaussessel geht, steht bislang noch nicht fest. Am kommenden Freitag soll im Gasthaus „Zum Hahnenwirt“ eine CSU-Veranstaltung stattfinden. Mutmaßlich wird dieses Thema dort ganz weit oben auf der Prioritätenliste stehen.

Scherer machte sich für neues Bauland in Deining stark

Mit zwei Dutzend Jahren im Amt wird Scherer 2020 als einer der dienstältesten Bürgermeister im Landkreis Neumarkt abtreten. 1996 wurde er mit 57 Prozent der Stimmen erstmals zum Gemeindeoberhaupt gewählt. Es folgten zwei weitere Wahlsiege 2002 und 2008. Bei der letzten Kommunalwahl vor fünf Jahren setzte sich Scherer mit 54,7 Prozent gegen Axel Nährig (SPD) durch. Als Grund für seinen Rückzug gab der 59-Jährige an, dass die Bürger in Deining nicht sein Verschwinden aus der Politik herbeisehnen sollen, sondern lieber sagen sollen: „Schade, dass der Scherer aufhört.“ Deswegen wollte er selbst diesen Schritt machen. Außerdem sei für ihn schon immer klar gewesen, dass er nach 24 Jahren das Amt abgeben möchte.

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Bürgermeister Alois Scherer hat in seinem Amt ein Ziel vor Augen: die Lebensqualität seiner Gemeinde weiter voranzubringen.

Der 1960 im Dorf Rothenfels im Deininger Gemeindegebiet geborene Scherer lebt bis heute hier. Mit 20 Jahren wurde er Mitglied der CSU Oberbuchfeld, vier Jahre später kandidierte er erstmals für den Gemeinderat – damals noch ohne Erfolg. Als Versicherungsfachwirt machte Scherer in München Karriere. Bei der Wahl 1990 zog er schließlich in den Deininger Gemeinderat ein. Damit nahm auch Scherers politische Karriere Fahrt auf.

Nun wird sich der 59-Jährige aus seinem Amt zurückziehen. Er wurde vor allem als ein Bürgermeister bekannt, der sich für neues Bauland in Deining einsetzte. Bei seinem Amtsantritt 1996 lebten hier etwa 3800 Menschen. Mittlerweile ist die Bevölkerung Deinings auf 4658 im Jahr 2017 angewachsen.

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