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Weihnachten

Der Velburger Nikolaus geht in Rente

Rudolf Götz und Hans Söllner hatten heuer ihren letzten gemeinsamen Auftritt beim Velburger Weihnachtsmarkt.
Von Wolfgang Schön

Das Gespann Nikolaus (Rudolf Götz) und Knecht Rupprecht (Hans Söllner) im Motorrad-Beiwagen wird es zukünftig nicht mehr beim Velburger Weihnachtsmarkt geben. Foto: Wolfgang Schön
Das Gespann Nikolaus (Rudolf Götz) und Knecht Rupprecht (Hans Söllner) im Motorrad-Beiwagen wird es zukünftig nicht mehr beim Velburger Weihnachtsmarkt geben. Foto: Wolfgang Schön

Velburg.Bürgermeister Bernhard Kraus nannte rückblickend die gemeinsamen Auftritte des Velburger Christkind mit seinen drei Englein und des Nikolaus zusammen mit seinem Knecht Rupprecht beim Velburger Weihnachtsmarkt „Sternstunden für Velburg“.

Allein das Ankommen des Velburger Nikolaus, der im Motorrad-Beiwagen seines Knechtes über den Markt und dann an der Bühne vorfährt, nannte Kraus ein „Alleinstellungsmerkmal und prägend für den Velburger Weihnachtsmarkt“, dieses Bild war und ist für viele Besucher bis jetzt zum Inbegriff des Velburger Weihnachtsmarktes geworden.

Rudolf Götz war seit 1997 der Nikolaus

Es war wohl auch das Bild, welches nicht nur von den Presseleuten am häufigsten „geschossen“ wurde. Nun ist damit Schluss. Der Nikolaus (Rudolf Götz) geht nach 22 Einsätzen (erstmals 1997) „ in Rente“, wie er nun bei der Abschlussveranstaltung für den diesjährigen Weihnachtsmarkt bekannt gab. Nur einmal musste er 2014 krankheitsbedingt auf einen Auftritt verzichten.

Rudolf Götz ist ein Nikolaus aus Passion, gerne noch hätte er den heiligen Mann weiterhin beim Weihnachtsmarkt gemacht, wie er sagte, aber es sei für ihn, zwischenzeitlich ist er 74 Jahre alt, einfach zu anstrengend geworden, sagte er nun im Gespräch mit unserem Medienhaus.

Er war ein Heiliger

Ausdrücklich betont Rudolf Götz, dass er keinen Weihnachtsmann, sondern den Heiligen gespielt hat, dies war ihm immer ganz besonders wichtig und er hat es auch so in den Botschaften an die Kinder weitergeben. Eigentlich aber sah er sich als Vorbote des Velburger Christkind, denn dieses sei für ihn mit seinen drei Englein die Hauptperson und eigentliche Attraktion bei den gemeinsamen Auftritten beim Velburger Weihnachtsmarkt gewesen, sagte Rudolf Götz und nimmt sich dabei selbst als Person zurück. Und Hans Söllner, schon 81 Jahre alt und ein passionierter Oldtimer-Motorradfahrer, hat als Knecht Rupprecht seit 20 Jahren (erstmals im Jahr 2000) den Velburger Nikolaus Rudolf Götz in seinem Motorrad-Beiwagen chauffiert. Dazu hat er sein Gefährt stets auch mit Geschenkpäckchen präpariert, schließlich sollte der Nikolaus bei seinen Auftritten auf der Bühne auch Geschenke an die Kinder verteilen.

Der Nikolaus

  • Besonderheit:

    Der Velburger Nikolaus kam in einem Motorrad-Beiwagen an die Bühne gefahren. Dieser Auftritt dürfte einmalig in der Gegend sein.

  • Einsätze: Rudolf Götz ist zum ersten Mal im Jahr 1997 aufgetreten. Er hat seitdem 22 Einsätze absolviert. Nur einmal im Jahr 2014 musste er auf verzichten, weil er krank war. Inzwischen sei es für den 74-jährigen zu anstrengend.

Waren die gemeinsamen Auftritte mit dem Christkind zunächst nur am Samstag und dann am Samstag und am Sonntag, so sind der Nikolaus und das Christkind dann seit dem Jahr 2015 an allen drei Markttagen gekommen, die Begeisterung der Besucher verlangte einfach danach. „Eine Zeit und Begegnungen, die wir nie vergessen werden,“ sagen Rudolf Götz und Hans Söllner, die nun gemeinsam aufhören.

Wie geht es nun weiter mit der Hauptattraktion beim Velburger Weihnachtsmarkt, wird man sich fragen. „Die Auftritte des Velburger Christkind werden weiterhin so sein, wie zuletzt auch. Bewerbungen haben wir da immer, schließlich hat unser Christkind ein tolles Image mit einen ungemein hohen Stellenwert“, sind Monika Lang und Annemarie Zach vom Organisationsteam überzeugt. Gerne würde man auch weiterhin einen Nikolaus beim Velburger Weihnachtsmarkt haben, einmal schauen, was daraus wird, sagen die Verantwortlichen.

Die Auftritte waren einmalig

Die Auftritte von Rudolf Götz und Hans Söllner wird man aber auf gar keinen Fall kopieren können, diese behalten für alle Zeiten ihr Alleinstellungsmerkmal was den Velburger Weihnachtsmarkt anbelangt, dafür waren es einfach zu genial, diese haben jetzt schon einen gewissen Kultstatus erreicht. Die Danksagung und Verabschiedung der Beiden durch Bürgermeister Kraus fiel deshalb auch besonders offen und überzeugend herzlich aus.

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