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Eine bunte Maskenparade

Melanie und Monika Lipka nähen Schutzmasken für Einrichtungen. Auch Privatpersonen können welche abholen.
Von Hans Stepper

Bisher hat das Mutter-Tochter-Gespann Monika (links) und Melanie Lipka nahezu 300 Mund-Nasen-Behelfsmasken zum Schutz gegen eine Corona-Infizierung zuhause genäht. Foto: Hans Stepper
Bisher hat das Mutter-Tochter-Gespann Monika (links) und Melanie Lipka nahezu 300 Mund-Nasen-Behelfsmasken zum Schutz gegen eine Corona-Infizierung zuhause genäht. Foto: Hans Stepper

Berg.Seit einigen Wochen zeigt das Mutter-Tochter-Gespann Lipka aus dem Juradorf Stöckelsberg noch ein Stück mehr soziales und ehrenamtliches Engagement als zu normalen Zeiten. Durch das Anfertigen von Mund- und Gesichts-Masken wollen die 30-jährige Melanie, die seit einiger Zeit in Sindlbach wohnt und ehrenamtlich als Vorsitzende der Mittelalterfreunde Neumarkt fungiert, sowie ihre 61-jährige Mutter Monika, die in Stöckelsberg wohnt und bei der Mittagsbetreuung der Chunradus-Grundschule Sindlbach engagiert ist, ein kleines Stück gegen die Corona-Pandemie beitragen.

Aufmerksam und inspiriert wurden die Beiden durch eine gute Bekannte von Melanie Lipka, die in Karlsruhe wohnt und dort mit anderen die Aktion „Gesund und bunt“ zur Anfertigung von Behelfs-Mund-Nasen-Schutz-Masken ins Leben gerufen hat. Nachdem Mutter Monika Lipka zudem in der Tageszeitung gelesen hatte, dass in Altenheimen Mund-Nasen-Schutz-Stoff-Behelfsmasken benötigt werden, entstand die Idee, solche selber zu nähen.

Fortan liefen die Nadeln an den Nähmaschinen – sofern es die Freizeit erlaubte – fast heiß in Stöckelsberg und Sindlbach. Zunächst hatten sie im Internet nach passenden Schnitten gesucht.

Spende für den Pflegedienst

Nachdem das Alten- und Pflegeheim Doktorshof in der Altgemeinde Hausheim auf Anfrage von Monika Lipka selber genügend zertifizierte Masken zur Abwehr der Corona-Ansteckungsgefahr hatte, traten die Lipkas mit dem Aha-Pflegedienst, der von Kerstin Schmid in Berg geführt wird, in Verbindung. Sie boten ihr zur Verwendung kostenlos die ersten 120 Mund-Nasen-Schutz-Stoff-Masken an, die die Berger Pflegehilfe an ihre betreuten – hauptsächlich älteren Personen – weitergab.

Weitere 111 neutrale weiße Prototypen gingen an Beschäftigte und Studenten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, an der Melanie Lipka derzeit promoviert. Allerdings arbeitet die junge Frau zwangsweise im Home-Office und wechselt so zwischen Nähmaschine und Computer.

Trotz ihrer etwas besonderen Freizeitbeschäftigung hofft die engagierte Melanie Lipka, dass sie Ende des Jahres ihren Doktortitel im Bereich der Elektro-Technik – für eine junge aufstrebende Dame ein etwas ungewöhnlicher Bereich – bekommen wird.

Derzeit haben Monika und Melanie Lipka noch bunte Baumwoll-Masken – mal aus Blümchen-Stoff, mal mit Motiven von Eulen und Katzen oder anderen Ornamenten – die nach Gebrauch des Öfteren waschbar sind, zuhause.

Angebot für Privatpersonen

Gegen einen kleinen Obolus, der dann wieder für die Anschaffung und den Ankauf von Stoffen und Gummizügen verwendet wird, können sich auch Privatpersonen mit Monika Lipka in Stöckelsberg unter Telefon (09189) 7133 in Verbindung setzen und sich besondere schöne Exemplare – jedes ist ein Unikat und mit viel Liebe und Herzblut angefertigt – aussuchen.

Einen großen Wunsch haben die beiden „ML’s“ aus Stöckelsberg und Sindlbach, die sich herzlich für die vielen Stoff- und Gummispenden bedanken: „Wir hoffen, dass wir diese ungewöhnliche Freizeitbeschäftigung, die uns trotzdem viel Spaß macht, bald beenden können, und diese gefährliche Situation Tag für Tag in Schritten zurückgedrängt werden kann – auch ein bisschen durch unsere bunte Lipka-Masken-Parade aus Stöckelsberger/Sindlbacher Co-Produktion“.

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