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Zeremonie

Erstmals Schwitzhütte in Habertshofen

Schwitzen wie die Indianer: Bernhard Hollweck hat selbst an einem Ritual teilgenommen. Nun bietet er es mit seiner Frau an.
Von Doris Distler

  • Andrea und Bernhard Hollweck sind am liebsten in der Natur – und wenn es im eigenen Garten ist. Foto: Doris Distler
  • Der trommelnde Zeremonienmeister Od*Chi vor einer Schwitzhütte Foto: Andrea Hollweck

Pilsach.Es gibt immer wieder Glanzpunkte und Highlights in Neumarkt und Umgebung. Nun organisieren Andrea und Bernhard Hollweck für Samstag, 26. Oktober um 19 Uhr eine Schwitzhütte in Habertshofen, an der noch Interessierte teilnehmen können.

Die Schwitzhütte bzw. das Schwitzhüttenritual (ein Reinigungsritual) war bei den Indianern Nordamerikas wie vermutlich auch bei vielen anderen Völkern der nördlichen Erdhalbkugel weit verbreitet und diente der Vorbereitung von Zeremonien, der Reinigung und physischen Gesunderhaltung und zur Heilung bei Erkrankung.

Das Ehepaar Hollweck ist der Natur sehr verbunden, aber sie stellten immer wieder fest, „dass die Menschen nur noch von Termin zu Termin hetzen und keine Zeit und Ruhe mehr haben, die Natur wirklich zu sehen und zu sich zu kommen,“ so Bernhard Hollweck. Der IT-Fachmann, der in einem Rechenzentrum arbeitet, engagiert sich in seiner Freizeit im Alpenverein, ebenso wie seine Frau Andrea, die dort Yoga-Kurse hält.

Ärger los gelassen

Beide versuchen, im Leben hinter das Wesen der unsichtbaren Dinge zu blicken. Als „sehr heilend für mich“ hatte Bernhard Hollweck selbst ein Schwitzhüttenritual erlebt. Viel Wut, Ärger und Verletzungen hätte sich dabei aus seinem Leben verabschiedet. Später hat er zusammen mit seiner Frau Andrea an einer meditativen Weitwanderung teilgenommen und bei der Heimfahrt fiel der Entschluss des Ehepaares, selbst solche Erfahrungen für Neumarkt und Umgebung anzubieten. So gründeten sie www.nature-feeling.de und bieten seit dieser Zeit unter anderem für den DAV Neumarkt meditative Weitwanderungen und das Schwitzhüttenritual an.

Schwitzhütte

  • Thema:

    Jeder Teilnehmer kann mit einem Thema kommen, das er bearbeiten möchte: Etwas, das er loslassen oder neu erleben möchte.“ Für Bernhard Hollweck ist eine Schwitzhütte eine Initiation

So fragten sie dort nach, wo sie selbst gute Erfahrungen gemacht hatten und baten den Zeremonienmeister Od*Chi, das Schwitzhüttenritual in Neumarkt durchzuführen. Nun reist Od*Chi zusammen mit seinem „Feuermann“ Jo (ebenfalls aus der Reichenhaller Gegend) an und dann werden die Beiden mit den Hollweck‘s erst einmal den Schwitzhüttenplatz vorbereiten: Die Wiese mähen, eine Mulde ausheben für die glühenden Steine, der Aushub der Mulde kommt vor das Zelt als kleiner Berg. Der wird dann später, zusammen mit der fertigen Schwitzhütte, aussehen wie eine Schildkröte mit Kopf – das indianische Symbol für „Pachamama“ – Mutter Erde.

Hütte mit 100 Decken

Der „Kopf“ wird mit Blumen geschmückt und die Teilnehmer können Symbole oder einen Talisman dort ablegen, damit die entstehende Energie darin gespeichert wird. Schließlich wird rund um das ausgehobene Stück Erde mit Weidenruten eine Hütte gebaut. Über diese legt später Od*Chi seine rund 100 mitgebrachten Decken.

Vor der Hütte entsteht eine Feuerstelle, die „Feuermann“ Jo entzündet und Granitsteine darin so heiß werden lässt, dass sie glühen. Seine Aufgabe ist es, die Steine in die Hütte zu bringen, dort macht Od*Chi einen Aufguss mit Kräutersuden, die er aus Alpenkräutern hergestellt hat. Dazu gibt es Didgeridoo-Klänge, Trommeln und Runen ziehen.

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