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Mittwoch, 26. September 2018 14° 1

Stellungnahme

Delacroix spricht sich für Fusion aus

Die zweite Berchinger Bürgermeisterin reagiert auf Josef Neumeyers Kritik am Zusammenschluss der Raiffeisenbanken.

Die Raiffeisenbank in Freystadt
              Foto: Archiv Regnet
Die Raiffeisenbank in Freystadt Foto: Archiv Regnet

Berching.Die Stellungnahme des Kreisvorsitzenden der ÖDP und Berchinger Stadtrat Josef Neumeyer zur geplanten Fusion der Raiffeisenbank Berching-Freystadt-Mühlhausen und Rothsee ( Hilpoltstein-Heideck) kommentiert die zweite Bürgermeisterin und CSU-Stadträtin ihrerseits. Neumeyer hatte die Fusion der beiden Geldinstitute vehement kritisiert.

„Ich frage mich, wie Herr Neumeyer heute beurteilen kann, dass sich die Leistungen und der Service der Raiffeisenbank in Zukunft verschlechtern werden. Solche Zukunftsprognosen auszusprechen ist schon sehr gewagt“, schreibt Delacroix.

Das Personal in Berching ist laut Delacroix seit Jahren konstant und den Bürgern gut vertraut. Zweifelsohne stehen gerade die Banken mit einem ausgedehnten Filialnetz vor großen Herausforderungen. Es stelle sich die Frage, wie lange einzelne Banken noch existieren können. Sie müssten denn Spagat zwischen Präsenz vor Ort und den Anforderungen an einen modernen, digitalen Finanzdienstleister stemmen. „Die jungen Kunden erwarten von ihrer Bank einen Service rund um die Uhr, den sie auch von ihren Internetanbietern kennen. Die ältere Kundschaft möchte den Berater und Service vor Ort nicht missen. Gleichzeitig verursachen die Bankenaufsicht und der Verbraucherschutz immer mehr Bürokratie. Das führt zu immensen Kosten und bindet viel Personal“, zeigt Delacroix Verständnis für die Belange der Raiffeisenbank. Genossenschaftsbanken auf Aktienbasis würden auch das Risiko des Verlustes bergen. Aktienkapital sei ebenso Verfügungsmasse.

Sie stellt die Frage, in welchen Banken Vorstände und Aufsichtsräte kostenfrei arbeiten würden.

Als langjährige Kundin der Raiffeisenbank in Berching und oftmals in Vertretung der Stadt Berching besuche sie regelmäßig die Generalversammlungen der Raiffeisenbank Berching-Freystadt-Mühlhausen. Dabei verfolge sie aufmerksam die Ausführungen von Vorstand, Aufsichtsrat und den Vertretern des gesetzlichen Prüfungsverbands. „Ich maße mir nicht an, eine Bankbilanz bis ins Detail lesen zu können. Auch habe ich keinen Einblick in die Prüfungsberichte der Verbände oder die Schreiben der Finanzdienstleistungsaufsicht. Ich bin aber zutiefst überzeugt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Raiffeisenbank Berching-Freystadt-Mühlhausen sowie deren Vorstand und Aufsichtsrat ehrlich zu ihren Kunden sind.“

Sie vertraue darauf und glaube, dass alles versucht werde, den Kundenwünschen möglichst gerecht zu werden, auch wenn vielleicht nicht alles zu hundert Prozent klappe. Sie könne daher die Argumente nachvollziehen, die gerade von kleineren Banken in Richtung Fusion genannt werden. Hier werde mit Weitsicht agiert, um für die Kunden auf Dauer eine leistungsfähige Bank vor Ort zu erhalten und nicht das Schicksal zu erleiden, das viele kleine Läden, Wirtshäuser und Dienstleister auf dem Land ereilt hat. „Deshalb bin ich für eine starke Regionalbank, die ihre Wurzeln in unserem ländlichen Raum hat und sich redlich bemüht, erfolgreich zu bleiben. Ich hoffe als Mitglied auf viel Einsicht bei den anderen Mitgliedern und das Gelingen der Fusion, damit der gute Service erhalten bleibt.“

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