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Region Neumarkt
Samstag, 26. Mai 2018 23° 3

Mühlhausen

Ein Zentrum für Kunst und Kultur

Ludwig Schiller, der Leiter des „Landlmuseums“ in Sulzbürg, erhofft sich mehr Aufmerksamkeit für die Ausstellungen.
Von Hans Gleisenberg

Im Landlmuseum finden regelmäßig Ausstellungen statt. Foto: Gleisenberg

Sulzbürg.„Das „Landlmuseum“ in Sulzbürg entwickelt sich immer mehr zu einem Zentrum für Geschichte, Kunst und Kultur. So wird es auch seinem Namen gerecht, der neben der Bezeichnung „Landlmuseum“ auch den Untertitel: „Migration – eine Aufgabe über Jahrhunderte“ hat, führte Museumsleiter Ludwig Schiller einführend für die neuen Mitglieder aus.

„Hier wird vor allem auf das Leben der Juden hingewiesen, die in der Landlmetropole eine lange Geschichte haben“, sagte Schiller. Doch auch die Exulanten aus Österreich, den „Landlern“ oder dem Grafengeschlecht der Wolfsteiner hätten Sulzbürg und seine Geschichte entscheidend geprägt. „Diesen Themen wurde viel Platz eingeräumt“, sagte Schiller weiter zum Aufgabenfeld. Bei der Jahresversammlung sprach der Museumsleiter von einem guten Besucherzuspruch, machte aber deutlich, dass man auch noch die Werbetrommel rühren müsse, um weitere Aufmerksamkeit für das Museum zu erwecken: „Unsere Besucher, die erstmals zu Gast sind, zeigen sich erstaunt über die Vielfalt in den Ausstellungsräumen.“ Viele Gäste kämen wieder.

Ständiger Wechsel im Museum

Schiller erläuterte, dass man die Exponate wechsle, um das Museum attraktiv zu halten und um verschiedene Epochen und Eindrücke zu präsentieren. 2017 habe man zwei Kunstausstellungen durchgeführt. In einer Sonderausstellung wird dem 25. Geburtstag der Kanalfertigstellung Rechnung getragen. Darüber hinaus werde der historische „Wolfsteinersaal“ zunehmend ein beliebter Ort für Eheschließungen. „Sehr erfolgreich war unsere Teilnahme am Mittelalterfest mit verschiedenen Ausstellungstücken“, sagte Schiller. Die Zahl der Mitglieder im Museumsverein sei mit 70 leicht steigend. Alle seien sehr engagiert, wenn es um die Verbesserung und die geschichtliche Aufarbeitung gehe, berichtete der Museumsleiter. Für diesen Personenkreis wurde 2017 ein Ausflug auf die Parsberger Burg organisiert. In diesem Jahr geht es nach Pyrbaum, das ebenfalls eng mit der Sulzbürger Vergangenheit verknüpft ist. Im Bereich der Museumspädagogik wurde eine Museumspetschaft angefertigt. Hier sollen ab Sommer Kinder ihr eigenes Papier herstellen können, darauf mit alten Schreibmitteln einen Brief verfassen. Dieser kann dann mit der Petschaft gesiegelt und verschickt werden.

Hier finden Sie weitere Informationen:

Bürgermeister lobt das Museum

  • Nutzen:

    „Das kulturelle Leben und die Kunstszene von Mühlhausen hat von diesem Neubau und seinen fleißigen Protagonisten profitiert“, sagte Mühlhausens Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer.

  • Besuch:

    Das Museum ist an den Wochenenden und an Feiertagen von 14 bis 16 Uhr geöffnet. (ngl)

Königliche Briefe erhalten

Dem Verein gelang es, in einem Archiv zwei Briefe von Sofie Christiane, Gräfin von Wolfstein und Herrin von Obersulzbürg und Pyrbaum, zu erstehen. So erhielt der Verein weitere Informationen über ihr Leben. Sofie Christiane war die Mutter der Königin von Dänemark und Norwegen. Die Briefe wurden in Kopenhagen verfasst. Weiter werde eine Sonderausstellung mit alten Ansichtskarten vorbereitet.

Mühlhausens Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer, dankte dem engagierten Verein für seine Mühe um die Aufarbeitung der Heimatgeschichte: „Ludwig Schiller und sein Team haben den Räumlichkeiten Leben eingehaucht und eine bemerkenswerte Ausstellung geformt.“

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