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Disco-Abend endete nach Kopfstoß blutig

Ein Discobesuch endete im Herbst des vergangenen Jahres blutig. Der 24-jährige Angeklagte wurde unter Alkoholeinfluss aggressiv.
Von Bettina Griesbeck

Ein Faustschlag und ein Kopfstoß wurden am Dienstag vor dem Amtsgericht Neumarkt verhandelt. Foto: Gentsch

Neumarkt.Ein Nasenbeinbruch und eine Risswunde am Nasenrücken waren im vergangenen Herbst das blutige Ende eines Discobesuches im Trend in Postbauer-Heng. Mit einem Faustschlag ins Gesicht und einem Kopfstoß war es mit der Disco-Laune vorbei. Der kurze, aber folgenschwere Streit zwischen zwei alkoholisieren jungen Männern ging blutig auseinander. „Mir tut es wirklich leid“, beteuerte der 24-jährige Angeklagte am Montagvormittag in seiner Hauptverhandlung am Amtsgericht.

Ende September des vergangenen Jahres besuchte der Angeklagte die Disco und kam mit zwei ihm bekannten jungen Frauen ins Gespräch. Der Geschädigte gesellte sich gegen 2 Uhr zu dem Trio und im Laufe des Abends wurde auch Alkohol getrunken. Als der Angeklagte bei einer Raucherpause gegen 5 Uhr mit den Damen vor die Disco ging und ihnen zu „aufdringlich“ wurde, verständigten sie per SMS ihren Bekannten. Der kam zu der Raucherrunde und stellte den Angeklagten beim erneuten Betreten der Disco zur Rede – daraufhin traf ihn erst die Faust des Angeklagten, gefolgt von einem Kopfstoß.

Der 25-jährige Geschädigte kann sich nach eigenen Aussagen „auch nicht mehr ganz so gut an den Abend erinnern“. Am Anfang sei alles „ok“ gewesen – als er nach der SMS vor die Disco kam, pöbelte ihn der Angeklagte bereits an. „Ich habe ihm meinen Standpunkt klar gemacht“, sagte der 25-Jährige. „Dann kamen auch schon die Schläge.“ Der Angeklagte saß eingeknickt neben seinem Verteidiger und hörte den Schilderungen des Geschädigten zu. Noch vor Gericht entschuldigte sich der Disco-Schläger bei seinem Opfer. „Ich hoffe, dass du keine bleibenden Schäden hast“, fügte er mit zitternder Stimme hinzu.

Im Vorfeld der Hauptverhandlung hat der Angeklagte bereits 1780 Euro Schmerzensgeld an den Geschädigten überwiesen. „Ich sehe, dass Ihre Entschuldigung glaubwürdig ist und dass Sie sich bemühen, den Schaden wieder gut zu machen“. sagte Richter Rainer Würth bei der Urteilsbegründung. Doch die körperlichen Folgen für das Opfer seinen erheblich gewesen und zwei Wochen konnte er deshalb nicht an seiner Ausbildung teilnehmen.

Der Angeklagte wurde zu drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, ausgesetzt zu einer Bewährung von fünf Jahren. Zusätzlich muss er 1000 Euro an das Opfer sowie 2000 Euro an eine soziale Einrichtung zahlen. Eine günstige Sozialprognose und ein eintragsfreies Bundeszentralregister kamen dem 24-Jährigen zu Gute. „Sehen Sie das Urteil als eine Warnung an – damit so etwas nicht noch einmal passiert“, mahnte Richter Würth.

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