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Tradition

Fastenpredigt im heimischen Dialekt

Die Gäste beim Herrmannsberger Starkbierfest freuten sich über die Rede in Mundart.

Sabrina und Christine ließen es krachen. Foto: Guttenberger
Sabrina und Christine ließen es krachen. Foto: Guttenberger

HERMANNSBERG.Das Starkbierfest der Dorfgemeinschaft Hermannsberg ist ein echter Geheimtipp. Aus allen Nähten platzte das Dorfhaus, als die Fastenprediger Sabrina Sippl und Christina Braun ans Rednerpult schritten. Die beiden jungen Damen durchleuchteten das Dorfgeschehen und hielten ihre Rede voll in Dialekt. Die Gäste, darunter auch Bürgermeister Ludwig Eisenreich, und einige Stadträte, verstanden diese Sprache und freuten sich, dass in der Dialekthautstadt Berching dieses einmalige Prädikat in Hermannsberg tatsächlich auch gepflegt wird. Das Musterdorf beim Wettbewerb „ Unser Dorf hat Zukunft“ wurde von den beiden Damen kräftig aufgezeigt. Dazu spielte der lustige Rupert zünftig auf. Weil er gratis spielte, wurden die Gäste um eine kleine Spende gebeten, die dann an die Familie Eberl aus Gimpertshausen weiter gegeben wurde. „Wir halten eine Rede, die wahr ist und trinken was klar is“t prosteten die Fastenprediger den durstigen Gästen zu. In Dialekt sagten sie: „Da Max is a beschäftigter Maa, unter da Woch is da Bögl dra. Am Wochenende fohrt er vo A nach B. Dau jammert die Lisa ohweh ohweh. Jedn Aumd macht er flüssige Regeneration, denn beim Michl erfohrt ma ja de meiste Information.

Ja da Sinzinger Michl der hod vü zum macha, dau hod die Agnes nix zum lacha. Doch kommt erm a Bierchen in de Quere, sieht er d Agnes nur no aus da Ferne. Doch letzt Johr im Weinfest hod a se traut, mecht er doch d Agnes als seine Braut. Ausgliah hod er vo da Rosi an Ring, Bloß in deam steckt nu die alte Liebe drin.

Beim Hofnogl fohrn etz a neie landwirtschaftliche Schiene, da Flo verteilt etz bloß nu natürliche Proteine. Die Schmaußer Moidla san gwies gscheida, de bilden sich a grad bloß nu weida.“

Mit Trinksprüchen und Witzen bereicherten sie immer wieder ihre Rede. Dazu auch deftige Bauernregeln wie „der Maßkrug und das Dirndlgwand, sie müssen voll sein bis zum Rand.

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