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Volksmusik

Elf Könner auf der Bühne

Die Tanngrindler Musikanten und die Bauernseufzer sind weithin bekannt. In Velburg traten sie gemeinsam fuxdeiflswild auf.
Von Wolfgang Schön

Fuxdeiflswild“ ging es zu beim gemeinsamen Auftritt der Tanngrindler Musikanten und des Trios Bauernseufzer beim Kabarettabend in Velburg.  Foto: W. ZweiSchön
Fuxdeiflswild“ ging es zu beim gemeinsamen Auftritt der Tanngrindler Musikanten und des Trios Bauernseufzer beim Kabarettabend in Velburg. Foto: W. ZweiSchön

Velburg.Freunde ausgezeichneter Oberpfälzer Blasmusik sowie gelungener Couplet-Einlagen kamen beim kabarettistischen Abend im Pfarrheim-Saal in Velburg voll auf ihre Kosten. Und sie erlebten eine Premiere im Landkreis Neumarkt. Erstmals traten nämlich hier die Tanngrindler Musikanten aus Hemau und das Trio der Bauernseufzer aus dem Raum Deining gemeinsam auf.

Die beiden weithin bekannten Oberpfälzer Volksmusikgruppen verbindet eine Freundschaft der besonderen Art, welche auch die Grundlage für ein gemeinsames Bühnenprogramm ist, mit dem man nun seit dem Frühjahr an die Öffentlichkeit geht. Der Bekanntheitsgrad der beiden Gruppen machte es aus, dass die 160 Plätze des von der Kolpingfamilie Velburg organisierten Unterhaltungsabend binnen kürzester Zeit weg waren.

„A fuxdeiflswilder Abend“, so der Titel des Bühnenprogramms, mit dem dann gut zwei Stunden lang, die Besucher unterhalten wurden. Und diese hatten ihre Freude daran, Beifall gab es ohne Ende und auch eine Zugabe durfte nicht fehlen und wurde auch gerne gewährt.

Und „fuxdeiflswild“ könnte man auch werden, wenn man sich die Herausforderungen eines jeden neuen Tages anschaut, hieß es da. Beispielsweise schon am frühen Morgen, wenn man die Zeitung liest und sich über die Politik ärgert. Oder dann auf dem Weg zur Arbeit über das alltägliche Verkehrschaos und auf dem Nachhauseweg dann wieder das Gleiche. Und zu Hause angekommen nervt dann auch noch der Partner, alles zum „aus der Haut fahren“, oder wie man auf Bayrisch sagt, „I werde fuxdeiflswild“. Und natürlich wurde das Publikum kräftig mit einbezogen, wo es nur ging.

Stoff zum Nachdenken geben

„Aber es geht uns nicht nur um einen lustigen Abend mit guter Unterhaltung“, wie Markus Moosburger vom Trio der „Bauernseufzer“ im Gespräch mit unserer Zeitung sagte, „ wir wollen mit unseren Couplets den Leuten auch etwas mitgeben, was sie zum Nachdenken bringt, beispielsweise wenn es um Themen wie den Klimaschutz, den Flächenfraß, der auch in kleinen Gemeinden grassiert, oder die Ich-Gesellschaft-Mentalität geht ganz nach dem Motto „Hauptsache mir geht’s gut“. Und eine Lanze brach Markus Moosburger dann auch noch für das Ehrenamt, „ ohne dieses wäre doch gerade im ländlichen Raum gar nichts los“ und nannte als aktuelles Beispiel die Kolpingsfamilie Velburg mit ihrem Vorsitzenden Bernhard Dürr, dessen Leute nicht nur den Veranstaltungsabend organisiert hatten, sondern dann auch dafür sorgten, dass es den Besuchern dann auch richtig gut ging, was das leibliche Wohl anbelangte.

Die beiden Gruppen

  • Tanngrindler Musikanten:

    Sie gehören zu den bekanntesten Volksmusikgruppen und nahmen zahlreiche Preise entgegen, die ihre Qualität verdeutlichen.

Nachdem die „Tanngrindler“ den Abend mit dem bayerischen Defiliermarsch begonnen hatten, wurde er mit einem zünftigen „Prosit der Gemütlichkeit“ beendet. „Grod schei woas“, konnte man allenthalben hören.

Die Tanngrindler-Musikanten um Dr. Frieder Rosskopf gibt es bereits seit 1970 und die acht Musiker (sieben Männer und eine Frau) gehören mittlerweile zu den bekanntesten Volksmusikgruppen weit über die Oberpfalz hinaus. Auszeichnungen wie den Preis der Hans Seidel-Stiftung, Oberpfälzer Kulturpreis oder gar den „Zwieseler Fink“, eine der höchsten Auszeichnungen des bayerischen Volksmusikwesens, verdeutlichen die musikalische Qualität ihrer Auftritte.

Landkinder aus der Oberpfalz

„Bauernseufzer“: Die drei „Landkinder“ aus der Oberpfalz, wie sie sich selbst nennen – Markus Moosburger, Stefan Brock und Crissy Simon – haben sich eigentlich aus zwei Gesangsduos zusammengefunden und stehen nun gemeinsam mit ihrem Wirtshauskabarett-Programm seit drei Jahren auf der Bühne und zwischenzeitlich ist man auch schon beim Bayerischen Rundfunk auf das Trio aus dem Raum Deining aufmerksam geworden. Auf die Frage, warum der Name „Bauernseufzer“ ist die Antwort für sie ganz einfach. „Ihre persönlichen Wurzeln liegen in Bauernhöfen begründet und der Seufzer eines Menschen will gehört werden“.

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