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Hörgenuss

Fanfarenklänge bei Konzert auf der Burg

Ein bisschen konnten die Zuhörer in Lupburg nachfühlen, wie sich die Herrscher auf der Burg vor hunderten von Jahren fühlten.
von Christiane Vatter-Wittl

Die Spielmannszüge aus Lupburg und Hemau erklangen hoch über der Marktgemeinde. Foto: Vatter-Wittl
Die Spielmannszüge aus Lupburg und Hemau erklangen hoch über der Marktgemeinde. Foto: Vatter-Wittl

Neumarkt.Ein bisschen konnte man nachfühlen, wie sich wohl die Herrscher auf der Burg und das Volk im Markt vor vielen hundert Jahren gefühlt haben müssen, wenn die Fanfarenklänge hoch über der Marktgemeinde erklangen. Am Samstagabend erschallten nämlich genau diese Instrumente und noch ein paar mehr und erfreuten die zahlreichen Besucher mit einem ganz besonderen Ohrenschmaus. Anlass war das Sommerkonzert auf der Lupburger Burg. Dazu fanden sich neben den Lokalmatadoren, dem Spielmannszug Lupburg, unter der Leitung von Albert Krotter und dem Kirchenchor Lupburg, unter der Leitung von Christoph Raba und Raphaela Skalet auch der Spielmannszug der Tangrintler Königstreuen Hemau und die Jugendblaskapelle Hohenfels, die von Lucia Bäuml geleitet wird, ein. Malerisch wirkte schon alleine die Burgkulisse als Bühne. Eingestimmt und begleitet zur Trommel zogen die Musiker und Sänger gemeinsam in den Burghof ein und boten ein exklusives und geschmackvolles Bild.

Ein sehr stimmiges Bild

Gediegen in schwarz und weiß der Kirchenchor, traditionell die beiden Spielmannszüge in ihren Uniformen und ebenso traditionell, aber bayrisch die Jugendblaskapelle. Trotz der Widersprüche in den Outfits ein sehr stimmiges Bild. Allein darin zeigte sich bereits das Motto des Abends „Musik verbindet“. Auch musikalisch hätte man annehmen können, dass es schwierig wird, die vier verschiedenen Gruppen unter einen Hut zu bringen, doch sie ergänzten sich wunderbar und harmonierten noch besser zusammen. Moderator Franz Stieglmeier führte gekonnt durch den Abend und ergänzte Informationen zu den jeweiligen Formationen mit Hintergründen zu den einzelnen Stücken. Vorstand Markus Prechtl begrüßte die zahlreichen Ehrengäste und Musikliebhaber und freute sich, dass man an diesem Abend zeigen konnte, was Musik verbinden kann.

Der Kirchenchor Lupburg, gediegen in schwarz und weiß. Foto: Vatter-Wittl
Der Kirchenchor Lupburg, gediegen in schwarz und weiß. Foto: Vatter-Wittl

Begonnen wurde mit einem gemeinsamen Lied der beiden Spielmannszüge und der Jugendblaskapelle, sie spielten „Der Hohe Tag“. Anschließend zeigten die Spielmannszüge ihr Können mit der „St. Patriks Parade“. Die Jugendblaskapelle Hohenfels animierte dann das Publikum mit dem „Deutschmeister Regimentsmarsch“ zum Mitklatschen. Der Kirchenchor begeisterte mit dem Schlager „Zwei kleine Italiener“, denn schon Conny Froboes im Jahre 1962 sang. Ungewöhnlich, aber nicht weniger toll, erklangen dann die Fanfaren zu einer „Rumba Romantika“. Albert Krotter hat das Stück so arrangiert, dass auch die anderen Instrumente des Spielmannszuges mitspielen konnten. Vor der Pause spielte man noch den „Musikanten-Gruß“ des Oberpfälzers Hermann Dirscherl. Er wollte selbst zum Dirigieren nach Lupburg kommen, doch ein Unwetter in seiner Heimat Furth im Wald verhinderte dies leider. Mit einem Klassiker „Dem Land Tirol die Treue“ verabschiedeten die Musiker und Sänger das Publikum in die Pause.

Ganz verschiedene Aspekte

Ebenso fulminant auf der einen Seite, aber auch beschwingt und leicht auf der anderen Seite ging es dann nach der Pause weiter. Die Musiker begannen mit einem „Apertum“, der Kirchenchor verzückte mit dem Klassiker „Mein kleiner grüner Kaktus“. Ebenso gekonnt, wie Max Raabe seinerzeit die Comedian Harmonists dirigierte, dirigierte in Lupburg Christoph Raba den Kirchenchor unterstützt vom „St. Barabara Palastorchester“, sprich Raphaela Skalet am Klavier.

Mit „An Irish Ballad“ brachten die Spielmannszüge noch einmal einen ganz neuen Aspekt mit in das Konzert, bevor man das Publikum mit dem Abba-Song „The way old friends do“ in die laue Sommernacht verabschiedete.

Auch Lupburgs Bürgermeister Manfred Hauser freute sich als Hausherr, so viele Musiker in der Burg begrüßen zur dürfen. Mit dem Grammophonorchester Regensburg, dem Renner-Ensemble, Harry und Ernschie, Matthias Hofmann, sowie Ed Philips an the Memphis Patrol fanden die Burgkonzerte mit dem Sommerkonzert nun ihren Abschluss. Selbstverständlich ließ das Lupburger Publikum die Musiker nicht ohne Zugabe ziehen.

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