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Eine besondere Priesterweihe

Andreas Lerch wurde zum Priester ernannt. Aktuell ist er in Woffenbach tätig.

Andreas Lerch, der derzeit in Woffenbach tätig ist, wurde am Samstag in Eichstätt zum Priester geweiht.  Foto: Anika Taiber-Groh
Andreas Lerch, der derzeit in Woffenbach tätig ist, wurde am Samstag in Eichstätt zum Priester geweiht. Foto: Anika Taiber-Groh

Neumarkt.Bischof Gregor Maria Hanke hat am Samstag die Diakone Ralph Heiligtag und Andreas Lerch zu Priestern für die Diözese geweiht. Andreas Lerch ist den Neumarktern durch seine Arbeit als Diakon in St. Willibald in Woffenbach bekannt.

Der 34-Jährige wurde in Oberschlesien geboren und wuchs in Ingolstadt auf. Nach seiner Schulzeit absolvierte er eine Lehre zum Gas- und Wasserinstallateur. „Während der Ausbildung kam wieder der Ruf“, erinnert sich Lerch daran, dass er bereits als Kind Priester werden wollte. In der Spätberufenenschule St. Josef in Fockenfeld erlangte er die allgemeine Hochschulreife, 2011 konnte er sein Theologiestudium an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt aufnehmen. Von 2013 bis 2018 war er zudem an der Hochschule Benedikt XVI. im österreichischen Heiligenkreuz.

Ralph Heiligtag ist in Bamberg geboren und aufgewachsen. Der 46-Jährige hat einen ungewöhnlichen Weg zum Priestertum hinter sich. Zunächst studierte er Jura, entdeckte dann seine Liebe zur Musik und nahm sein Opern- und Konzertgesangsstudium an der Musikhochschule Nürnberg auf. Es folgte ein Aufbaustudium Liedgesang an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover sowie einige Jahre als freischaffender Opern-, Lied- und Konzertsänger, bevor er von 2007 bis 2015 als Opernchorsänger am Opernhaus Erfurt arbeitete. Von 2001 bis 2008 wirkte er zudem als Stationssprecher, Moderator und Autor beim Bayerischen Rundfunk. 2015 begann er sein Magister-Theologiestudium an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Heiligtag ist derzeit als Diakon in der Münsterpfarrei „Zu Unserer Lieben Frau“ in Ingolstadt als Pastoralpraktikant tätig.

Die Priesterweihe fand heuer wegen Corona unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Bischof Hanke sagte, sie werde nicht wie in anderen Diözesen verschoben, da man sich nicht vorstellen könne, dass auf absehbare Zeit eine Feier ohne Beschränkungen möglich sei. „Natürlich ist es traurig, dass wir die Weihe nicht so feiern können, wie es üblich ist. Aber vielleicht lenken die massiven Einschränkungen den Blick ja auch mehr auf das Wesentliche des Ganzen“. Per Live-Stream wurde der Gottesdienst aus Eichstätt übertragen.

Die Primiz von Heiligtag am Sonntag aus Ingolstadt wurde ebenfalls live übertragen. Andreas Lerch plant eine feierliche Primiz zu einem späteren Zeitpunkt.

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