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Gluck

Ein Abend der Liebe und des guten Essens

Zum Valentinstag haben die Gluckfreunde ein Dinner veranstaltet – mit allerhand Leckereien und natürlich mit Werken von Christoph Willibald Gluck.
von Barbara Blaser

  • Zwei Diener begrüßten die Gäste. Fotos: Blaser
  • Die Gäste waren begeistert vom Essen.

Berching.Der 14. Februar ist der Tag der Liebe. Den Abend nutzten die Gluckfreunde, um im kleinen Saal des Gasthauses Dallmayr ein Valentinsdinner zu veranstalten. Das Thema lautete: „Gluck und die Liebe“.

Festlich gekleidete Gäste jeden Alters wurden von zwei Lakaien an der Tür erwartet und zu ihren Plätzen gebracht. Es war kein gewöhnlicher Abend: Es war Valentinstag und im Vordergrund stand der berühmte Komponist Christoph Willibald Gluck. Freudig, gut gelaunt in besonderer Atmosphäre warteten die Besucher, was sie die kommenden Stunden erleben würden.

„Gluck hat gerne Kraut gegessen“

Ursula Lindl, die Vorsitzende der Gluckfreunde, begrüßte die Paare und erklärte: „Gluck hat sehr viel Musik über die Liebe geschrieben – aber auch sehr gerne gegessen. Besonders Sauerkraut. Sie werden heute bestimmt ein bisschen ins Schwärmen kommen.“ Der Abend stand dann ganz unter dem Zeichen der Liebe. „Wo die Liebe den Tisch deckt, schmeckt das Essen am besten“, besagt ein französisches Sprichwort.

Serviert wurde ein dreigängiger Gaumenschmaus. Aber davor trat erstmals die Theatergruppe des Kulturförderkreises auf. Es ging zurück in das Jahr 1750. Marianne Pirker, dargestellt von Lissi Streb, war Opern- und Konzertsängerin bei der Gruppe des Pietro Mingotti. Sie war in Nordeuropa unterwegs, während ihr Gatte (Richard Weidinger) in London war. Eigentlich wollten sie sich treffen. „Ich habe sie gewarnt vor diesem Junggesellen Gluck“, erklärte der Gatte. Aber leider hatte sie da schon längst ihr Herz an Gluck verloren. Marianne Pirker war fasziniert vom großen Meister.

Der erste Akt des Abends schloss, das Dinner konnte beginnen. Gereicht wurde eine Cremesuppe vom Wurzelgemüse mit Muskatschaum und Garnele. Dann erschien der Maître persönlich, dargestellt von Julian Sörgel. Und er sagte: „Ich bin nicht ganz so bewandert in Herzensangelegenheiten – obwohl mir Manches nachgesagt wird. Aber das ist der Klatsch der abgewiesenen Frauen, man kennt das ja. Und ein Chevalier schweigt darüber.“ Geheiratet habe er erst sehr spät, erklärt er. Mit 36 Jahren, am 15. September 1750. Weiter sagte Gluck: „Ein junges Ding von 16 Jahren war meine Maria Anna Bergin. Es musste das Einverständnis des Vormunds meiner Braut eingeholt werden, da ihr Vater bereits verstorben war.“ Außerdem hätten n Bürgermeister und Rat der Stadt Wien den zehn Punkte umfassenden Heiratskontrakt zu genehmigen gehabt. Gluck hatte mehrere „Amouren“.

Dann griff Julian Sörgel zur Geige und spielte ein Stück aus Orpheus und Eurydike: „Que farò“. Dabei gerieten die Gäste tatsächlich ins Schwärmen, denn Glucks verstand es, in seinen Werken Musik und die Liebe zu vereinen.

Rosen für die Damen

Nach dem Hauptgang reichten Gesche Zimmermann und Thea Zech mit Zitaten abermals aus der Oper „Orpheus und Eurydike“ den Damen Rosen. Höflich wie zu Glucks Zeiten zogen sie von Tisch zu Tisch und übten gepflegte Konversation mit den Gästen. Ein Abend der Liebe und des guten Essens ging viel zu schnell vorbei.

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