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Landesliga Mitte

Der ASV Neumarkt will den Erfolg

Nach dem Sieg in Ettmannsdorf will die Thier-Truppe auch gegen den TSV Bad Kötzting punkten. Mehrere Ziele werden angepeilt.
Von Hans Gleisenberg

Keeper Nico Herzig war in Ettmannsdorf der Matchwinner. Foto: Hans Gleisenberg
Keeper Nico Herzig war in Ettmannsdorf der Matchwinner. Foto: Hans Gleisenberg

NEUMARKT.Der Stein, der der Mannschaft, dem Trainer und dem Betreuerstab sowie den zahlreich mitgereisten Fans, nach dem Spielende vom Herzen fiel, war deutlich zu hören. Mit dem 2:1-Sieg, dem ersten Auswärtserfolg nach knapp einem Jahr, ist so dem Team auch ein kleiner Befreiungsschlag gelungen, denn der totale Fehlstart wurde verhindert. So herrschte am Mittwoch nach 94. Minuten kollektiver Jubel und Abklatschen auch außerhalb des Spielfeldes.

Doch Trainer Benedikt Thier hat hier schon am nächsten Tag regulierend eingegriffen und trotz aller Freude Bodenhaftung angemahnt, denn die heutige Aufgabe, 16 Uhr am Deininger Weg, gegen den 1.FC Bad Kötzting, wird der jungen Truppe wieder alles abverlangen. In Ettmannsdorf war, wie auch der Neumarkter Chefcoach einräumte, etwas glücklich, weil die Heimelf eine Mehrzahl an Einschussmöglichkeiten hatte, doch wurden Einstellung. Einsatz und Leidenschaft letztendlich belohnt. Mit neun Mann in den letzten Minuten, es gab zwei Ampelkarten, war das gar nicht so einfach, doch ein in Glanzform auftretender Nico Herzig hielt den Sieg fest.

Steigerung zum Auftakt

Dass das eine deutliche Steigerung im Gegensatz zum Auftaktspiel war, ist sicherlich keinem entgangen, doch wie auch Thier im Gespräch mit dem Tagblatt sagte, ist noch einiges mehr möglich, aber man müsse dem jungen Team auch die Chance geben, sich kontinuierlich weiter zu entwickeln und fordert deshalb von allen Beteiligten Geduld ein. Am heutigen Samstag hat der Neumarkter Übungsleiter eine weitere Option für das Team zur Verfügung, denn Abwehrrecke Leon Schoen hat sein Rot-Sperre abgesessen und steht wieder zur Verfügung.

Allerdings wird er zunächst auf der Bank Platz nehmen, denn das Trainerteam hat der Fußballweisheit „ändere nie ein siegreiches Team“ Priorität eingeräumt. Thier, der in dieser englischen Woche natürlich das Trainingspensum reduziert hat, um Kraft zu spare, sagte, dass er beim Team auch eingefordert habe, mutig zu sein. Hier sei sein Glücksgriff mit der Einwechslung des blutjungen, erst 18-jährigen Raphael Heimisch genannt, der sich ein Herz nahm und mit einem Traumschuss aus 25 Metern traf. Dass der unbedingte Wille bei allen vorhanden ist, ist klar, doch besonders Mannschaftskapitän Jonas Marx hebt sich hier von seinen Mannschaftskameraden in Sachen Leidenschaft gegen sich selbst aber auch gegenüber den Schiedsrichtern und den Gegenspielern deutlich ab.

Wenn er auch nur den Hauch einer Ungerechtigkeit gegenüber seiner Mannschaft spürt, bringt er das auch deutlich zum Ausdruck, doch sollte er hier schon mit Maß und Ziel vorgehen, da die Referees ja bekanntlich bei Schelte besonders empfindlich reagieren. So heißt es am heutigen Samstag bei allem Einsatz, auch „ruhig Blut“, denn bekanntlich wird Fußball nicht nur mit den Füßen gespielt und ein zündender Funke aus dem Oberstübchen hat schon zu manchem Erfolgserlebnis beigetragen.

Was ist zum Gegner vom „Hohen Bogen“ zu sagen? Die Mannschaft gehörte in der letzten Saison der Landesliga Mitte zu den Spitzenteams, doch standen hier der ASV Cham und der SV Donaustauf bei den Aufstiegsbemühungen im Weg.

Frauenquote bei Schiris

Da nun keine Mannschaft in der Liga ist, die man unbedingt als Meisterschaftsfavoriten ausmachen kann, rechnen sich die Kötztinger schon eine Chance aus. Das Team verfügt über eine gesunde Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. Wo Torwarthüne Ladislav Chaba nicht nur mit seinen 1,98 Metern Gardemaß, sondern auch mit 36 Lebenjahren herausragt. Nach vorne sorgte in der letzten Saison vor allem Michael Faber für Gefahr und ihm muss sicherlich das besondere Augenmerk der ASV Abwehr gelten.

Dafür dass alles mit rechten Dingen zugeht, ist die junge Barbara Karmann aus Neuburg/Donau als Schiedsrichterin eingeteilt und mit Lena Höcke ist die Frauenquote bei nur einem Mann, nämlich Luca Ried, mehr als erfüllt, sagen die Beobachter der Szene.

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