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Ein Stück Woodstock in Deinschwang

Beim ersten Rocking-Stone-Festival ging es tiefenentspannt zu. Hunderte Gäste kamen, um vor romantischer Kulisse zu feiern.
Von Doris Distler

Cook Rays Gone in Aktion auf der Bühne Foto: Doris Distler
Cook Rays Gone in Aktion auf der Bühne Foto: Doris Distler

Lauterhofen.Es war eine ganz besondere Atmosphäre am Samstag beim ersten Rocking-Stone-Festival in Deinschwang. Das hatten viele Gäste wohl erahnt, denn der Besucherstrom wollte nicht abreißen. Um halbneun waren es bereits 500 Menschen, welche die wildromantische Felsenkulisse im Wurschtbachtal angestrebt hatten.

Und während auf der Bühne die Bands ihr Bestes gaben, tummelten sich Männer und Frauen, Kinder und Jugendliche, Junge und Ältere gleichermaßen auf der Wiese wo sonst das Felsenfest stattfindet – und redeten. Typisch Landkreis Neumarkt eben: Man kennt sich, trifft sich endlich einmal wieder und hat so richtig Zeit zum ausgiebigen Plausch.

Friedlich und fröhlich

So antwortete ein Besucher leicht irritiert auf die Frage, wie ihm die Band gefiele: „Ähm, gut, ich hab noch gar nicht so viel mitbekommen.“ Der intensive Austausch mit einem Freund stand erst einmal im Vordergrund. Doch dann hörte er mit seinem Bier in der Hand genussvoll den Klängen von Cook Rays Gone zu, die es mit manchen Stücken schafften, ein Stück Woodstock in Deinschwang anklingen zu lassen. Die Besucher wirkten ebenso: tiefenentspannt, friedlich, genussvoll zuhörend. Mal der Musik, dann dem Nachbarn.

Auch in der Schlange vor dem Würstlstand konnte man prima der Musik zuhören. Foto: Distler
Auch in der Schlange vor dem Würstlstand konnte man prima der Musik zuhören. Foto: Distler

So wie die Schlange der Besucher am Eingang nicht nachließ, so war es auch am Würstlstand. Und die drei Bars waren sowieso dauerhaft umringt von Durstigen und Plaudernden. Wer keinen Platz mehr auf einer der Sitzbänke fand, ließ sich kurzerhand im Gras nieder. Es war ja angenehm warm. Einer der Organisatoren erklärte: „Beim Wetterbericht fürs Wochenende ist uns allen leichter geworden.“

„Ab 300 Gästen machen wir es wieder. Nächstes Jahr vielleicht sogar zwei Tage lang.“

Peter Neumeier

Das war ein Risiko, das die Mitglieder des Heimatvereins Wurschtbachtal auf sich genommen hatten, als sie im Dezember mit der Organisation dieses ersten Rockfestivals in der Felsenkulisse begonnen hatten. Aber wenn man die zufriedenen Gesichter der Mitglieder ansah, wusste man, dass es sich gelohnt hatte. Das wurde auch klar bei den Besuchermengen. „Ab 300 Gästen machen wir es wieder“, sagte Vorstand Peter Neumeier vom Heimatverein. „Nächstes Jahr vielleicht sogar zwei Tage lang“, verriet er noch.

Gleich mit Übernachtungsmöglichkeit waren etliche Besucher zum Rocking Stone Festival nach Deinschwang angereist. Foto: Distler
Gleich mit Übernachtungsmöglichkeit waren etliche Besucher zum Rocking Stone Festival nach Deinschwang angereist. Foto: Distler

Etliche waren mit einem Wohnmobil oder einem ausgebauten VW-Bus angereist. Auch von dort aus ließ es sich bequem den eingängigen rockigen Klängen lauschen und gleich danach ins Bett oder in den Schlafsack kuscheln. So waren die Übernachtungsgäste durchaus auch Gäste aus dem Landkreis oder Nachbar-Landkreisen.

„Das muss man unterstützen. So oft gibt es schließlich kein neues Festival.“

Klaus Klan

Der wohl am weitesten angereiste Besucher Klaus Klan aus Riedlingen an der Donau hatte von einem Bekannten vom Festival gehört. „Da hab ich sofort gesagt: Ich komme. Das muss man unterstützen. So oft gibt es schließlich kein neues Festival. Und es ist super organisiert“, lobte er. Dafür hätten sich die 250 Kilometer Anfahrt gelohnt.

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