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Volksfestzug

Dieser Zug glänzte dank vieler Ideen

105 Gruppen freuten sich in Neumarkt über Zehntausende von Zuschauern, die nicht nur die Verarbeitung von zig-tausenden Blumen bewunderten.
Von Lothar Röhrl

Gut 25 000 Zuschauer dürften nach Angaben von Zugteilnehmern am Sonntag den Weg des Zuges durch Neumarkt gesäumt haben. Foto: Röhrl

Neumarkt.Gleich einmal ein Service für alle, die die Zahlen zum Volksfestzug am Sonntag wissen wollen: 105 Gruppen mit ungezählten menschlichen Teilnehmern, aber gezählten 86 Pferden, acht Eseln, zwei Ochsen und einem Geißbock flanierten an den Zuschauern vorbei. Deren Zahl schätzte ein Polizeisprecher auf gut 20 000; einige Zugteilnehmer legten sich darauf fest, dass es wohl 25 000 gewesen sind. Die Polizei selbst sperrte sechs Kreuzungen für den Weg des diesjährigen Zugwegs. Und mit knapp an die 30 Grad reihte sich das Wetter zum Volksfestzug heuer in die Serie der vergangenen Jahre ein, als es ebenso schweißtreibend gewesen war.

Blickfänge vieler Beiträge waren die üppigen Dekorationen mit Blumen. Gut 50 000, meist Geranien, hatte die Stadtgärtnerei den Vereinen zur Verfügung gestellt. Diese befestigten die Blüten mit insgesamt 50 Kilogramm Kleber. Aber auch die Art und Weise, wie die Gruppen die Zuschauer unterhielten, trug zum heiteren Gesamteindruck bei. Die Lammsbrauerei verteilte 5000 Mini-Maßkrüge und 5000 Tücher. Die Delegation aus der Partnerstadt Mistelbach mit Bürgermeister Dr. Alfred Pohl und Partnerschaftsreferentin Dora Polke hatte 600 „Stifterl“ (0,375-Liter-Flaschen) mit Kostproben der Produkte aller fünf Winzer mitgebracht.

Einige Gruppen ließen sich auch sportlich etwas einfallen: So schlugen junge Damen des „Turn- und Artistikvereins Neumarkt“ auf dem frisch-verfugten Pflaster des Bahnhofsvorplatzes ein Rad nach dem anderen. Die Rock’n’Roll-Tanzvereine aus Berg und Neumarkt zeigten auf für sie ungewohntem Untergrund, was sie drauf haben. Mittendrin wollte der wild umher fuchtelnde „Geist“ aus dem diesjährigen Sommerstück der „Neumarkter Schloßspiele“ manchem Zuschauer einen Schrecken in die Glieder jagen.

Zum bunten, abwechslungsreichen Bild des gesamten Zuges trug bei, dass sich die Vereine und Gruppen sehr sympathisch gaben. Da wurde viel aus dem Zug heraus gewinkt und gegrüßt. Vor allem die Schülergruppen, die gleich nach den Festkutschen an der Reihe waren, sprühten vor guter Laune. Sie verkörperten am besten, warum das Zugmotto Neumarkt eine glänzende Zukunft verheißen wollte.

Mehr noch ging es um die Vergangenheit oder besser: die Tradition. Das zeigten jene Gruppen, die für ein anstehendes Jubiläum warben. Zum Beispiel taten das die Tannenwaldschützen aus Berngau. Unter anderem Bürgermeister Wolfgang Wild, selbst aktiver Schütze, war dabei, als ihr Beitrag auf das Fest zum 50-jährigen Jubiläum am zweiten Wochenende im kommenden September hinwies.

Und noch eine Zahl: 13 Musikkapellen sorgten für akustische Abwechslung. Weil in diesen auch viele junge Gesichter zu sehen waren, wurde in Anspielung an das Zugmotto die Hoffnung genährt, dass sich nichts am Charakter dieser Veranstaltung ändern wird: Ein großes Fest für Stadt und Kreis

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