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Kirche

Ein Blick hinter die Kulissen

Die Schwestern des Altenheims St.-Franziskus öffnen ihre Pforten. Das Gebäude hat eine jahrhundertelange Geschichte.
Von Franz Guttenberger

Die zehn Ordensschwestern in Berching mit Oberin Brunhilde (2. v. r. vorne) freuen sich auf die Besucher.FOTO: GUTTENBERGER
Die zehn Ordensschwestern in Berching mit Oberin Brunhilde (2. v. r. vorne) freuen sich auf die Besucher.FOTO: GUTTENBERGER

BERCHING.Am Tag der offenen Klöster am 21. April öffnen auch die Schwestern des Altenheims St.-Franziskus ihre Pforten und geben einen Einblick in ihren Alltag. Der 21. April steht unter dem Motto „Gut. Wir sind da“. Das Haus Franziskus in Berching hat eine lange Geschichte.

Aus dem Kloster wurde das Pettenkoferhaus und das Caritas Altenheim St. Franziskus. 1722 fand in Berching die Grundsteinlegung für ein Kloster statt, das der Weinhändler Johann Georg Pettenkofer für Berching gestiftet hatte. Bereits 1723 wurde die Kirche „Zur Hl. Dreifaltigkeit“ eingeweiht. In das neue Kloster zogen Kapuziner ein. 1738 wurde das Hospitium der Kapuziner zum Konvent erhoben. Die Kapuziner verließen 1806 Berching und übersiedelten nach Eichstätt. Noch im gleichen Jahr kamen Franziskaner aus Beilngries ins Berchinger Kloster, da das Kloster in Beilngries aufgelöst worden war. Im Jahr 1969 wurde das Berchinger Franziskanerkloster wegen Nachwuchsmangel aufgelöst.

1966 nahm die Pfarrei Berching mit dem Caritasverband Eichstätt Briefkontakt wegen eines Altenheims auf. 1968 nahm dieses bereits konkretere Formen an und es ist ein umfangreicher Schriftwechsel zwischen dem Landratsamt Beilngries unter dem damaligen Landrat Hans Pröll, dem Caritasverband Eichstätt, unter Direktor Weidendorfer, dem damaligen Bayerischen Wirtschaftsminister Anton Jaumann und MdL Rupp nachzuweisen. Man einigte sich zum Kauf des Klosters zu einem Betrag von 140 000 Mark, falls die Nuntiatur zustimme. Am 17. Februar 1970 wurde der endgültige Kaufvertrag unterzeichnet.

Bereits in der zweiten Jahreshälfte 1969 war mit dem Bau des Altenheimes begonnen worden. Die Klosterkirche war zum Pfarrheim „Pettenkoferhaus“ umgebaut worden und gehört der Pfarrei Berching. Die Sakristei wurde zur Hauskapelle des Altenheimes umgestaltet. Das frühere Altarbild der Klosterkirche wurde an der Stirnseite der Kapelle angebracht.

Das Klostergebäude wurde umgebaut und saniert. Hier wurden die Zimmer für die im Altenheim tätigen Ordensschwestern und 14 Zimmer für Schwestern im sogenannten Ruhestand, der Speiseraum und das Büro untergebracht.

Der Altbau, das frühere Kloster, und der Neubau wurden durch die einladende Eingangshalle verbunden. Es schließt sich der große Speise- und Festsaal an.

Im Neubau wurden 86 Plätze für die Heimbewohner geschaffen. In der Pflegestation konnten in zwölf Doppelzimmern 24 Patienten untergebracht werden. Die 62 Einzelzimmer der Rüstigenstation befanden sich in den drei Etagen des Ost- und Westflügels. Jedes Zimmer wurde mit Einbauschrank und Waschraum mit Toilette ausgestattet. Nach einer Bauzeit von fast drei Jahren konnte Anfang 1972 das Altenheim bezogen werden. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf knapp 4,4 Millionen Mark.

Von Anfang an waren neben der Oberin noch vier Ordensschwestern in den einzelnen Abteilungen tätig. Die feierliche Einweihung durch den damaligen Bischoff von Eichstätt, Dr. Alois Brems, fand am 11. Juli 1972 statt. Zu diesem Zeitpunkt war das Heim fast voll belegt.

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