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Die Backstube wird zu Wohnstuben

In Pölling entsteht der Wohnpark „Alte Bäckerei“. Die Firma Feihl, Bauträger und Sparkasse präsentierten vor Ort die Pläne.
Von Josef Wittmann

Ferdinand Ernst und Wolfgang Feihl (v.r.) schenkten dem Deutsches-Reihenhaus-Team ein Brezenhaus.  Foto: Wittmann
Ferdinand Ernst und Wolfgang Feihl (v.r.) schenkten dem Deutsches-Reihenhaus-Team ein Brezenhaus. Foto: Wittmann

Neumarkt.Wo im 19. Jahrhundert noch der Pöllinger Dorfweiher war und seit 1895 mit kurzer Unterbrechung in fünf Generationen die Bäcker Feihl Brötchen und Spezialitäten buken, soll nun in Kürze auf den fast 4000 Quadratmetern des ehemaligen Produktionsgeländes der Bäckerei Feihl an der Burgstraße ein neuer Wohnpark entstehen.

Wolfgang Feihl erinnerte beim Pressetermin am Montag an die Historie des Grundstücks. Mitte 2018 sei die alte Halle für sein gewachsenes Familienunternehmen, in das inzwischen auch seine Söhne Andreas und Johannes als Geschäftsführer eingestiegen sind, zu klein geworden.

Firma zog nach Pölling um

Mitte 2018 zog die Firma und mit ihr die etwa 50 in der Produktion tätigen Mitarbeiter in das neue Gebäude „Am Kornfeld“ in Pölling um.

Das bisherige Grundstück an der Burgstraße ist aber groß genug für 18 Reihenhäuser des Haustyps „145 Quadratmeter Familienglück“, die nun dort entstehen werden. Ferdinand Ernst von der Sparkasse Neumarkt hatte für den Bäcker nach einem geeigneten Partner mit Erfahrung gesucht, um dort bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Und er ist fündig geworden.

Die „Alte Bäckerei“:

  • Die Wohnflächen

    145 qm Wohnfläche, bis zu 4 Schlafzimmer, Wohn-/ essraum auf Wunsch offene Küche.

  • Der Preis

    Je nach Grundstück zwischen 339990 Euro und 385990 Euro, plus Innenausbau. 100000 Euro Förderung für die KfW55-Effizienzhäuser seien möglich.

  • Der Kontakt:

    Besichtigungstermine mit Stephanie Leßmann im Muster Fürth, Tel. (0911) 98879 89 23

Wo einst Kuchen und Brötchen am laufenden Band produziert wurden, entsteht nun der „Wohnpark Alte Bäckerei“. Möglich macht das die „Deutsche Reihenhaus AG“. Die Firma ist wie Feihl ein Familienunternehmen mit 120 Jahren Erfahrung in der vierten Generation.

Karin Meinl und Stephanie Leßmann kamen aus der Nürnberger Niederlassung des Reihenhausspezialisten nach Pölling. Jedes Haus werde in industrieller Serienpräzision aus Betonfertigteilen vorgefertigt. Der Innenausbau erfolge dann in solidem Handwerk, fügte Achim Behn, der Pressesprecher des Bauträgers, hinzu.

Auf Wunsch stünden den Bewohnern bis zu vier Schlafzimmer, zwei Badezimmer, ein Wohnzimmer mit Essplatz und gerne offener Küche zur Verfügung.

Das sei das Ergebnis jahrzehntelanger Entwicklungsarbeit und ständiger Innovationsprozesse und spare Zeit und Kosten. Ihre Firma schaffe bundesweit in einer Reihe ähnlicher Wohnparks jährlich mehr als 750 Wohneinheiten. Die mehr als 300 schon gebauten Wohnparks finden sich in ausgewählten Metropolregionen im ganzen Bundesgebiet, zum Beispiel in Bonn, Mannheim, Leipzig, Hamm und Hanau

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Daniel Arnold hat sogar zum Thema „Familienleben in der Stadt“ Bücher herausgegeben, wie „In deutschen Reihenhäusern“ und „Reihenhausmannskost“.
Zu den Reihenhäusern soll auch ein Technikzentrum gehören, das den gesamten Wohnpark mit Strom, Wärme, Kaltwasser, Telefon, Internet und Fernsehen versorgt.

Ein Blockheizkraftwerk zur Strom- und Wärmeerzeugung mit gasgetriebenem PKW-Motor mit nur 13 Prozent Wärmeverlust gehöre auch dazu. Konventionelle Lösungen bliesen dagegen über 70 Prozent der Energie in die Luft, hieß es.

Haustechnik in der Garage

Die ganze Haustechnik befinde sich in einer Garage. Das schaffe Platz in den eigenen vier Wänden. Die Fassaden würden für jeden Standort und auch für Neumarkt individuell geplant. Technik und Außenanlagen werden den Bewohnern des Wohnparks gemeinsam gehören. Die Planung sei schon abgeschlossen und der Bauantrag stehe kurz vor der Genehmigung hieß es. Eine positive Bauvorauskunft der Stadt Neumarkt liege schon vor. Im ersten Halbjahr 2020 sollen die Bagger kommen und das Grundstück vorbereiten. Im zweiten Halbjahr 2021 werden die ersten Bauherren einziehen.

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