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Rettung

Feuerwehr wird aufgestockt

Die Einstellung von vier neuen hauptamtlichen Mitarbeitern bei der Feuerwehr Neumarkt sorgte für Zwist im Stadtrat.
von Wolfgang Endlein

Die Feuerwehr erhält personelle Verstärkung. Foto: Röhrl
Die Feuerwehr erhält personelle Verstärkung. Foto: Röhrl

Neumarkt.Nicht am Geld sparen, wenn es um das Leben der Bürger geht, wollten die Stadträte. Weswegen sie in ihrer Sitzung am Donnerstag zustimmten, dass die Stadt vier neue hauptamtliche Mitarbeiter bei der Feuerwehr Neumarkt einstellt. Rund 250 000 Euro wird das jährlich kosten.

Damit soll wieder gewährleistet sein, dass die vorgeschriebene Hilfsfrist von zehn Minuten eingehalten werden kann. Derzeit sei das nicht in allen Bereichen Neumarkts der Fall, erklärte Leitender Rechtsdirektor Jürgen Kohler. Daher sei die Stadt gezwungen bei Baugenehmigungen einen zweiten Rettungsweg zu verlangen.

Weitere Themen aus dem Stadtrat beinhaltet das Infoelement:

Stadtrats-Splitter

  • Obdachlose:

    Der Stadtrat stimmte zu, dass in der Goldschmidtstraße 20 neue Doppelstock-Wohncontainer für Obdachlose errichtet werden (wir berichteten). Zwei Bauabschnitte soll es geben.

  • Betreuung:

    Der bislang mit dem Verein Storchennest bestehende Vertrag über die Randzeiten- und Notfallbetreuung für Kinder war von diesem gekündigt worden. Die Stadt hat einen neuen Partner gesucht und in der gfi GmbH gefunden. Die Stadt muss künftig ein höheres Defizit als die bislang jährlich 25 000 Euro tragen. Es sind künftig 80 000 Euro.

In den Reihen der Stadträte fanden die Einstellungen grundsätzliche Unterstützung, auch wenn – wie schon bei anderen Tagesordnungspunkte vorher – Kritik an der Informationspolitik der Stadtverwaltung geübt wurde.

Ist Kritik aus den Reihen der Räte an der Verwaltung durchaus üblich, ist dies von Mitarbeitern der Verwaltung an Kollegen in einer öffentlichen Sitzung äußerst unüblich. Der Leiter des Rechungsprüfungsamtes, Max Pirzer, zweifelte die Notwendigkeit der Einstellungen an und attackierte Kohler, der Druck auf ihn ausübe. Was wiederum bei Kohler zu einer heftigen Reaktion führte, und einer strengen Ermahnung von Thumann an Pirzer. Dieser erklärte, man müsse kostengünstigere Optionen prüfen, zumal ein Großteil der Einsätze nicht mit lebensbedrohlichen Szenarien verbunden sei.

Schließlich meldete sich Feuerwehr-Kommandant Manfred Meier zu Wort. Es gehe nicht um die Einsätze wegen Wespennester, sondern um den einen Einsatz, bei dem es um das Leben eines Menschen gehe. Dafür müsse man gerüstet sein. Dafür erhielt er Applaus von den Räten – und die Zustimmung zu den Einstellungen. (en)

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