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Region Neumarkt
Sonntag, 23. September 2018 21° 8

Ausstellung

Deutzer so weit das Auge reicht

Beim sechsten internationalen Deutz-Treffen in Thannhausen waren über 300 Traktoren in allen möglichen Ausführungen zu sehen.
Von Heike Regnet

Beim sechsten internationalen Deutz-Treffen in Thannhausen waren über 300 Traktoren in allen möglichen Ausführungen zu sehen.

Thannhausen.Am Sonntag wurde Thannhausen zum Dorado für Deutzer. Die grüne Wiese am Ortsrand verwandelte sich in eine große Ausstellungsfläche, auf der über 300 Traktoren ihren Platz fanden, denn Johannes Brandl hatte zum sechsten Internationalen Deutztreffen in sein Heimatdorf eingeladen. Unterstützt von den örtlichen Vereinen war für beste Rahmenbedingungen gesorgt.

„Wir haben heuer an die 100 Übernachter. Die ersten waren schon am Freitag hier“, sagt Johannes Brandl, als sich am Sonntagmorgen die Wiese langsam füllt. Schon am Freitag hatte das Programm zum Treffen Fahrt aufgenommen.

Das ganze Dorf auf den Beinen

So hatten die Kindergartenkinder Lieder und Tänze vorbereitet, um „ihren Deutz-Willi“ willkommen zu heißen. Der 82-jährige Winfried Langner hatte sich schon vor einigen Tagen mit seinem Bulldog auf den Weg von Lauenförde nach Thannhausen gemacht. Auch bei den letzten Treffen war er mit von der Partie gewesen. Vor zwei Jahren hatte er mit seinem Trecker bei den Kindergartenkids vorbeigeschaut.

Auch der legendäre Deutz-Willi war in Thannhausen wieder mit von der Partie. Foto: Regnet
Auch der legendäre Deutz-Willi war in Thannhausen wieder mit von der Partie. Foto: Regnet

Hier lesen Sie ein Interview, das der Deutz-Willi dem Neumarkter Tagblatt gegeben hat

Selbstverständlich war zum Auftakt des Deutztreffens auch Bürgermeister Alexander Dorr mit von der Partie. Für Cheforganisator Johannes Brandl hielt er eine ganz besondere Überraschung bereit: eine Flasche Deutz-Champagner. „Die werde ich natürlich nicht alleine trinken“, sagt Brandl. „Ich denke mal, die werden wir beim Helferfest alle miteinander leeren – und die Flasche kommt dann natürlich in meine Deutz-Sammlung.“

Nicht nur Traktoren in allen Größen und Ausführungen gab es zu sehen. Foto: Regnet
Nicht nur Traktoren in allen Größen und Ausführungen gab es zu sehen. Foto: Regnet

Das Deutztreffen, das im Zwei-Jahres-Turnus stattfindet, erfreute sich wieder größter Beliebtheit. Schon beim Kennenlernabend am Samstag waren an die 100 Gäste ins Dorfwirtshaus Gerner gekommen, um miteinander einen gemütlichen Abend bei Dieselgesprächen zu verbringen. „Das Deutztreffen ist ein Highlight im Jahreskalender der Stadt“, lobte Dorr. Sein Dank galt neben Johannes Brandl natürlich allen im großen Helferteam.

„Ich denke mal, die werden wir beim Helferfest alle miteinander leeren – und die Flasche kommt dann natürlich in meine Deutz-Sammlung.“

Organisator Johannes Brandl, nachdem er einen Deutz-Champagner geschenkt bekommen hat.

Kannte Brandl beim ersten Treffen noch nahezu alle Teilnehmer, hat sich das heute längst gewandelt. „Bei über 300 kenn‘ auch ich nicht mehr jeden“, sagt Brandl und lacht. „Aber bei jedem Treffen soll man ja neue Leute kennenlernen und das ist auch gut so.“ Dank bester Vorbereitung klappte am Sonntag alles. So erhielten die Teilnehmer bei der Anmeldung ihr vorbereitetes Schild mit allen Daten zu ihrem Traktor. Auch die Stellplätze waren auf der Wiese eingezeichnet und so gab es beim Aufstellen keine Probleme.

So groß war das Deutz-Treffen in Thannhausen noch nie. Über 300 Deutz-Traktoren hatten sich auf der grünen Wiese eingefunden. Fotos: Regnet
So groß war das Deutz-Treffen in Thannhausen noch nie. Über 300 Deutz-Traktoren hatten sich auf der grünen Wiese eingefunden. Fotos: Regnet

Für die Besucher gab es beim Gang durch die Fahrzeugreihen viel außergewöhnliches zu entdecken. Der älteste Deutz-Traktor war Baujahr 1937. Große Aufmerksamkeit erhielt der Deutz-Rocker, der ein Stück weiter seinen Platz gefunden hatte. Das Motorrad hatte viele Jahre im Auto- und Technikmuseum Sinsheim gestanden. „Und heute hat es der Eigentümer nach Thannhausen gebracht“, sagt Brandl stolz. Plantagenschlepper, Feuerwehrfahrzeuge oder auch ein Lamborghini-Traktor waren weitere Highlights. Nicht fehlen durften natürlich die Ortstraktoren aller Marken, die seit dem ersten Treffen einen festen Platz im Ausstellungsgelände haben.

Ausfahrt unter Polizeiführung

Kurz nach 14 Uhr startete die große Deutz-Rundfahrt von Thannhausen über Freystadt und zurück. Angeführt wurde der Rundkurs von Polizeichef a.D. Helmut Lukas auf seinem Polizeiroller, Baujahr 1962. Wie er erzählt, habe er den Roller vor einigen Jahren in Stuttgart gekauft und rückgebaut. „Aber das Blaulicht bleibt heute natürlich aus.“ Erstmals waren bei der Ausfahrt Deutz-Motivwägen zu sehen. „Hier haben wir zum Beispiel die größte Deutzblumenvase“, sagt Brandl und zeigt auf den blumendekorierten Traktor neben sich. Ein Stück weiter steht der große Holzbulldog, den die Deutzfreunde den Kindergartenkindern vor dem Treffen geschenkt hatten. Bei der Ausfahrt durfte das hölzerne Spielgerät natürlich nicht fehlen.

Auch für die jüngeren Besucher gab es einen Zeitvertreib. Foto: Regnet
Auch für die jüngeren Besucher gab es einen Zeitvertreib. Foto: Regnet

Ausgezeichnet wurden am Sonntag nicht nur die ältesten Modelle, es gab auch viele Sonderpreise, wie der schönste Blumenschmuck oder der weitest Angereiste. Ein besonderer Hingucker waren die Deutz-Kindertraktoren der Herstellerfirma Brand und einige davon durften zur Freude der kleinen Besucher getestet werden.

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