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Region Neumarkt
Montag, 16. Juli 2018 27° 2

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Ein Jahr voller Herausforderungen

Für Mühlhausen steht 2018 vor allem die Anbindung der Kreisstraße auf dem Plan. Doch das ist nicht die einzige Aufgabe.
Von Hans Gleisenberg

Die Anbindung der NM19 im Zuge der Umgehung ist eine große Herausforderung. Foto: Gleisenberg
Die Anbindung der NM19 im Zuge der Umgehung ist eine große Herausforderung. Foto: Gleisenberg

Mühlhausen.„Wir wollen auch 2018 den eingeschlagenen Kurs, die Gemeinde kontinuierlich weiter zu entwickeln fortsetzen“ sagte Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer zu den anstehenden Aufgaben im neuen Jahr. Im Gespräch mit dem Tagblatt erläuterte der Rathauschef die ehrgeizigen Ziele, die er, die Verwaltung und der Gemeinderat auf den Weg bringen wollen.

„Es ist unser Ziel, die schon 2017 auf den Weg gebrachten Projekte und Maßnahmen fertigzustellen. Im Fokus stehe die Weiterführung der Umgehungsstraße: „Diese Maßnahme ist aktuell seinem Zeitplan sogar voraus. Nach derzeitigem Stand ist eine Befahrbarkeit der Trasse – mit Einschränkungen – schon im Herbst 2018 möglich. Es werde schon früher als gedacht eine deutliche Entlastung des Kernorts Mühlhausen möglich sein.

Zusätzlicher Lärmschutz

Der Rathauschef nannte in diesem Zusammenhang auch den Lärmschutzwall, der auf Eigeninitiative errichtet werde: „Die Lärmschutzvorgaben werden zwar eingehalten, doch mit diesem Wall, für die wir die Grundstücke zur Verfügung stellten und die das staatliche Bauamt mit gut 30 000 Kubikmetern Erde auffüllt, werden die Bürger in Sachen Emissionsschutz zusätzlich entlastet“, machte er deutlich. Auch in Sachen Bauland sei man tätig und habe an den Arealen „Breitenloh“ an der Wappersdorfer Straße 20, Im Rohrfeld zehn und in Sulzbürg „Auf der Richt“ neun Bauplätze in Planung.

Das ist die Gemeinde

  • Bevölkerung:

    Die Gemeinde Mühlhausen hat aktuell 5022 Einwohner. Die wichtigsten Maßnahmen sind der Baufortschritt der Umgehung, Baulandschaffung sowie die Erschließung im Gewerbegebiet Nord.

  • Planung:

    Die Fertigstellung des Bierwächterhauses sowie die Weiterführung des Kernwegenetzausbaus, die Breitbandversorgung und die Digitalisierung im Rathaus sind weitere Schwerpunkte. Kulturell sei das Künstlersymposium das Großereignis in diesem Jahr. (ngl)

Auch der Platz im Gewerbegebiet Nord sei voll belegt: „Es gibt mehr Interessenten, als wir Fläche anbieten können“, verdeutlichte Hundsdorfer die zwar positive aber auch weiter zu entwickelnde Situation in dieser Hinsicht an. Er verstehe auch nicht die aktuelle Diskussion um die Flächenversiegelung oder Flächenfraß: „Wir haben in den letzten Jahren eine Flächennutzung getätigt, die sich im Wesentlichen auf die Innenbereichverdichtung bezogen hat. Wir werden auch künftig auf eine effiziente Bebauung achten. Hier von Willkür zu sprechen, sei abwegig. Es wäre kontraproduktiv, bauwilligen Familien, die in Mühlhausen bleiben wollen, zu sagen, sie sollen sich wo anders was suchen – „auch bezogen auf die Tatsache, dass wir hier noch Bauland zu erschwinglichen Preisen anbieten“, sagte der Bürgermeister.

Auch 2018 gibt es für den Rathauschef viel zu tun. Foto: Gleisenberg
Auch 2018 gibt es für den Rathauschef viel zu tun. Foto: Gleisenberg

Auch im Bezug auf die Gewerbegebiete bezog er klar Stellung: „Der Wohlstand kommt nicht von ungefähr, sondern geht von einer gesunden Wirtschaft aus. Mühlhauen ist hier in der glücklichen Lage, gut aufgestellt zu sein“, sagte Hundsdorfer zur aktuellen Situation.

Weitere wichtige Projekte

Als weitere wichtige Projekte im neuen Jahr bezeichnete er die Planung des Museumsgartens in Sulzbürg, die Fertigstellung des Bierwächterhauses, den Feuerwehrstellplatz in Hofen, die Dorferneuerung in Kruppach sowie den Breitbandausbau.

Schulen und Kindergärten seien in Takt. Deshalb sei eine Sanierung des 1981 erstellten Mittelteils der Mittelschule erst mittelfristig ein Thema. Die Gemeinde sei finanziell gut gestellt: „Zins und Schuldenpolitik betreiben wir seit vielen Jahren mit Weitblick.“ So sei es der Gemeinde gelungen, die Schuldenfalle zu verlassen.

„Wir sind sogar in der Lage, über freie Mittel in Form von Rücklagen zu verfügen.“ Doch der Bürgermeister weiß auch, dass die Gemeinde den Bogen nicht überspannen dürfe: „Wir sind bemüht, weiter mit Augenmaß zu handeln.“ Dabei wolle er aber keinen Stillstand der Gemeinde in Kauf nehmen, sondern den Wirtschaftsstandort Mühlhausen stärken, was letztlich auch eine deutliche Verbesserung für die Bürger bedeute.

„Auch Arbeitslosigkeit ist bei uns kein Thema“, betont Hundsdorfer. Sowohl gesellschaftlich als auch kulturell sei die Gemeinde Mühlhausen mit aktiven Vereinen und Verbänden gut aufgestellt, sagte der Bürgermeister am Ende des Pressegesprächs. Er blicke positiv auf das anstehende Jahr, das mit Herausforderungen gespickt ist.

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