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Die Marktstraße wird erst 2022 saniert

Ab Herbst sollte Neumarkts Innenstadt vor dem Rathaus verschönert werden. Doch der Stadtrat will die Ladeninhaber verschonen.
Von Bernhard Neumayer

Die Innenstadtsanierung im Bereich des Rathausplatzes in Neumarkt wird von 2021 auf 2022 verschoben.  Foto: Bernhard Neumayer
Die Innenstadtsanierung im Bereich des Rathausplatzes in Neumarkt wird von 2021 auf 2022 verschoben. Foto: Bernhard Neumayer

Neumarkt.In der 74.Sitzung des Neumarkter Stadtrates, die wegen Corona erstmals in der Großen Jurahalle stattfand, waren sich die meisten Räte größtenteils einig. Nur Dieter Ries und Johann Georg Gloßner (FLitZ) stimmten gegen die meisten Beschlüsse.

Die beiden FLitZ-Stadträte waren auch die einzigen, die dagegen stimmten, die Sanierung der Innenstadt im Bereich des Rathauses wegen Corona von 2021 auf 2022 zu verschieben. Eigentlich waren erste Arbeiten in der Fußgängerzone für Herbst 2020 vorgesehen. Da die Bauarbeiten die Geschäfte in der Marktstraße beeinträchtigen können, warb Oberbürgermeister Thomas Thumann für eine Verschiebung der Sanierung. Er wolle den Einzelhändlern in diesem Jahr nicht auch noch eine Baustelle aufbürden, nachdem sie mit Corona schon genug zu kämpfen haben.

Wirtschaft

Nur mit Maske ist man willkommen

Die Händler haben alles gut vorbereitet für einen entspannten Einkauf. Doch die Realität sieht irgendwie anders aus.

Bevor alle Stadträte außer den beiden FLitZ-Räten dem OB per Handzeichen zustimmten, führte Dieter Ries aus, warum er gegen die Verschiebung ist: „Das Projekt muss so rasch wie möglich umgesetzt werden. Es darf nicht schon wieder verschoben werden.“ Bereits jahrelang schiebe der Stadtrat die Sanierung der Innenstadt auf die lange Bank.

Wohnungen für Woffenbach

Ries und Gloßner stimmten auch als einzige Stadträte gegen den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „161 – Erschließung Am Altweihergraben“. Eine große Diskussion kam bei diesem Tagesordnungspunkt aber nicht auf. Am westlichen Rand von Woffenbach sollen unter anderem neue Wohnungen entstehen.

Antrag auf kostenloses Busfahren abgelehnt

Mehr Befürworter, aber keine Zustimmung, erhielten Ries und Gloßner bei ihrem Antrag, während der aktuellen Coronakrise den Stadtbusverkehr für die Fahrgäste kostenlos zur Verfügung zu stellen. Busfahrer verkaufen aktuell keine Tickets mehr, weil der Einstieg nur noch an der hinteren Türe möglich ist. Bei den Stadtwerken, am Bahnhof und per Handy kann nun eine Fahrkarte gekauft werden. „Alte Leute, die nicht mit dem Handy umgehen können, müssten dann schwarz zum Bahnhof fahren, um sich dort ein Ticket zu kaufen“, sagte Ries. Acht Stadträte stimmten für den Antrag auf kostenloses Busfahren, 27 dagegen.

Eine besondere Sitzung

  • Gremium:

    Die 74. Sitzung des Stadtrates Neumarkt war in zwei Hinsichten eine außergewöhnliche. Sie fand erstmals in der Großen Jurahalle statt, um Abstands- und Hygienevorschriften einzuhalten. Die meisten Stadträte trugen Masken.

  • Besetzung:

    Außerdem war die gestrige die letzte Sitzung des Stadtrates in dieser Zusammensetzung. Am Montag findet, ebenfalls in der Großen Jurahalle, die konstituierende Sitzung des neuen Gremiums für die Wahlperiode 2020/2026 statt. Dann werden sich 13 neue Gesichter unter den insgesamt 40 Stadträten finden.

  • Abschied:

    Die Verabschiedung der ausscheidenden Räte verschob Oberbürgermeister Thomas Thumann angesichts der aktuellen Lage. „Wir finden einen würdigen Rahmen“, sagte er und bedankte sich bei den Stadträten für die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. (bn)

In der Sitzung wurden des Weiteren kleinere Abweichungen von drei Bauanträgen beschlossen. Die Stadt Neumarkt erweitert die bestehende Tiefgarage unter dem Residenzplatz. 90 Stellplätze, davon mindestens drei für Menschen mit Behinderung in unmittelbarer Nähe des Aufzugs, entstehen. Außerdem erhält die neue Hochschule ein Blechdach, das als Verbindung zwischen dem zentralen Glasdach und dem natursteinverkleideten Steildach dient. Beim dritten Bauantrag wurde einstimmig beschlossen, dass der First des Eckgebäudes des neuen Hotels Stern am Oberen Markt um bis zu 30 Zentimeter höher sein darf, als zunächst geplant.

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