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Kommentar

Ein trauriges Ende

Ein Kommentar von Eva Gaupp

Die Tierschützer haben sicherlich Recht, wenn sie an den Rahmenbedinungen des Jura-Zoos Kritik üben. Nicht umsonst ist das Landratsamt eingeschritten und hat den Betreibern strenge Vorgaben auferlegt. Leider wird in dieser Debatte aber die Familie Pelech oft als Tierschänder hingestellt. Und das zu unrecht.

Zoos sehen heute völlig anders aus als noch vor 30 Jahren. Und das ist richtig, denn die Betreiber bemühen sich, den Tieren ein artgerechtes Umfeld zu bieten.

Doch der Jura-Zoo wurde 1989 eröffnet und von einer Familie allein betrieben. Einer Familie, die nie in den Urlaub gefahren ist, die aus Leidenschaft und Liebe zu den Tieren sich einen Traum erfüllt hat. Viel Geld war mit dem Jura-Zoo auch in seiner Blütezeit kaum zu verdienen. Wie soll man da notwendige Investitionen tätigen?

Der plötzliche Tod des Begründers Fritz Pellech war eine Zäsur. Sein Sohn und seine Witwe haben sicher alles versucht, um sein Vermächtnis zu erhalten.

Doch die Anforderungen sind gewachsen und die Besucherzahlen gesunken. Zoos müssen heute Spektakuläres und immer Neues bieten, um attraktiv zu bleiben. Genauso wie die kleinen Familienzirkusse aussterben ist die Zeit der Familien-Zoos vorbei. Ein trauriges Ende, das der Jura-Zoo nicht verdient hat.

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