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Auftritt

Die NeuRosen wollen Spaß haben

Die Gruppe spielt in Parsberg zugunsten des Fördervereins von Regens Wagner.

Die NeuRosen gehen auf Beutezug für einen guten Zweck. Foto: I. Greiner
Die NeuRosen gehen auf Beutezug für einen guten Zweck. Foto: I. Greiner

Parsberg.Wenn diese Neurosen auftreten, hoffen sie, dass sie ihre Zuhörer infizieren und überzeugen. Überzeugen davon, so viel Geld da zu lassen, wie irgend möglich und dabei auch noch Spaß zu haben.

Mit dieser Masche ist es ihnen in den vergangenen Jahren gelungen, einige tausend Euro einzuheimsen. Zu ihrer Ehrenrettung muss man sagen, dass sie ihre Beute umgehend abliefern. Ihr Ziel ist es nämlich, mehrere Benefizkonzerte pro Jahr zu spielen und so Solidarität mit benachteiligten Mitmenschen zu zeigen. Am Samstag um 19 Uhr ist es nun wieder soweit und die Neurosen spielen im Parsberger Burgsaal zugunsten der Freunde und Förderer von Menschen mit Behinderung, kurz gesagt, für den Förderverein von Regens Wagner Holnstein. Der unterstützt Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung auf die Hilfe von anderen Menschen angewiesen sind. „Wir wollen gezielt einzelnen behinderten Menschen helfen, mehr Freude an ihrem Leben zu haben“, so der erklärte Vereinszweck. Inzwischen ist Regens Wagner auch in Parsberg mit den Offenen Hilfen tätig, der Baubeginn für das Wohnheim soll überdies im Frühjahr sein.

Wenn also diese NeuRosen auftreten, dann hilft nur eines: Sie machen lassen, zuhören und Spaß haben. Ihre Instrumente nutzen sie als Eintrittskarte in ihre neurosische Welt: Sie spielen Geige, Gitarre, Flöte, Klarinette, Steirische und allerlei Percussiongeräte. Die meisten NeuRosen waren von Anfang an angetan von der Klezmermusik und von jiddischen Liedern. Die sind zum Teil erfrischend frech und entsprechen durchaus dem Naturell der Musiker. Klezmer ist die Musik, die auf jüdischen Hochzeiten und Festen gespielt wird und die fröhlich und wehmütig zugleich ist. Weil aber sechs NeuRosen selbstverständlich nur in den seltensten Fällen immer die gleiche Meinung haben, wollten Einige auch andere Musikrichtungen spielen. So kamen irische Stück ins Repertoire. Damit nicht genug, entdeckten sie auch Zigeunermusik. Die fünf Frauen und der Mann sind vielleicht die einzige Gruppe, die in Klezmer- und irische Musik eine Ziach integriert haben. Dabei ist Ziach nicht etwa ein hebräisches Instrument, sondern wie jeder in Bayern weiß, eine Steirische Harmonika. Gespielt wird sie von einer echten Staatsmeisterin ihres Faches.

Auch wenn es sich nicht so anhört, wenn die NeuRosen in jiddisch, tschechisch und der Sprache der Roma singen: Dagmar Fuhrmann, Joachim Hable, Melissa Hüttner, Christine Schwarzmann, Helene Winter und Daniele Wittl haben ihre Wohnsitze in Beilngries, Berching und Greding und stammen fast alle von hier.

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