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Versammlung

Dietfurt diskutiert über Zeller Friedhof

Die Bürger aus Zell würden gerne bei der Umgestaltung ihr besonderes Grabsystem beibehalten. Die Stadt sieht das anders.
Von Johann Grad

Der Friedhof in Zell gehört im oberen Bereich der Kirche, für den unteren Teil ist die Stadt zuständig. Foto: Grad
Der Friedhof in Zell gehört im oberen Bereich der Kirche, für den unteren Teil ist die Stadt zuständig. Foto: Grad

Dietfurt.Eine diskussionsfreudige, kritische und zuweilen auch heftige Bürgerversammlung gab es in Zell. Aber das gefiel Stadtrat und Ortssprecher Andreas Proschert und lobte zuletzt seine Zeller für die wichtigen und freimütig vorgetragenen Beiträge. Nach dem Rückblick über Baumaßnahmen, Haushalt und einer Vorschau, den Bürgermeisterin Carolin Braun präsentierte, ging es um die örtlichen Probleme.

Die Umgestaltung es Friedhofes steht an. Laut Porschert hatten sich betroffene Bürger darauf verständigt, ihr besonderes Grabsystem beizubehalten, aber die Breite der Platten-Gehwege zu verkürzen. Damit war auch der Bestatter zufrieden. Architekt Martin Kölbl und Albert Schweiger von der Stadtverwaltung waren nicht dieser Meinung und plädierten für das Standardmaß mit 1,20 Metern Breite. Als Alternative kam aus der Versammlung der Vorschlag, eine Breite von 90 Zentimeter zu nehmen. Als andere Bestattungsmöglichkeiten, die immer mehr kommen, nannte Porschert Urnengräber mit einer Plattenabdeckung und Urnenstelen. Er informierte über Vor- und Nachteile. Eine Abstimmung ergab, dass die überwältigende Mehrheit für Urnengräber war.

Auch die Renovierung des Leichenhauses wird kommen. Architekt Kölbl soll die Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger in die Pläne einarbeiten. „Wer ist zuständig für Reparaturen am Friedhof? Die Stadt kassiert, macht aber nichts, so eine provokante Aussage. Um die Kirche herum und das obere Gelände hat sich die Kirchenverwaltung zu kümmern, für den unteren Teil die Stadt, klärte Porschert ganz bestimmend auf.

Weitere Themen

  • Beleuchtung:

    Aus der Versammlung kam der Vorschlag, die Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen umzustellen. Diese sind aber etwas teuer und leuchten auch nicht so gut aus.

  • Straßen:

    Ein Teilnehmer forderte, die Flurbereinigungswege aus zu bessern. Auch die Straße nach Deising bewegte die Gemüter. Sie ist eng, an den Rändern braucht es Schotter.

Der nächste heftig diskutierte Punkt war der geplante Radweg neben der Kreisstraße, die zwischen Arnsdorf und Zell ausgebaut wird. Er wird vom Kreis mitgebaut, für die Finanzierung muss die Stadt mit 25 Prozent aufkommen. Er könnte ein Teil für ein Radwegenetz auf dem Altmühlberg sein. Doch beim Grunderwerb hakt es, wie Proschert berichtete. Aus der Versammlung kam der Vorschlag, lieber bestehende Feldwege auszubauen und keine neuen Flächen herzunehmen. Muss der Radweg neben der Straße verlaufen, war eine andere Frage. Ein Ausbau dieser Wege mit Asphaltschicht ist zu teuer, so Bürgermeisterin Carolin Braun. Proschert kämpfte vehement für den geplanten Radweg, anwesende Stadträte unterstützten ihn und verwiesen auf die vertane Chance beim Ausbau der Straße von Mallerstetten nach Hebersdorf.

Auch kleinere Angelegenheiten kamen zur Sprache. Ein Landwirt schlug vor, bei Windschutzstreifen Äste abzuschneiden, die in Äcker hineinragen. Größere Bäume könne man bei Bedarf entfernen. Der Fußballplatz sollte alle 14 Tage gemäht werden, außerdem wünschte ein Teilnehmer neue Netze. Porschert hofft, dass der Sportplatz wieder besser frequntiert werde.

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