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Politik

Eine Wahl von und für Jugendliche

Kreisjugendring und Ostendorfer Gymnasium organisieren die U18-Wahl. Sie findet am 5. Oktober in der Region statt.
Von Nicole Götz

Die Schüler des Sozialkundekurses am Ostendorfer Gymnasium engagieren sich für die Kinder- und Jugendwahl 2018. Foto: ngn
Die Schüler des Sozialkundekurses am Ostendorfer Gymnasium engagieren sich für die Kinder- und Jugendwahl 2018. Foto: ngn

Neumarkt.Am 5. Oktober 2018 findet wieder die Kinder- und Jugendwahl anlässlich der Landtagswahlen statt. Die sogenannten U18-Wahlen finden seit 1996 immer neun Tage vor einem offiziellen Wahltermin statt. Der Kreisjugendring Neumarkt bietet für diese Wahlen den Rahmen und arbeitet dabei eng mit dem Ostendorfer Gymnasium zusammen. Laut Markus Ott, dem Manager für Erziehung und Bildung des Kreisjungendrings, sollen Jugendliche die Wahl für Jugendliche organisieren, da „das authentisch ist“.

Am Wahltag selbst werden sowohl die evangelische Jugendarbeit als auch die DGB Jugend mithelfen. Ott sagte, es sei wichtig, junge Menschen an die Politik heranzuführen und sie zu motivieren. Denn gerade Themen wie günstiger Wohnraum betreffen auch die Jugendlichen – etwa, wenn sie nach der Schule in einer anderen Stadt studieren wollen. Daher ist Ott dafür, das Wahlalter herabzusetzen. So könnten die Schüler auch bei Themen mitbestimmen, die sie auch beträfen.

Ziel ist aber nicht nur, Schüler für Politik zu interessieren, sondern es geht auch darum, die Jugend und deren Anliegen für die Politik interessant zu machen. An der letzten U18-Wahl haben deutschlandweit über 200 000 Kinder und Jugendliche teilgenommen, davon etwa 23 000 in Bayern und 800 hier in Neumarkt und Umgebung. Es habe sich dabei gezeigt, dass der jungen Generation andere Themen wichtig sind als der älteren. Ott betonte, dass die Jugend aufgrund des demografischen Wandels immer wichtiger werde. „Es ist daher notwendig, dass die Politiker merken, dass sich etwas bewegt“, so der Kreisjugendringmitarbeiter. Es wird auch wieder Wahllokale in Neumarkt, Deining, Postbauer-Heng, Pyrbaum und Parsberg geben.

Um noch mehr Schüler zu erreichen und auf die U18-Wahl aufmerksam zu machen, veranstaltet das Ostendorfer Gymnasium (OG) unter der Leitung der Lehrer Matthias Meyer und Ulrich Achhammer am 2. Oktober eine Podiumsdiskussion. Geladen sind Vertreter aller Parteien, die im Bundestag momentan eine Rolle spielen. Bei der Podiumsdiskussion, die von den Schülern selbst moderiert wird, bekommt man einen Einblick, wie es tatsächlich in der Politik zugeht. Man erlebt Politik hautnah und kann bei Bedarf nachfragen. Bei der Diskussion können die Jugendlichen erleben wie die Politiker sich miteinander auseinandersetzen. Für die Schüler des Sozialkundekurses des OG ist die Wahl auch deshalb so bedeutsam, weil es viele Themen gibt, die die Schüler betreffen und die immer präsent sind, z.B. die G8/G9-Problematik und die Asylpolitik. Durch die Wahl wollen sie die Politiker darauf aufmerksam machen, was für sie von Bedeutung ist.

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