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Fastenzeit

Fast keiner kam hier ungeschoren davon

Beim Starkbierfest der Feuerwehr in Pilsach gab es viel zu lachen: Pfarrer, Bürgermeister und die Feuerwehr wurden von Bruder Barnabas derbleckt.
Von Hans Braun

Allerhand Geschichten hörten die Gäste beim Starkbierfest der Feuerwehr in Pilsach. Die Beteiligten hatten sich einiges einfallen lassen. Foto: Braun

Pilsach.Beim Starkbierfest der Feuerwehr in der Feuerwehrhalle wurde wieder kräftig derbleckt. Für Musik sorgte die Gruppe „Schai-wampert-schlampert“ (SWS) mit Richard Atzmannsdorfer. Der Chefmusikant war es auch, der mit seinen G’stalnzl’n so manche Szenen aus Pilsach erzählte – noch bevor Bruder Barnabas, alias Alois Kölbl, mit dem Derblecken begonnen hat. Der erste lustige Höhepunkt war der Sketch der „Jungbliema Feiawehrler“. Dabei durften sich „Babys“ ihre Väter selbst aussuchen, da ihre Mütter ständig unterwegs waren und für sie keine Zeit hatten.

Atzmannsdorfer hatte Verse über seine Mitbürger im Gepäck. Hart ins Gericht ging er mit dem Vereinspräsidenten der Bayern Batzis: Er habe für die Mitglieder 40 Karten für ein Bayernspiel bestellt – aber vor seinem Urlaub die E-Mail nicht gelesen, dass die Karten mit der Post kommen. Das Spiel war ausverkauft – nur die 40 Plätze bleiben leer. Einen Schwank wusste Atzmannsdorfer auch aus dem Boleitenweg: Dort lebe ein ganz sparsamer Mann. Für seine Sparsamkeit habe er sogar schon einen Punkt in Flensburg und 100 Euro Strafe in Kauf genommen.

Holz – auch mal kostenlos

Natürlich kam auch der Bürgermeister nicht ungeschoren davon: Über das Blockheizkraftwerk in „Dola“ wusste der Verslschreiber: „S’Holz kriegt man von der Gmoa geschenkt, wenn man den Bürgermeister recht gut kennt – wohnt er noch im gleichen Dorf, ist für’n Winter vorgesorgt. Und da tät sich’s umzieh’n fast rentieren, weil die doch ein neues Baugebiet kriegen“.

Von vielen Schandtaten wusste auch Bruder Barnabas, alias Alois Kölbl, zu berichten. Die Mesnerin der St. Peter und Paul Kirche habe zum Beispiel festgestellt, dass der große Behälter mit Weihwasser an einem Tag fast leer war. Barnabas vermutete, dass einige Leute damit ihre Blumen gegossen haben – da die Wasserleitung für den Brunnen wegen des Frosts noch abgesperrt war. Kölbl: „Wenn Ihr die nächsten Tage besonders große oder herrlich blühende Blumen auf dem Friedhof seht – dann wissen wir, woher das kommt“.

Nicht vergessen hatte Bruder Barnabas auch den Ostersonntag 2013: Der Pfarrer habe vergeblich auf den Organisten gewartet, der die Zeitumstellung vergessen hatte und deswegen erst nach dem Gottesdienst gekommen ist. Der Pfarrer habe die Lieder selbst anstimmen müssen und, so Kölbl: „Wer unseren Pfarrer kennt, der weiß, was das für ein G’sangl war.“ Er erinnerte auch an den Pontifikalgottesdienst im vergangenen Jahr, als bei der Predigt des Oberhirten dem „Atze Richard“ der Stuhl auf der Empore zusammengekracht sei. Selbiges sei bei der Kirchenchorprobe auch Chorleiter „Simon“ passiert, als von seinem antiken Klavierhocker eine Stütze abgebrochen ist. Der Rat Kölbls: „Ihr müsst abnehmen, bevor Ihr das kirchliche Mobiliar noch ganz zertrümmert“. Unvergesslich sei auch der Ausflug des Gansl Stammtisches nach Prag gewesen. Als die Ausflügler ihr Hotel beziehen wollten, habe man festgestellt: Es war nur ein Zimmer gebucht, das vom Busfahrer. Und kein weiteres Zimmer war mehr frei.

Einiges zu berichten hatte Bruder Barnabas auch über die Feuerwehr. Das alte Pilsacher Feuerwehrauto sei in Litzlohe gelandet. Und da gebe es Beschwerden, dass vor der Übergabe einiges aus dem Auto ausgebaut worden sei –die Rostflecken an den Türen seien aber nicht ausgebessert worden. Auch auf die versprochene Brotzeit mit Bier würden die Feuerwehrleute in Litzlohe bis heute warten.

Debakel beim Brandeinsatz

Von einem Debakel berichtete der Redner bei einem Feuerwehreinsatz zur Volksfestzeit. Der Kommandant sei statt nach Wünn in die entgegengesetzte Richtung gefahren. Zu dem Brand seien auch Feuerwehrleute aus Berg unterwegs gewesen – doch ihnen sei unterwegs der Diesel ausgegangen. Die Berger hätten ihr Fahrzeug entlüften und Tanken müssen – und dabei eine saubere Ölspur hingelegt. Deshalb hätten sie anschließend tatsächlich einen Einsatz gehabt, berichtete Bruder Barnabas schmunzelnd.

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