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Gemeinderat

Deinings Räte diskutieren über Container

Um Wohnungssuchenden eine Bleibe zu schaffen, überlegte sich die Gemeinde eine Lösung, die aber nicht allen gefiel.
Von Andreas Friedl

Unmittelbar nach dem Tor ist der Stellplatz für den Wohncontainer vorgesehen. Foto: Friedl
Unmittelbar nach dem Tor ist der Stellplatz für den Wohncontainer vorgesehen. Foto: Friedl

Deining.Umfangreichster Tagesordnungspunkt der Gemeinderatssitzung am Dienstag war der von erstem Bürgermeister Alois Scherer und der Verwaltung eingebrachte Vorschlag, dass auf dem Gelände des Bauhofs ein, beziehungsweise zwei, Wohncontainer für obdachlose Personen aufgestellt werden sollen.

Wie Scherer hierzu anführte, komme es auch im ländlichen Bereich immer wieder vor, dass Personen von der Obdachlosigkeit bedroht seien. Die Gemeinde sei als Sicherheitsbehörde verpflichtet eine Unterkunft bereitzustellen, bis der Betroffene in eine eigene Wohnung ziehen kann. Bisher wurde dies durch das Anmieten von Zimmern in Pensionen oder durch die Anmietung von Wohnung teuer gelöst. In anderen, auch benachbarten Gemeinden, wurde dieses Problem durch Wohncontainer an Standorten wie beispielsweise an Wasserwerken, Kläranlagen oder Bauhof gelöst. Laut Bürgermeister Scherer biete sich in Deining ein Platz im Bereich der bisherigen Bauhofzufahrt an, der zudem zur Straße hin eine Lärmschutzwand habe. „Wir müssen auch den Schwächsten in unserer Gesellschaft helfen, denn nicht alle stehen auf der Sonnenseite“, so der Gemeindechef.

Etwa 14 000 Euro Kosten

Die Kosten für einen neuen Wohncontainer, ausgestattet mit Sanitäranlagen, würden sich auf etwa 14 000 Euro belaufen. Ein gebrauchter Container koste etwa 10 000 Euro. Wenn man die einmaligen Kosten für Wasser-, Abwasser- und Stromzuführung noch berücksichtige, komme man, so Scherer, auf etwa 30 000 Euro. Diese Kosten stießen dann, vor allem den Mitglieder der SPD-Fraktion, auf, wie beispielsweise Gaby Feierler-Egner: „Ich halte nichts davon. Mit dem Geld könnten wir Jemanden einmieten.“
Dem entgegnete Bürgermeister Scherer: „Das Problem ist es, eine dementsprechende Wohnung zu bekommen.“ Hinsichtlich der Anmietung in einer Pension ließ der Rathauschef wissen, dass diese Personen, die wegen Obdachlosigkeit hier untergebracht seien, von Pensionsinhabern wegen ihres ständigen Aufenthalts nicht gerne gesehen würden. Weitere Einwendungen kamen von den Gemeinderäten Josef Weidinger, Matthias Seger, sowie von Werner Keckl der unter anderem sagte: „Die Idee, sprich Unterbringung, ist zwar richtig, aber andere Lösungen wären besser.“ Vier Mitglieder des Gremiums, allesamt aus den Reihen der SPD, stimmten schließlich dagegen.

Hier finden Sie weitere Informationen:

Ein für die Gemeinde Deining erfreulicher Zukunftsaspekt, der aber vorerst das Gemeindesäckel, im Gegensatz zu anderen Projekten, auch nur leicht in Anspruch nimmt, ist der „Zuwachs“ im Kindergarten St. Josef und die damit verbundenen Aufwendungen. „Aufgrund der Anmeldezahlen für das Kindergartenjahr 2018/2019 wird in der Kindertagesstätte St. Josef eine weitere Gruppe benötigt. Baulich haben wir in dieser Sache schon vorgesorgt“, so Scherer in seiner Einleitung zu diesem Tagesordnungspunkt.

Aufteilung wurde geändert

Wie er weiter erklärte, werde diese neue Gruppe, die maximal 25 Kinder umfassen darf und von drei qualifizierten Mitarbeiterinnen betreut wird, aus älteren Krippenkindern und jüngeren Kindergartenkindern bestehen. Einig war sich das Gremium, dass der Bedarf von der Gemeinde offiziell anerkannt wird und beim Landratsamt die Erlaubnis zur Erweiterung der Kapazität beantragt werden soll. Wie Bürgermeister Scherer anfügte, seien dann insgesamt zehn Gruppen im Kindergarten untergebracht.

Danach ging es noch um das Gewerbegebiet Tauernfeld, wo es eine neue Wegeplanung gab. Lediglich von der Kreisbrandinspektion seien hierbei einige Anmerkungen, wie beispielsweise Löschwasservorhaltung, gekommen. Dieses Problem sei gelöst.

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