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Region Neumarkt
Dienstag, 25. September 2018 14° 1

Sitzung

Die ortsnahe Versorgung fehlt

Der fehlende Lebensmittelmarkt im Herzen Lauterhofens sorgte für heftige Diskussionen in der Sitzung des Marktgemeinderats.
Von Doris Distler

Die Versorgung mit Lebensmitteln war ein Thema. Foto: Jens Büttner/dpa
Die Versorgung mit Lebensmitteln war ein Thema. Foto: Jens Büttner/dpa

LAUTERHOFEN.Der öffentliche Teil der letzten Marktgemeinderatssitzung verlief konzentriert, ruhig und gelassen – bis der Punkt „Anträge“ an der Reihe war. Bei manchem Thema, das einer der Markträte vortrug, wurde es emotional bis hitzig, dass Bürgermeister Ludwig Lang soagr die Runde ermahnte, wieder sachlich zu werden.

Zunächst standen Baubelange auf der Tagesordnung. In schneller Folge stimmte der Marktrat zu bei den verschiedenen Anträgen. Bürgermeister Ludwig Lang informierte über die aktuellsten Neuerungen und Geschehnisse wie die Verlängerung des Schülertransports für ein Jahr durch die Firma Hirschmann, den Breitband-Ausbau, der gerade in Engelsberg laufe, dass die Ausschreibung für die Alte Mälze in Kürze versandt werde, dass der Radwegausbau von Pettenhofen nach Ballertshofen ab Juni starte und dass die Bauarbeiten am Betzenriedweg in vollem Gang laufen, bis zur Kirwa aber wieder alles begehbar sei. Dann kam der Punkt „Anträge“, der die Gemeinderäte keineswegs kalt ließ. Gleich die erste Wortmeldung führte zu hitzigen Diskussionen, als es um das Thema Nahversorgung ging.

Der „Nah und Gut“-Laden im Innenort von Lauterhofen ist seit einiger Zeit geschlossen und damit steht den Bürgern als Nah-Versorger nur die Norma an der B299 zur Verfügung. Für ältere Bürger sei das ein Problem, merkte der Marktrat an, weil diese nicht so weite Strecken laufen könnten. Bisher habe sich kein Interessent gezeigt, der einen Lebensmittelladen im Inneren von Lauterhofen betreiben möchte, „alle wollen Anbindung an die Bundesstraße“, erklärte Ludwig Lang. „Sogar Einheimische suchen schon nach möglichen Ladenbetreibern,“ kam ein Einwurf. „Dann muss Plan B her,“ schlug ein weiterer Marktrat vor. Der „Plan B“ sieht vor, einen Vollsortimenter mit Standort neben der Norma zu gewinnen, wenn sich schon keiner im Innenort ansiedeln möchte.

Bald danach folgte der nächste Kritikpunkt: ein Marktrat erzählte, dass nach dem letzten großen Gewitter Nutzer von DSL 50000 seitdem kein Internet und teilweise keine Telefonverbindung mehr hätten, – „und da sind Geschäftsleute dabei! Das ist untragbar“ – und dass die Telekom jedoch auf den 21. Juni verweise, ab dann könne sie sich um den Fall kümmern.

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