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Treffpunkt

Ein neues Zuhause für das ganze Dorf

Das Ottmaringer Dorfhaus ist fertig, damit ist Zeit für die Vereine ohne richtige Heimat vorbei.
von Johann Grad

  • Das neue Dorfhaus wurde in viel Eigenleistung errichtet.
  • Der Stammtisch der „Moosbärn“ und andere Gruppen haben eine schöne Bleibe gefunden. Foto: Grad

Ottmaring.Die Ottmaringer haben sich ein schönes Dorfhaus gebaut, jetzt ist es innen und außen fertig, und der Betrieb ist angelaufen. Vorbei sind die vielen Jahre ohne richtige Heimat für Versammlungen, Stammtische oder Sitzungen der Vereine. Immerhin stand das frühere Milchhäusl als Treffpunkt zur Verfügung. Für größere Zusammenkünfte stellten Johann Baier und Max Werner ihre Werkstätten zur Verfügung. Doch alle merkten, dass man für die Zukunft ein öffentliches Haus, ein Dorfgemeinschaftshaus, braucht.

Nach der Aufnahme in das Programm „Kleine Dorferneuerung“ der Direktion für ländliche Entwicklung bildete sich ein Dorfhausteam, es gab viele Planungen, an denen sich die Dorfgemeinschaft beteiligen konnte, Besprechungen zur Finanzierung und Einholen von Angeboten für die Gewerke. Vor einem Jahr schließlich rollte der Bagger an und die Arbeiten begannen. Nach vier Wochen stand der Rohbau und einen Tag nach dem Dachdecken gab es eine zünftige Feier. Es folgte die Installation für Heizung, Sanitär und Elektro, die Fenster wurden gesetzt und die Maschine für den Innen- und Außenputz angeworfen. Isolierung und Leitungen für Fußbodenheizung verlegte man, dann ergoss sich Fließestrich ins Haus und wieder war eine Etappe geschafft.

Während der Estrich austrocknete, ging es an die Akustikdecke, die viel Arbeit machte. Hauptsächlich die jungen Leute isolierten den Dachboden und verlegten darauf einen Bretterboden. Eine Fachfirma installierte den Pelletofen, der mit viel Wärme den Estrich austrocknete. Terrassen und Wege ums Haus pflasterte man, die Wände der Toiletten und Küche fliesten geschickte Hände und legten auf den Fußboden großformatige Platten. Trennwände, Küche, Theke und Türen wurden eingebaut, Tische, Stühle und eine lange Bank. Der Maler strich noch einmal Decke und Wände. Anfang März heuer war die erste große Veranstaltung, als beim Schafkopfrennen der FF Ottmaring 68 Spieler die Karten auf die Tische knallten.

Die Männer vom Stammtisch am Mittwoch ziehen die Schiebewand vor und sitzen dann in einem gemütlichen Raum. Man bespricht dies und das, ratscht sich aus, auch eine Kartlerrunde trifft sich zum Schafkopf oder Watten. Bewährt hat sich die Akustikdecke, die Lärm und Geräusche gut schluckt. Das Dorfhausteam unter Leitung von Ortssprecher Martin Mosandl kümmert sich jetzt um die letzten Anschaffungen wie einen Schrank, im dem Putzsachen, Staubsauger und notwendiges Kleinzeug verstaut werden kann. Außerdem geht es darum, Regeln für die Benutzung des Dorfhauses aufzustellen und Preise für Getränke festzulegen oder die Höhe der Miete für private Feiern.

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