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Sonntag, 23. September 2018 21° 6

Dietfurt

Dietfurter Friedhöfe werden umgestaltet

Der Bauausschuss beschäftigte sich mit Grabstellen in mehreren Ortsteilen. Das Baugebiet in Predlfing wird etwas größer.
Von Johann Grad

Viele Leute aus Arnsdorf interessierte die Planung für ein neues Leichenhaus. Sie hatten eine andere Meinung als der Planer. Foto: Grad
Viele Leute aus Arnsdorf interessierte die Planung für ein neues Leichenhaus. Sie hatten eine andere Meinung als der Planer. Foto: Grad

Dietfurt.In Zell möchten die Ortsbewohner das System für ihren Friedhof am liebsten beibehalten, das sich seit 50 Jahren bewährt hat. Es muss jedoch erneuert werden, da der Bestatter mit seinem Bagger nicht jede Grabstelle erreichen kann. Planer Martin Kölbl, Pilsach, hat in einem Entwurf das jetzige System beibehalten, jedoch zusammen mit Statiker Josef Kellermeier bewehrte Betonfertigteile und Stahlwinkel vorgeschlagen.

Pro Grab ergeben sich so Kosten von 2 000 Euro. Das neue befahrbare Granitpflaster kostet 45000 Euro. Als andere Variante legte Kölbl den Plan für einen „grünen“ Friedhof vor mit Wegen statt der Plattenreihen und Grabeinfassungen aus Stahl.

Stadtrat und Ortssprecher Andreas Proschert befürchtet, dass Wege nach Beerdigungen nachfallen und Auffüllungen nötig werden. Da für Urnengräber Platz vorhanden ist, dürfte der Friedhof für den Ort groß genug sein, alternativ könnte man den Schulgarten zurückkaufen für neue Grabstellen. Auf einem Fragebogen können jetzt die Zeller ihre Meinung kundtun.

In Arnsdorf muss das brüchige Leichenhaus entfernt werden. Kölbl schlug einen Bau mit Sichtbeton und Flachdach vor, einen Anbau als Geräteraum und einen Glockenturm. Die Ortsbewohner dagegen forderten einen einzigen Sichtbetonbau, der im hinteren Bereich abgetrennt ist als Geräteraum mit eigenem Eingang. Vom Eingangstor zum neuen Leichenhaus wird der Weg gepflastert. Auch hier sind Urnengräber geplant, außerdem Stromanschluss und Beleuchtung.

Acht Parzellen erschlossen

In Predlfing erläuterte Bürgermeisterin Carolin Braun das erschlossene neue Baugebiet mit acht Parzellen zu je 700 Quadratmeter. Bei einem Platz mussten riesige Steine weggeräumt werden, jetzt kamen von einem anderen Grundstück noch 200 Quadratmeter Fläche dazu. Braun sprach von „wunderschönen Bauplätzen“ in einer guten Lage. Ein verkommenes Haus ist auf Kosten der Stadt zu entfernen.

Das Freibad erhält wegen günstigerer Kosten jetzt vier 1100 Liter-Müllbehälter. Untergebracht werden sie neben dem Behinderten-Parkplatz in einem Gebäude aus Stahlrahmen mit Quer-Lattung und Blechdach. Farblich orientiert man sich an den Gebäuden des Freibads.

Im Sitzungssaal ging es dann um das Allzweckfahrzeug, das der Bauhof beinahe jeden Tag für alle möglichen Arbeiten im Einsatz hat. Jetzt ist eine Reparatur mit ca. 15 000 Euro Kosten notwendig. Der Bauhof hat ein Fahrzeug der Firma Holder ausgesucht, das mit Anbaugeräten 140 000 Euro kostet. Statt eines Kaufs sollte man auch über Leasing nachdenken, so Braun, das im Jahr 22 000 Euro ausmacht. Die ersten drei Jahre sind Reparaturen umsonst, ab dem vierten Jahr ist die Hälfte zu bezahlen. Eine Reparatur lehnte der Ausschuss einstimmig ab, in der nächsten Sitzung soll der Stadtrat entscheiden.

Laut Berichten verläuft die neue Stromtrasse bei Dietfurt.

Ob die Masten aufgerüstet oder erhöht werden, darüber gibt es keine Informationen. Laut Braun gibt es demnächst ein Bürgermeistertreffen zu diesem Thema. Karl Böhm sprach das Baugebiet Töging-Ost an, wo nichts weitergehe.

Bürgermeisterin Braun wies auf schwierige Verhandlungen mit den Anliegern hin, das Problem der Zufahrt und den Ausbau des „Bäckerweges“, wofür es keine Förderung gebe.

Förderprogramm für Mobilfunk

Martin Schmid monierte die schlechten Funkverbindungen. Laut Braun kommt ein Förderprogramm, kritisierte jedoch heftig, dass die Gemeinde die Masten bauen muss und andere dann „das Geld verdienen“.

Johannes Seelus sprach das geplante Baugebiet in Mühlbach an. Bürgermeisterin Braun sieht für die Erschließung der drei Bauplätzen und dem Feuerwehrhaus sehr hohe Kosten. Außerdem gibt es Zweifel, ob man dort überhaupt bauen könne. Auf alle Fälle brauche es bald eine Entscheidung, damit die Bürger wissen, woran sie sind.

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Baugenehmigungen

  • Unterbürg:

    Hier wird an der Stelle des vor vielen Jahren abgetragenen Wirtshauses ein Neubau errichtet. Wegen der Dorfkapelle muss laut Braun die Untere Denkmalbehörde angehört werden. Außerdem ist zur Kreisstraße ein Abstand von 15 Metern einzuhalten. Einstimmig genehmigte man den Plan.

  • Hallenhausen:

    Hier wird ein Wohnhause errichtet. Hierzu gab es keine Gegenstimme.

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