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Region Neumarkt
Freitag, 20. Juli 2018 29° 3

Vortrag

Einblick in die Geschichte Lauterhofens

Im Kulturstadl ging es um die alten Hausnamen – aber auch darum, wie die Region fit für die Zukunft wird.
von Hans-Jürgen Hennig

Der Männerchor unter der Leitung von Georg Rammelmeier umrahmte den Abend musikalisch. Foto: Hennig
Der Männerchor unter der Leitung von Georg Rammelmeier umrahmte den Abend musikalisch. Foto: Hennig

Lauterhofen.Im Kulturstadl stand ein Abend unter dem Motto „Alte Hausnamen“. Gemeint waren die Namen verschiedener alter Häuser in Lauterhofen und ihre ursprüngliche Bedeutung. Der Abend bot aber den zahlreichen Lauterhofenern noch viel mehr, so dass sein Leitthema nur einer von mehreren kulturellen Schwerpunkten war.

Maria Rammelmeier begrüßte die Gäste und gab einen kurzen Überblick über das abendliche Programm. Danach sprach Bürgermeister Ludwig Lang Grußworte, in denen er auf den Regionalpark QuellenReich hinwies, aber auch betonte, wie gut sich kulturelles Leben in den vergangenen Jahren entwickelt hat.

Mit einem Lied des Männergesangsvereins kam auch eine lustige bayerische Note in den Abend. „Es grüßen euch an dieser Stelle die Sänger von der Lauterachquelle...“, so ließen die Musikanten ihre Stimmen ertönen. Dirigiert wurde der Männerchor von Georg Rammelmeier.

Maria Rammelmeier, die auch Projektmanagerin des Regionalparks ist, stellte mit einem Lichtbildervortrag das Projekt Regionalpark QuellenReich vor. Er werde als Projekt von der gemeinnützigen Kommunalentwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH getragen. Er erstreckt sich laut Rammelmeier über die Gemeinden Neumarkt, Pilsach, Lauterhofen und Velburg. Die wichtigsten Themen: Naturerlebnis und nachhaltige Entwicklung, Wallfahrt, Entschleunigung und Spiritualität, Fachtourismus, Energiezukunft, kultureller Erlebnisraum und Golfdorado.

Freizeitangebote vorstellen

Das Ziel soll laut Rammelmeier die Steigerung der Lebensqualität und Festigung der regionalen Identität sein. Es sollen Freizeitangebote, Gastronomie, Naturkulissen und touristische Potenziale so hervorgehoben und vernetzt werden, dass sie regelmäßig von der Bevölkerung genutzt werden. Mit diesem Regionalpark würden die beteiligten Gemeinden die Entwicklung der Region vorantreiben wollen und die Beteiligung der Bürger werde hierbei ein wichtiger Erfolgsfaktor sein.

Marktrat Ludwig Härteis, als Fachmann für Historie, gab mit seinem Vortrag dem Abend eine geschichtliche Note und vermittelte Einblicke in die Vor- und Frühgeschichte der Region und erklärte den Einfluss der Kelten auf die Kultur. Außerdem verriet Härteis, dass Lauterhofen mit einer der ältesten Orte im ganzen Freistaat Bayern sein dürfte. Sehr lustig war eine Passage seines Vortrages über die Schulen und die Lehrer im Mittelalter, die zu dieser Zeit nicht nur Lehrer, sondern auch Zolleinnehmer, Messner, Schulmeister und Geschichtsschreiber waren.

Ludwig Härteis erinnerte daran, dass Lauterhofen demnächst (2025) seine 1300-Jahr-Feier begehen könne und dass jeder Bürger dieses Gefühl, in einer uralten Kulturregion zu leben, ruhig genießen könne.

Damit die Stimmung nicht zu wissenschaftlich wird, schmetterte der Gesangsverein gleich noch zwei Lieder in den Saal, wovon besonders der Dank an die Dampfnudel mit in einem Dampfnudellied die Gemüter erheiterte. Das war echte bayerische Heimatkultur, die einen Beifallssturm auslöste.

Der Koudschmied war bekannt

Bevor Maria Rammelmeier über den nächsten Schwerpunkt sprach, erhielt der Lauterhofener Josef Gruner ein Präsent aus der Hand des Bürgermeisters, für seine Arbeit. Seine Unterstützung sei sehr hilfreich gewesen bei der Erforschung der alten Hausnamen und ihrer Bedeutung. Auf dieses historische Thema konzentrierte sich wiederum Maria Rammelmeier in ihrem Vortrag. Sie ging auf die Lauterachstraße und nannte einige von den erforschten Namen und ihre Bedeutung. Beispielsweise gab es da den Koudschmied – mit „Koud“ ist Erde oder Schlamm gemeint und „Schmied“ war die Berufsbezeichnung. Der Koudschmied hatte seinen Namen daher, da sein Hof stets von Schlamm überschwemmt wurde sobald es stärker regnete.

Für die interessierten Bürger lagen im Kulturstadel noch zwei weitere Karten aus, auf denen die Häuser mit den Namen verzeichnet waren, so das jeder nachschauen konnte.

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