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Militär

Es regnete Fallschirmspringer

In Hohenfels sprangen 138 Soldaten aus Italien und der Türkei aus Flugzeugen. Das war Teil der Übung „Saber Junction“.
Von Andreas Friedl

Fallschirmspringer aus den USA, Italien und der Türkei landeten auf dem Truppenübungsplatz. Foto: Andreas Friedl
Fallschirmspringer aus den USA, Italien und der Türkei landeten auf dem Truppenübungsplatz. Foto: Andreas Friedl

Hohenfels.„Was wir hier machen, ist immer eine schwierige Sache. Es ist immer gefährlich, aber bekanntlich macht die Übung den Meister“, so Colonel. Joseph Hilbert vom Joint Multinational Readiness Center (JMRC), nach dem Absprung von 138 Fallschirmspringer der 173. Luftlandebrigade aus den USA, die in Vincenca/Italien stationiert ist. An den Sprüngen beteiligten sich auch Soldaten aus Italien und der Türkei. Dies war nur ein kleiner Teil der diesjährigen Übung „Saber Junction 19“, die vom 3. bis einschließlich 30. September auf den Truppenübungsplätzen Grafenwöhr und Hohenfels durchgeführt wird.

Spektakuläre Luftlandeübung in Hohenfels

Ein Teil des Manövers findet auch auf der Airbase Ramstein statt. Wie schon vor Wochen vonseiten der US-Army aus Grafenwöhr mitgeteilt wurde, üben auf den beiden Truppenübungsplätzen etwa 5400 Soldaten aus 16 Nationen.

Saber Junction 19

  • Teilnehmer

    : Es nehmen insgesamt 16 Nationen teil: USA, Deutschland, Armenien, Aserbaidschan, Bosnien, Bulgarien, Kroatien, Georgien, Italien, Kosovo, Litauen, Nordmazedonien, Moldawien, Polen, Rumänien, Türkei und Ukraine mit insgesamt 5400 Soldaten

  • Einsatz:

    Gestern Abend landeten weitere 400 Soldaten mit dem Falschirm. Die Rettungskräfte blieben dabei arbeitslos.

Nach Aussage von Captain Mathew Carstensen, der einen Gesamtüberblick der gestrigen Übung vorstellte, werden jährlich etwa zwölf Übungen in den beiden Übungsbereichen abgehalten. Weiter führte Carstensen aus, dass die erste „Saber Junction Übung“ bereits im Jahre 2011 stattfand. Nach dieser kurzen Vorstellung im Hauptquartier des JMRC wurden bei dem 1/4ten Infanteriebataillon die Fahrzeuge der „feindlichen“ Truppen vorgestellt.

Hum-V war im Einsatz

Neben drei Kettenfahrzeugen wurde auch ein gepanzertes Transportfahrzeug vom Typ „Hum-V“ von den einzelnen Crewmitgliedern detailliert erklärt. Zudem konnten zwei Quads besichtigt werden, die von den Einheitsführern zur Beobachtung benutzt werden. Bevor dann die Fahrt in das Absprunggebiet aufgenommen wurde, erklärte Major Ellis Parks kurz die technischen Möglichkeiten, dass sowohl „Freund“ wie auch „Feind“ immer mit der zentralen Aufzeichnungsstelle im Kern des Truppenübungsplatzes verbunden seien, und hier alle Manöveraktivitäten kontrolliert und bewertet werden können. Zudem würde von hier aus auch die Möglichkeit bestehen, eine Übung abzubrechen.

Hier ist zu erkenne, wie ein Fallschirmspringer gerade aus dem Flugzeug springt. Foto: Andreas Friedl
Hier ist zu erkenne, wie ein Fallschirmspringer gerade aus dem Flugzeug springt. Foto: Andreas Friedl

Gespannt warteten viele Beobachter, Soldaten der beteiligten Nationen, Presservertreter und Angehörige des Special Forces-Fototeams, wann endlich die auf der Ramstein Airbase gestarteten Flugzeuge in Hohenfels eintreffen würden. Nach doch mehreren Minuten Wartezeit war es dann endlich soweit. Eine große Hercules-Maschine der US-Streitkräfte machte den Anfang. Bereits bevor sie am Horizont erschien, hörte man ihr tiefes Brummen.

Die Übung war verletzungsfrei

Fast wie mit dem Bodenpersonal vereinbart, öffneten sich auf Höhe der Betrachter die Luken und eine Vielzahl von geöffneten Fallschirmen mit Soldaten aus den USA, Italien und der Türkei gingen auf das Terrain südlich des ehemaligen Ortes Lutzmannstein nieder. Dieses eindrucksvolle Spektakel wiederholte sich dann noch vier Mal. Sichtlich erfreut waren die Verantwortlichen, ob Tom Peine und Major Ellis Parks, beide vom JMRC Grafenwöhr, oder auch Joseph Hilbert vom JMRC Hohenfels, dass die Luftlandeübung verletzungsfrei abgelaufen sei. Das Ziel dieser Übungen ist es, die Bereitschaft der Brigade bei einem Miteinander die Interoperabilität mit teilnehmenden Verbündeten und Partnernationen zu bewerten und zu beurteilen.

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