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Region Neumarkt
Sonntag, 19. August 2018 29° 8

Kultur

Die Nähe zum Objekt genießen


Von Heike Regnet

Dichtes Gedränge herrschte am Freitag im Torturm, denn drei Künstler aus Heideck und Hilpoltstein hatten zur Vernissage der Frühjahrsausstellung geladen. Das Klarinettenquintett der Blaskapelle Thannhausen umrahmte die Feier musikalisch, ehe nach den Grußworten viele noch gerne mit einer frisch gezapften Halben und Breze beim gemütlichen „Talk im Turm“ verweilten.

Kulturreferent Dr. Fritz Schattenhofer stellte die Künstler vor. „Der Turm platzt heute fast aus allen Nähten“, meinte er erfreut über die zahlreichen Besucher. Viel Schönes gibt es bei der Frühjahrsausstellung zu entdecken, so Collagen aus Blech und Glas, filigrane Drechselarbeiten oder auch farbintensive Bilder. Geöffnet ist der Torturm am 1. und 4. Mai von 14 bis 18 Uhr sowie zum Walburgi-Markt am 5. Mai von 10 bis 18 Uhr.

Drechseln ist für Reinhard Netter Spannung und Entspannung zugleich. Mit seiner Arbeit gibt er dem Holz unverwechselbare Schönheit. Geschwungene Ausbuchtungen und Ränder entstehen durch die natürliche Verformung des Holzes. Wachsen, Polieren, Herausbürsten der Adern – mit Leidenschaft ist Reinhard Netter zugange, wenn ein neues Werk entsteht. Bevorzugt verarbeitet er heimische Hölzer.

Andreas Heindl möchte mit seiner Kunst unterhalten, sagte Dr. Schattenhofer. Gegenständliche Darstellungen wechseln mit abstrakten Formen. Hier sollte sich der Betrachter die Zeit nehmen und genauer hinsehen, denn in den Bildern von Andreas Heindl gibt es viel Überraschendes zu entdecken.

Günter Opitz schließlich hat vor zwei Jahren seine Leidenschaft zum Glas entdeckt. In einem Spezialofen lässt er verschiedenste Glasstücke miteinander verschmelzen. Glasfusing ist ein uraltes Kunsthandwerk, das dem Künstler unendlich viele Möglichkeiten eröffnet. Neben Skulpturen fertigt Opitz Schalen, Bilder und Schmuck.

„Ein Tag ist gelungen, wenn man sich schöne Künste ansieht“, sagte Bürgermeister Willibald Gailler. Die drei Künstler aus dem benachbarten Mittelfranken würden wieder einmal mehr die guten freundschaftlichen Beziehungen zwischen Oberpfalz und Mittelfranken untermauern.

Dank sagte Gailler allen, die die Ausstellung ermöglicht hatten. Bürgermeisterkollege Ottmar Brunner aus Heideck zeigte sich vom Ambiente im Torturm begeistert. „Hier kann jeder die Nähe zum Objekt genießen“, meinte er und gratulierte den drei Künstlern „zur gelungenen Ausstellung“.

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