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Jugend

Die Freilichtgalerie am G6 wächst

Nach monatelanger Planung wurde das Kunstprojekt in Neumarkt offiziell eingeweiht und vorgestellt. Es entwickelt sich weiter.
von Helmut Sturm

Der Start der „Freilichtgalerie am G6 mit Schülern des WGG und Förderern aus der Verwaltung und dem Jugendbüro. Foto: Sturm
Der Start der „Freilichtgalerie am G6 mit Schülern des WGG und Förderern aus der Verwaltung und dem Jugendbüro. Foto: Sturm

Neumarkt.Sieben Jahre hat es gedauert, bis das Projekt Fassaden-Neugestaltung an der Außenhaut des G6 im zweiten Bauabschnitt Realität werden konnte.

Am Montagvormittag startete das G6 die „Kunstaktion Freilichtgalerie“. 30 Schülerinnen und Schüler des Willibald Gluck Gymnasiums setzten gemeinsam mit ihren Kunstlehrerinnen Alexandra Hiltl und Bella Teffner und der pädagogischen Betreuung aus dem Jugendbüro durch Christiane Lischka-Seitz, ihre Entwürfe um. Intensives Team-Teaching in den vier zehnten Klassen am WGG ging der Entscheidung voraus. Nach einer intensiven Entwurfsphase jurierten die Schüler selbst ihre Ergebnisse, die zur Ausführung kommen sollten. Mit Unterstützung des Bauamtes der Stadt Neumarkt, und unter Einbeziehung des Architekten Hans Wittman, entwickelte sich eine ganz eigene Art der Fassadengestaltung, die treffend als „Freilichtgalerie“ bezeichnet werden kann. Den genialen Einfall hatte Andreas Meyer vom G6: Auswechselbare Platten/Tafeln vor die Fassade sollen es sein, erinnernd an ein Mosaik. Dabei werden einzelne Tafeln in der Größenordnung von 1,5 Meter mal 1,0 Meter durch Schülergruppen gestaltet und nach Fertigstellung an der Fassade des zweiten Bauabschnitts am G6 angebracht. Der Vorteil dieser Bauweise liegt auf der Hand: Die einzelnen Tafeln sind wie in einer Galerie auch austauschbar und können nicht nur bemalt, sondern auch mit anderen Techniken gestaltet werden. Sie sind weiterhin von so einer relativen Leichtigkeit, dass die Schüler sie auch mit nach Hause nehmen können und dort in Ruhe und voller Konzentration gestaltet werden.

Die Freilichtgalerie lebt

Die Freilichtgalerie am G6 ist in sich wandel- und erweiterbar. Sie ist nie fertig. Das gibt auch anderen Gruppen die Möglichkeit, sich an der Gestaltung der Außenhaut des G6 zu beteiligen und nachhaltig zu verwirklichen. Andreas Meyer und Siegfried Müller betonten ausdrücklich, dass die Aktion mit dem Starttermin nicht als abgeschlossen zu bezeichnen ist. „Es ist im besten Fall der Anfang einer Jahrzehnte andauernden Erfolgsgeschichte. Der Erfolg liegt im Wandel.“

Es ist gewünscht, dass sich auch andere Gruppen daran beteiligen - andere Schulen, Kindergärten, Pfadfinder, Senioren oder Ministranten, um nur einige zu benennen. Die Fassade soll die Charakteristik des G6 widerspiegeln, ein generationsübergreifender Treffpunkt in Neumarkt.

Derzeit sind zwölf Tafeln im Entstehen. Einer Erweiterung auf 28 Tafeln steht nichts im Wege. Der Erst-Kontakt ist schnell hergestellt – einfach im G6 bei Anna Hollweck melden.

„Der Feind des Lernens ist der 45-Minuten-Takt an unseren Schulen.“ Das Problem sei, sagt Schulleiter am WGG, Bernhard Schiffer, dass die Schüler dadurch Schwierigkeiten haben, an einer Sache dran zu bleiben und dass sie Stehvermögen entwickeln.

Von der Idee begeistert

Selbst nach Monaten der Vorbereitung war den Schülerinnen und Schülern der zehnten Klassen die Begeisterung an der Umsetzung ihrer Ideen an den Gesichtern abzulesen. Das Schöne an dieser Aktion sei, dass bei den Schaffenden das Gefühl entsteht, dass das, was sie machen, Bestand habe, dass sie nicht für den Papierkorb arbeiten oder für einen kurzfristigen Test. „Schule muss sich nach Außen öffnen und Beziehungspunkte ans öffentliche Leben knüpfen.“

Die erste Idee zur Neugestaltung der Fassade am G6 entwickelte Nicola Thumann, Kunstlehrerin am Ostendorfer Gymnasium. Sie hatte ein erstes Voting bei einem Besuch im G6 abgegeben, wie Siegried Müller nicht vergessen lassen wollte. Die Idee von damals wurde weiterentwickelt und floss als Basis in die jetzt initiierte Freiluftgalerie mit ein. „Die Galerie wird sich verändern, wie sich die Jugend verändert“, philosophierte abschließend der Berufsjugendliche am G6, Siegfried Müller, und lud zum Espresso.

Bewerbungen: Das Team von G6 freut sich auf alle Bewerbungen von Gruppierungen aus der Stadt und des Landkreis. Das Kunstprojekt „Freilichtgalerie“ lebt vom Wandel.

Unfertigkeit: Es ist nie fertig. „Kommt vorbei und sprecht mit uns“: Andreas Meyer und Siegfried Müller freuen sich auf jeden Kontakt - und zwar generationsübergreifend!!

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