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Kooperation

Den Wald-Wild-Preis verliehen

Waldbesitzer und Jäger verfolgen oft verschiedene Ziele. Mit der Auszeichnung wird die Zusammenarbeit in Mühlhausen belohnt.

In Mühlhausen erhielten Waldbesitzer und Jäger den Preis überreicht.Foto: Lorenz Märtl
In Mühlhausen erhielten Waldbesitzer und Jäger den Preis überreicht.Foto: Lorenz Märtl

Mühlhausen.Der Wald ist in aller Munde, als Klimaretter aber gleichzeitig auch als Patient. Damit er wieder gesundet und seiner Bedeutung auch in Zukunft gerecht wird, führt am Waldumbau kein Weg vorbei. Waldbesitzer und Jäger müssen gemeinsam nach Lösungen suchen, „denn Wald und Wild kann man nicht trennen“, sagte Forstdirektor Harald Gebhardt, Behördenleiter des AELF Neumarkt, bei der Verleihung des Wald-Wild-Preises beim Brunnerwirt in Mühlhausen. Wie ein solches Zusammenwirken aussieht und welche Ergebnisse innerhalb kürzester Zeit sichtbar werden, zeigen die Beispiele der diesjährigen Preisträger.

Bereits zum dritten Mal wird dieser Wald-Wild-Preis ausgelobt, der auf eine gemeinsame Initiative von BBV, der AG der Jagdgenossenschaften im BBV, den Waldbesitzervereinigungen Parsberg und Berching-Neumarkt, den verschiedenen Jägergruppen, AELF und Landratsamt zurück geht.

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1300 Waldbesitzer helfen mit

Sowohl Harald Gebhardt als auch Landrat Willibald Gailler verwiesen auf die rund 13000 Waldbesitzer, die durch Pflege und Nutzung zur Vielfalt zum positiven Erscheinungsbild des Landkreises beitragen. Sie machten auch deutlich, dass über die Eigentümer hinaus die gesamte Gesellschaft von stabilen und in jeder Hinsicht leistungsfähigen Wäldern durch saubere Luft und Trinkwasser, regionale Rohstoffe, Boden-, Erosions- und Klimaschutz profitiere. Auf Dauer sei dies nur durch gemischte Waldbestände aus den jeweiligen Standorten angepassten Baumarten zu garantieren. Zudem wären solche Bestände weitaus weniger anfällig für Risiken durch Insektenbefall, Pilzerkrankungen und Wetterextremen oder durch die Veränderung der klimatischen Rahmenbedingungen.

Die Gewinner

  • Erster Preis:

    Der erste Preis ging an das Jagdrevier Holnstein, vertreten durch Jagdvorsteher Herbert Fuchs und Jagdpächter Franz Meier.

  • Weiterer Preis:

    Der zweite Preis ging an den Jagdbogen Engelsberg III, vertreten durch Jagdvorsteher Edi Geitner und Jagdpächter Josef Kirsch. Der dritte. Preisträger ist das Jagdrevier Hörmannsdorf. Im Vorjahr gewann Oberölsbach.

Der gut überlegten Verjüngung der Bestände komme daher eine wesentliche Bedeutung zu, wobei vor allem die Naturverjüngung viele Vorteile biete. Als einen wichtigen und entscheidenden Faktor nannte Gebhardt das Jagmanagement, „denn Wälder sind auch Lebensraum für viele Tierarten.“

In der von Menschen geprägten Kulturlandschaft könne nur die Jagd das Gleichgewicht zwischen Wildtierpopulationen und Lebensräumen gewährleisten. Deswegen wären eine enge Zusammenarbeit und permanenter konstruktiver Austausch zwischen Eigentümern, Flächennutzern und den jagdlichen Verantwortlichen wichtig. Gebhardt: „Nur wenn die Zielsetzung und die Bedürfnisse der Beteiligten bekannt und klar abgesprochen sind, können sie auch Berücksichtigung in forstlichen und jagdlichen Maßnahmen finden.“

Deswegen sollten die diesjährigen Preisträger, in deren Jagdrevieren eine solche Zusammenarbeit Realität ist und die dort wichtigen und in ausreichendem Umfang vorhandenen Baumarten ohne besondere Schutzmaßnahmen verjüngt werden, Vorbild für andere sein.

Schirmherr ist Albert Füracker

Die Preisverteilung übernahm dann der diesjährige Schirmherr, Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, der von einer „wunderbaren Aktion“ sprach, die Motivation für andere sein müsse. Nur gemeinsam könnten Waldbesitzer und Jäger eine ausgewogene Symbiose von Wald und Wild gewährleisten.

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