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Kulinarik

Edles Picknick ganz in Weiß

Ende Juni findet wieder das beliebte Treffen in Berching statt. Der Kuffer-Park hat sich als Veranstaltungsort etabliert.
Von Alexandra Nurtsch

Zu Beginn eines jeden Picknicks in Weiß wird mit einer weißen Stoffserviette gewunken. Foto: Blaser/Archiv
Zu Beginn eines jeden Picknicks in Weiß wird mit einer weißen Stoffserviette gewunken. Foto: Blaser/Archiv

Berching. Für Regina Burger ist „Klassik im Park trifft Picknick in Weiß“ eine richtige Wohlfühlveranstaltung. Sie schätzt die angenehme Stimmung, die netten Gespräche, das schöne Essen, die Musik und das Ambiente des Sulzparks. „Das ist ein rundum gelungener Abend, mehr geht nicht“, schwärmt die Vorsitzende der Frauenunion. Heuer organisieren Frauenunion und Gluckfreunde zum fünften Mal das Picknick in Weiß, das am 30. Juni ab 19 Uhr stattfinden wird.

Regina Burger freut sich auf das Picknick in Weiß. Foto: Nurtsch
Regina Burger freut sich auf das Picknick in Weiß. Foto: Nurtsch

Premiere war anlässlich des 300. Geburtstags von Christoph Willibald Gluck, damals war es noch eine Matinee in Weiß. Doch die Organisatoren wollten die Veranstaltung weiterführen, mit dem Ziel, sie zu einer festen Einrichtung zu machen, denn „Berching ist dafür wie geschaffen“, sagt Burger. Die Leute kamen gern und luden ihrerseits Gäste ein, um ihnen das Fest zu zeigen. Mittlerweile ist das Picknick in Weiß aus dem Veranstaltungskalender der Stadt nicht mehr wegzudenken. In diesem Jahr findet es zum fünften Mal statt.

Jazz und Swing

Ab 18.30 Uhr können die Gäste im Hans-Kuffer-Park ihre Picknickkörbe auspacken. Bei den Speisen ist alles erlaubt, was das Herz begehrt. „Die Besucher geben sich immer richtig viel Mühe“, sagt Regina Burger. Es gebe viele Köstlichkeiten und es werde viel geteilt. So sei bereits eine Hummer-Platte aufgetischt und Champagner ausgeschenkt worden. Schon seit etwa einem Jahr steht die Band fest, die von 19 bis 22 Uhr die Besucher unterhalten wird. Der Leiter der Band, Jürgen Meier, war 2017 Picknick-Gast und war so angetan von der Veranstaltung, dass er anbot, nächstes Jahr mit seiner Band zu spielen. „Die Hörproben haben uns dann begeistert“, sagt Burger. Doch Voraussetzung für einen Auftritt beim Picknick in Weiß ist, dass die Gruppe auch Stücke von Christoph Willibald Gluck in ihrem Repertoire hat. Und so werden die zehn Musiker von Claposa, die fast alle aus Beilngries und der Umgebung stammen, mit Dixie, Jazz und Swing sowie dem ein oder anderen Gluck-Werk, wie „Reigen seliger Geister“, die Anwesenden unterhalten.

Für das edle Picknick gelten gewisse Regeln:

Darauf gilt es zu achten

  • Kleidung:

    Die Teilnehmer sollten ganz in Weiß gekleidet in den Sulzpark kommen. Weiße Hüte und barocke Kleidung sind ebenfalls erwünscht. Nicht vergessen sollten die Gäste die weiße Stoffserviette für die Begrüßung.

  • Sitzgelegenheiten:

    Die Frauenunion und die Gluckfreunde stellen Biertischgarnituren bereit. Die Gäste sollten weiße Tischdecken mitbringen. Neben den Sitzgelegenheiten im Park können sich die Teilnehmer auch auf mitgebrachte Decken oder weiße Bettlaken setzen.

  • Gedeck:

    Das Picknick soll edel sein. Darum wird auf Einweggeschirr verzichtet. Gespeist wird von weißen Porzellantellern mit richtigem Besteck. Viele Teilnehmer dekorieren ihre Tische auch mit Blumen und Kerzen.

  • Abschluss:

    Für das Ende des Picknicks lassen sich die Organisatoren etwas Besonderes einfallen. In den vergangenen Jahren schickten die Teilnehmer weiße Schiffchen auf die Reise oder ließen weiße Luftballons steigen. Was es heuer sein wird, ist eine Überraschung.

Die weißen Tischdecken sollten die Besucher selbst mitbringen. Foto: Burger
Die weißen Tischdecken sollten die Besucher selbst mitbringen. Foto: Burger

Was Regina Burger besonders freut, ist, dass sich die Teilnehmer des Picknicks in Weiß mit den Vorgaben identifizieren, denn wie der Titel schon sagt, sollten die Gäste möglichst komplett in Weiß gekleidet erscheinen. Und auch so gibt es einige Regeln zu beachten, denn es handelt sich um ein edles Picknick, bei dem nicht von Wegwerfgeschirr, sondern von weißen Porzellan-Tellern gespeist wird und auch die Tischdekoration mit Kerzen und Blumen kommt nicht zu kurz. Erstmals fand ein „Diner en blanc“ 1988 in Frankreich statt. Lange galt es als eine Veranstaltung der Oberschicht, doch mittlerweile finden auf allen Kontinenten ähnliche Veranstaltungen statt und ziehen mehrere tausend Menschen aus allen Gesellschaftsschichten an.

Tolle Atmosphäre im Park

Auch Bürgermeister Ludwig Eisenreich freut sich auf die Veranstaltung im Kuffer-Park. „Letztes Jahr war es eine herrliche Sommernacht“, erinnert er sich. Es herrsche eine tolle Atmosphäre im Kuffer-Park. Es sei toll, dass er so gut angenommen werde, nachdem der Park so gescholten worden sei. Ende April feierte Thomas Rose dort seinen Nachprimiz-Gottesdienst.

Bei den Speisen geben sich die Besucher viel Mühe. Wichtig ist, dass nichts aus Einweggeschirr gegessen wird. Foto: Burger
Bei den Speisen geben sich die Besucher viel Mühe. Wichtig ist, dass nichts aus Einweggeschirr gegessen wird. Foto: Burger

Am Freitag gestaltete die Stadtkapelle Berching einen Blasmusikabend auf der Sulzbühne und am Sonntag ab 18 Uhr führt der Freystädter Rock- und Popchor Vocalipur dort sein Programm „5-sinnig“ auf. Auch im Juli sind Veranstaltungen im Kuffer-Park und auf der Sulzbühne geplant, zum Beispiel präsentiert am 8. Juli der Kulturförderkreis Michael Fitz mit „Jetzt auf gestern 2018“. Karten sind im Vorverkauf unter anderem bei Hörakustik Ölscher in Berching erhältlich.

Im April war der Liedermacher und Schauspieler mit seinem Programm „Jetzt auf gestern 2018“ in Nittenau zu Gast. Den Artikel dazu lesen Sie hier.

Am Samstag, 30. Juni, heißt es nun „Klassik im Park trifft Picknick in Weiß“. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, jedoch wird ein Spendentopf aufgestellt und die Organisatoren freuen sich, wenn ein paar Euro zusammenkommen. Wie Regina Burger betont, ist es auch möglich, nur der Musik zu lauschen und nicht zu picknicken. Wenn es regnet, findet das Konzert in der St. Lorenz-Kirche statt. Das Picknick muss dann leider ausfallen. Aber davon geht Regina Burger nicht aus. „Wir hatten jetzt viermal Bombenwetten. Ich bin bester Hoffnung, dass es heuer wieder so ist.“

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