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Jubiläum

Der Volksmusik verpflichtet

Der Lupburger Dreigesang besteht seit 50 Jahren. Daher gibt es am Samstag einen Festabend mit weiteren Musikanten.
Von Ludwig Walter

Der Lupburger Dreigesang mit Inge Pretzl, Lydia Menner und Kathi Hafner (v.l.) wird hier von Alois Hafner begleitet auf dem Akkordeon. Kreisheimatpfleger Rudi Bayerl wird auch am Samstag moderieren. Foto: Karoline Ludwig
Der Lupburger Dreigesang mit Inge Pretzl, Lydia Menner und Kathi Hafner (v.l.) wird hier von Alois Hafner begleitet auf dem Akkordeon. Kreisheimatpfleger Rudi Bayerl wird auch am Samstag moderieren. Foto: Karoline Ludwig

Lupburg.Mit ihrem 50-jährigen Bestehen feiert der Lupburger Dreigesang ein in Sänger- und Musikantenkreisen sehr seltenes und ungewöhnliches Jubiläum. Wenn ein Verein 50 Jahre besteht, ist es Grund genug, den runden Geburtstag zu feiern. Wenn aber eine Gesangsgruppe 50 Jahre unverändert zusammenhält und heute noch singt wie am ersten Tag, dann freuen sich die Volksmusikfreunde nicht nur über das Jubiläum, sondern danken den Sängerinnen und ihrem Begleiter für ihren unermüdlichen Einsatz und die vielen fröhlichen Stunden. Hierzu gibt es am Samstag einen Festabend.

In den Zeiten vor fünfzig Jahren, als die Volksmusik und das Singen von einheimischen, traditionellen Liedern von der aus England und Amerika herüberschwappenden Beat- und Jazzmusik immer mehr in den Hintergrund gedrängt und teilweise verpönt wurde, leisteten mehrere Gruppen musikalischen Widerstand und ließen Lupburg zu einer kleinen Hochburg der bodenständigen Volksmusik mit dem dazu gehörenden Liedgut werden.

Aus dieser Entwicklung heraus fanden sich im Jahre 1969 als eine der ersten Gruppe die langjährigen Sängerinnen im Liederkranz Lupburg, in dem das deutsche Liedgut gepflegt wurde und auch immer noch wird, Inge Pretzl (3. Stimme), Kathi Hafner (2. Stimme) und Lydia Menner (1. Stimme) zu einem Dreigesang zusammen und damit war der „Lupburger Dreigesang“ geboren.

Für Erhalt und Verbreitung

Sie sangen zunächst vor allem oberbayerische Lieder in der üblichen Dreistimmigkeit. Eine Begegnung mit Karl Männer, dem Gründungsvorsitzenden der Oberpfälzer Volksmusikfreunde, lenkte ihre Aufmerksamkeit auf das vielfältige Oberpfälzer Liedgut, das sie bald in ihr umfangreiches Repertoire aufnahmen. In vielen Auftritten weit über ihren Heimatbereich setzen sie sich seither für den Erhalt und die Verbreitung dieses Liedgutes ein. Zu ihrem umfangreichen Repertoire gehören auch geistliche Volkslieder, die sie bei den unterschiedlichsten liturgischen Anlässen darbieten. Verschiedene Aufnahmen beim bayerischen Rundfunk und CDs dokumentieren ihr gemeinsames Singen. Im Jahr 1999 wurden die drei Sängerinnen mit dem Kulturpreis der Hans-Seidel-Stiftung ausgezeichnet.

Festabend

  • Anlass:

    Das 50-jährige Bestehen des Lupburger Dreigesangs

  • Wann:

    Am Samstag, 12. Oktober, Beginn um 20 Uhr im Gablerkeller in Lupburg mit Vorstellung der Jubiläums-CD statt.

  • Mitwirkende:

    Lupburger Musikanten, Lupburger Hackbrettmusik, Ruxhofmusik, Roberto Pokar, Liederkranz Lupburg, ModerationRudi Bayerl. Fünf Euro Eintritt.

Der Lupburger Dreigesang prägt und bereichert weiterhin die Volksmusikpflege im Landkreis Neumarkt. Eine Kostprobe ihrer Sangesfreude und -kunst bietet die Jubiläums-CD, die zusammen mit den Lupburger Musikanten vor einigen Monaten aufgenommen wurde.

Seit 47 Jahren werden die drei Sängerinnen von den „Lupburger Musikanten“ mit Kathi Hafner (Klarinette), Alois Hafner (Akkordeon), Hans Meier (Trompete) und Konrad Krotter (Tenorhorn) musikalisch begleitet.

Mit Musikanten in Harmonie

Deren Geburtsstunde schlug im Herbst 1972, als sie sich auf Anregung von Xaver Maier, dem Gründungspräsidenten des Lupburger Maschkerervereins, zu ersten Proben für eine „Lupburger Maschkerermusik“ trafen. Bekannte Oberkrainerstücke und gängige Faschingsmelodien waren das Programm, mit dem die Musikanten in Lupburg erstmals zu hören waren. Von Spielfreude gepackt befassten sich die vier Musiker mit der traditionellen Volksmusik der Oberpfalz und ihren angrenzenden Gebieten. Bald wirkte die Gruppe unter dem Namen „Lupurger Musikanten“ auch bei vielen Veranstaltungen der Oberpfälzer Volksmusikfreunde mit.

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